Dorothy Baker: “Zwei Schwestern”

Dorothy Baker: “Zwei Schwestern”

Wiederentdeckungen sind im Literaturbereich ein großes Thema.
“Stoner” von John Williams zum Beispiel erschien erstmals 1965 und schaffte es im vorletzten Jahr sogar auf die Spiegel-Bestsellerliste, was zeigt, dass dieses Stück Literatur auch quantitativ ein Erfolg gewesen ist. (Mein Kollege Oskar war (neben ganz vielen weiteren Lesern) übrigens auch ganz begeistert – das spricht für den qualitativen Aspekt)
Des Weiteren erschien zum Beispiel bei Arche “Adieu Paris” von Daniel Anselme, einen Antikriegsroman aus dem Jahre 1957 und im Mai 2016 wird “Die Rückkehr” von Rebecca West, der Geliebten von H.G.Wells neu aufgelegt.
Eine ebensolche Wiederentdeckung ist Dorothy Baker, die mit “Zwei Schwestern” einen außergewöhnlich modernen Roman über das Thema der inneren Freiheit geschrieben hat.
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Sarah Kuttner: “180° Meer”

Sarah Kuttner: “180° Meer”

Ein Roman von Sarah Kuttner zu lesen ist für mich ein Abtauchen in Gedanken, die zum Teil auch die meinigen sein könnten. Ich fühle mich wohl und sehr entspannt in ihren Texten, sie kriegt mich einfach. Mit “180° Meer” ist ihr dieses Kunststück wieder gelungen.
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#GoldenBacklist

#GoldenBacklist

Es gab bei mir eine Zeit, in der ich an keinem Antiquariat oder Taschenbuchaktions-Mängelexemplar-Tisch vorbei gehen konnte, ohne ein Buch zu kaufen. Das hat sich natürlich in meinen Regalen bemerkbar gemacht. Wie viele dieser “Das-will-ich-unbedingt-noch-lesen”- Titel ich mir bisher zu Gemüte geführt? Wenn ich jetzt aber mal ganz ehrlich bin muß ich sagen: Nur sehr wenige.
Aber an Büchern wie Harry Mulischs: “Die Entdeckung des Himmels”, “Die Arbeit der Nacht” von Thomas Glavinic oder John Irvings: “Das Hotel New Hampshire” kann man doch nicht einfach vorbei gehen – das sind doch Bücher fürs Leben.
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Bernhard Aichner: “Totenfrau”

Bernhard Aichner: “Totenfrau”

Nach einer sehr langen Zeit der Krimi-Abstinenz, hat mir dieses Buch wieder klar gemacht, weshalb ich vor Jahren einen Krimi nach dem anderen verschlungen habe: Kriminalromane machen einfach Spaß – wenn sie gut geschrieben sind. Und das ist bei “Totenfrau” der Fall.
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Auf diese Neuerscheinungen freue ich mich im Frühjahr 2016

Auf diese Neuerscheinungen freue ich mich im Frühjahr 2016

Seit die Verlagsprogramme für das kommende Frühjahr bekannt sind, schwelge ich in Vorschauen.  Auch in diesem Jahr hatte ich viel Vergnügen beim Blättern und natürlich habe ich wieder viele Bücher entdeckt, die ich unbedingt lesen möchte:  
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Sarah Bannan: “Die Neue”

Sarah Bannan: “Die Neue”

Eine Sache vorweg: Das Thema dieses Buches ist ein klassisches Jugendbuch-Thema – sprachlich hebt sich “Die Neue” allerdings deutlich von anderen Büchern dieses Genres ab und ist definitiv kein reines Jugendbuch, sondern ein sehr gut geschriebener Roman zum Thema “Wegschauen”, den ich in der Buchhandlung auch eher zu den Romanen für Erwachsene, als in die Jugendbuch-Abteilung stellen würde.
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Jill Alexander Essbaum: “Hausfrau”

Jill Alexander Essbaum: “Hausfrau”

Es ist ein sehr faszinierendes Buch, mit dem Jill Alexander Essbaum da aufwartet.
Das liegt vor allem am Charakter der Hauptfigur, die so ganz anders mit dem Leben in einem fremden Land umgeht. Nämlich gar nicht. Sie verweigert sich der Umwelt, oder besser gesagt, sie hat ihre eigenen Methoden zur Ablenkung vom Dasein in der Schweiz gefunden.
Glücklicher und sympathischer macht sie das zwar nicht, aber genau diese Art der Lebenseinstellung hat mir ein einzigartiges Leseerlebnis beschert.
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Jessica Alcott: “Selbst wenn Du mich belügst”

Jessica Alcott: “Selbst wenn Du mich belügst”

Dieses Buch war für mich eine richtige Überraschung – und zwar eine äußerst positive. Erwartet hatte ich eine ganz normale amerikanische High-School-Geschichte, doch dieses Buch hebt sich von anderen Titeln dieses Genres, nicht nur durch seine sehr schlagfertig geführten Dialoge, wohltuend ab.
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George Saunders: “ Zehnter Dezember”

George Saunders: “ Zehnter Dezember”

Ich weiß noch, wie 2013 eine Dame dieses Buch auf Englisch bei mir bestellte und meinte, dies sei das Beste, was der amerikanische Markt zu bieten hätte. Dieses Buch sei in den USA in aller Munde.
Daran habe ich mich erinnert und “ Zehnter Dezember” nun endlich zur Hand genommen. Ich wußte nicht, was mich erwartet, keine Stilrichtung – ich habe mich vollkommen überraschen lassen und kann nun sagen: Ja, diese Erzählungen sind schlichtweg brillant. 
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