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Auf diese Neuerscheinungen freue ich mich im Herbst 2017 – Teil 2

Inzwischen habe ich in vielen weiteren Verlagsvorschauen gestöbert und nachdem ich kürzlich den ersten Teil der Neuerscheinungen auf die ich mich im Herbst 2017 freue vorgestellt habe, folgt nun der zweite Teil mit so manchem Buch, das ich am liebsten sofort lesen würde:

Pierre Lemaitre: Drei Tage und ein Leben

Im Winter 1999 verschwindet in einem kleinen Dorf in Frankreich ein 6 jähriger Junge. Doch die großangelegte Suche muss unterbrochen werden, da ein schlimmer Sturm aufzieht. Drei Tage lang müssen alle in ihren Häusern bleiben und drei Tage lang sitzt der Junge in seinem Versteck und hat Angst davor, dass bald herauskommen wird, was vor seinem Verschwinden wirklich passiert ist.

Pierre Lemaitres Roman “Wir sehen uns dort oben” war eines meiner Highlights des Jahres 2014 und ist, wie ich finde, völlig zu Recht mit dem wichtigsten Literaturpreis Frankreichs, dem Prix Goncourt, ausgezeichnet worden.
Daher bin ich auf sein neues Werk sehr gespannt, das am Anfang September 2017 erscheinen wird.

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Jaroslav Kalfař: “Ein kurze Geschichte der böhmischen Raumfahrt”

JanHus ist das erste Raumschiff in der Geschichte Tschechiens und startet im April 2018 von einem Kartoffelacker aus. An Bord ist Jakub Procházka (Professor für Astrophysik) und harrt der Dinge, die da kommen werden.
Nach 13 Wochen im All wird es ihm allerdings extrem langweilig und die einzige Aufmunterung sind die Chats mit seiner Frau Lenka.
Als diese beschließt, dass sie nicht mehr Jakubs Ehefrau sein möchte, brechen harte Zeiten an…

Voll “überbordender Phantasie” sei dieser verrückte Debütroman, so der Verlag.
Das macht neugierig.

Dieses Buch erscheint Anfang August 2017.

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Ayelet Gundar-Goshen: “Die Lügnerin”

Noy ist unauffällig, arbeitet in einer Eisdiele in Tel Aviv und ist kein Mädchen, dem die Leute hinterher schauen.
Als es jedoch zu einem Missverständnis kommt, beginnt Noy eine Lüge zu erzählen, die alle glauben und so kommt es, dass dem unscheinbaren Mädchen plötzlich alle zu Füßen liegen.
Allerdings gibt es da einen Jungen, der sie durchschaut…

Dies ist nach “Eine Nacht, Markowitz” und “Löwen wecken” der dritte Roman der israelischen Autorin. Der Verlag schreibt, dass es ihr abgründigstes und unterhaltsamstes Buch sei.
Es erscheint Anfang Oktober 2017.

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Pedro Lenz: “Die schöne Fanny”

Louis und Grunz sind beide Maler und lieben das Leben, während ihr Freund Jackpot, der als Schriftsteller bislang ohne Erfolg ist, noch immer nach einer Idee bzw logischen Handlung für seinen Roman sucht.
Aber wer will den nach den Sternen greifen, im Kleinen liegt das große Glück, so sehen es diese drei zumindest.

Doch Obacht: Als die schöne Fanny ins Spiel kommt, gerät ihre Männerfreundschaft ins Wanken und plötzlich ist das Leben gar nicht mehr so leicht und beschwingt.
Sie alle begehren Fanny gleichermaßen, doch scheinen sie nicht zu verstehen, was Fanny eigentlich selbst möchte.

Mit “Der Goalie bin ich” hat mich Pedro Lenz begeistert und daher freue ich mich nun auf hochdeutschen Nachschub. (Auf Schweizerdeutsch ist dieser Roman bereits lieferbar.)

Erscheint Anfang November 2017.

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Mariana Leky: “Was man von hier aus sehen kann”

Selmas Träume sind nicht ungefährlich, denn immer, wenn sie von einem Okapi träumt, stirbt am Tag darauf einer der Bewohner des Dorfes. Allerdings träumt sie nie von einer konkreten Person, sondern weiß nur, dass es jemanden erwischen wird.
Wenn es mal wieder soweit ist, geraten alle in Aufruhr, denn es könnte ja sein, dass man selbst gerade die letzten Stunden seines Lebens erlebt – und da gilt es natürlich zum Beispiel Ungesagtes auszusprechen, oder nie Gewagtes zu wagen.

Die Schauspielerin Sandra Hüllner (“Toni Erdmann”) war sehr angetan von Mariana Lekys neuem Roman und nachdem ich vor einigen Jahren “Die Herrenausstatterin” (die 2010 auf der Longlist des Deutschen Buchpreises stand) mit großem Vergnügen gelesen habe, bin ich nun ganz gespannt auf Lekys neues Werk, das Mitte Juli 2017 erscheinen wird.

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Hilary Mantel: “Der Hilfsprediger”

Father Angwin hat längst den Glauben verloren, ist sehr zynisch geworden und will eigentlich nur seine Ruhe haben. Auf den Bischof, der die ignoranten und abergläubischen Bürger des Dorfes in moderne Zeiten geleiten will, hat er absolut keine Lust.
Außerdem nervt ihn die Leiterin des Klosters, Mutter Perpetua, die jegliche Abweichung vom Glaubenspfad mit harter Hand bestraft und unter der auch die junge, freiheitsliebende Nonne Philomena sehr leidet.
Dann taucht ein Fremder im Dorf auf, bietet dem Father seine Dienste an und Argwin ist sich nicht sicher, was dieser möchte, oder von wem er geschickt worden ist.

Hilary Mantels Roman “Jeder Tag ist Muttertag” war eines meiner Lieblingsbücher des vergangenen Jahres. Bitterböse und voll trockenem Humor.
Auch die Fortsetzung “Im Vollbesitz des eigenen Wahns” war ein Knaller.
Deshalb freue ich mich sehr auf den “Hilfsprediger”, den Werner Löcher-Lawrence bestimmt wieder genial übersetzt hat und der im Juli 2017 erscheinen wird.

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Elizabeth Day: “Die Party”

Martin hat eigentlich nur ein Ziel im Leben: Ben zu gefallen. Ben ist alles, was Martin nicht ist: Reich, gutaussehend und beliebt. Er gehört der Oberschicht und Martin tut alles dafür, auch dazuzugehören. Das merkt auch seine Ehefrau, die sich langsam eingestehen muß, dass sie auf ewig die zweite Geige in Martins Leben spielen wird.
Martins grenzenlose Aufopferung und Selbstlosigkeit können einem aber ganz schön auf die Nerven gehen kann, besonders wenn man eine gemeinsame, unschöne Vergangenheit hat…

Dieses Buch ist von Ulrike Wasel und Klaus Timmerberg übersetzt worden, die unter anderem Dave Eggers, Harper Lee, Tana French und Jeanette Walls ins Deutsche übertragen.
Das spricht ja schon einmal für “Die Party”, die Ende August 2017 erscheinen wird.

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Édouard Louis: “Im Herzen der Gewalt”

Édouard möchte eigentlich nur nach Hause, doch dann kommt er auf der Place de La République mit einem jungen Mann ins Gespräch. Schließlich nimmt er Reda mit zu sich nach Hause und ein zarter Flirt zwischen den beiden beginnt.
Wie es schließlich dazu kommt, dass Reda Édouard mit einer Waffe bedroht, das erzählt uns Édouard Louis in diesem autobiografischen Roman.

Louis Debütroman “Das Ende von Eddy” erregte in Frankreich 2015 großes Aufsehen und ich habe mir fest vorgenommen dieses Buch zuerst zu lesen, bevor ich mit seinem neuen Werk beginne.
Dafür habe ich zum Glück noch Zeit, denn “Im Herzen der Gewalt” erscheint erst Ende August 2017.

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John Boyne: “Der Junge auf dem Berg”

Pierrots Tante arbeitet kurz vor dem Zweiten Weltkrieg in Adolf Hitlers Sommerresidenz als Dienstmädchen und nimmt ihren Neffen zu sich, zumal dieser gerade seine Eltern verloren hat.
So kommt es, dass Pierrot unter Hitlers Einfluss gerät und sich schnell bereit erklärt alles für ihn zu tun – auch Verrat zu begehen.

Boynes “Der Junge im gestreiften Pyjama”war ein Welterfolg.
Daher bin ich sehr gespannt, ob sich die intensive Lesestimmung bei “der Junge auf dem Berg” wieder einstellen wird.

Dieses Buch erscheint Ende August 2017.

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H. P. Lovecraft: “Das Werk”

Was soll ich da sagen. Lovecraft ist Kult und seit ich vor einigen Jahren eine seiner Erzählungen gelesen habe, bin ich ein Fan.
Kaum zu glauben, dass all diese Zukunfts- bzw. Horrorfantasien (Lovecraft hatte viele Alpträume und verarbeitet diese in seinen Texten) um 1900 entstanden sind.

Nun erscheint mit “H.P. Lovecraft – Das Werk” ein Prachtband, welcher nicht nur seine besten Erzählungen in Neuübersetzung enthält, sondern mit reichlich Zusatzmaterial und über 1000 Anmerkungen ausgestattet ist.
Das wird prima!

Dieses Werk erscheint Ende September 2017.

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Joachim Meyerhoff: “Die Zweisamkeit der Einzelgänger”

Ein neuer Meyerhoff! Meine Freude ist groß, war ich doch von seinen autobiographischen Romanen “Wann wird es endlich wieder so, wie es nie war” und “Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke” restlos begeistert.

Joachim hat die Schauspielschule abgeschlossen, doch ist seine Karriere noch nicht wirklich ins Rollen gekommen. In der Provinz begegnet er schließlich seiner ersten großen Liebe, doch wenige Wochen später tritt eine neue Frau in sein Leben (Franka), mit welcher er die Nächte durchfeiert. Und feiern, das kann Joachim, war dieses “Fach”, doch der eigentliche Schwerpunkt seiner Schauspielausbildung.
Aber es gibt auch noch Bäckersfrau Ilse und in deren Backstube fühlt sich unser Jungschauspieler so wohl, wie nirgends. Dass das alles nicht gutgehen kann, versteht sich von selbst.

Dieses Buch erscheint leider erst Anfang November 2017 – ich würde es am liebsten sofort lesen.

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Hannah Kent: “Wo drei Flüsse sich kreuzen”

Nora ist verwitwet und Mutter eines schwer behinderten Sohnes. Im Dorf (wir befinden uns im Jahr 1825 in Irland) wird gesagt, dass das Kind ein Wechselbalg sei, das die Kühe krank mache. Nora ist vollkommen verzweifelt und erliegt dem Aberglauben, dass man dieses “Wechselbalg” nur vertreiben müsse, damit sie ihren eigentlichen Sohn wiederbekäme.
Das 14jährige Mädchen Mary, welches Nora hilft, glaubt allerdings nicht im mindesten an solche Theorien, doch kann sie auch nicht verhindern, dass sich Nora an Nance, eine Kräuterfrau wendet…

Eine meiner Kollegen war sehr begeistert von Hannah Kents Debütroman “Das Seelenhaus” welchen ich auch noch vor mir habe. Daher kann ich mich jetzt auf beide Bücher freuen.

Dieser Roman erscheint Anfang September 2017.

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Doron Rabinovici: “Die Außerirdischen”

Es wird von allen Sendern gemeldet: Außerirdische sollen die Erde übernommen haben, woran Sols Frau Astrid so ihre Zweifel hat. Doch sie irrt.
Die Fremden scheinen aber in friedlicher Absicht gekommen zu sein. Eine Sache wäre da allerdings. Eine Einzige – und da ist er, der Haken: Sie fordern Menschenopfer. Allerdings sollen sich diese Personen freiwillig melden.

So kommt die Idee auf, Spiele auszurichten, um zu bestimmen, wer geopfert werden wird. Denjenigen, die sich für diese Spiele melden, werden große Finanzspritzen in Aussicht gestellt. Jeder kann, aber keiner muss teilnehmen.
Schließlich meldet sich Sols junger Nachbar und das bringt das junge Paar ins Grübeln…

Das ganze klingt so ein bisschen nach “Die Tribute von Panem”, allerdings in einer literarischeren Version, zumal der Autor bereits vielfach ausgezeichnet worden ist und sein Roman “Andernorts” 2010 auf der Shortlist des Deutschen Buchpreises stand.
Wobei ich gestehen muß, dass dieses Buch noch immer ungelesen in meinem Regal steht.

Ich jedenfalls bin sehr auf die Umsetzung der außerirdischen Thematik dieses Buches gespannt, das Anfang August 2017 erscheinen wird.

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