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Dirk Kurbjuweit: „Angst“

Was für ein Buch! Nach zwei Seiten wusste ich schon: Das ist es! Genau das möchte ich jetzt lesen.

Und darum geht es:
Randolph Tiefenthaler ist soeben ist soeben mit seiner Frau und seinen beiden Kindern in eine Altbauwohnung in Berlin gezogen. Er ist sehr glücklich und ahnt nichts Böses, als ihm der Nachbar (Herr Tiberius) Kuchen vor die Tür stellt. Er freut sich sogar darüber.
Weitaus weniger erfreut ist er allerdings, als Tiberius beginnt, seine Frau zu beobachten und ihr Liebesbriefe zu schreiben – es wird immer unheimlicher und Tiefenthaler muss sich eingestehen, dass, wenn er gewusst hätte, wer da unter ihm wohnt, er niemals in diese Wohnung gezogen wäre.

Was Tiefenthaler auch feststellen muss, ist, dass er keine Handhabe gegen den Stalker hat. Der Rechtsstaat springt ihm nicht zur Seite und so muss er einen anderen Ausweg finden…
Wie schon gesagt, ich bin total begeistert. Dirk Kurbjuweit beschreibt diese Situation so intensiv, dass ich mir selber schon ganz bedrängt vorkam.
„Angst“ ist so echt und realitätsnah geschrieben – man merkt einfach, dass Kurbjuweit im journalistischen Bereich (er arbeitet für den „Spiegel“ und war Redakteur bei der „Zeit“) tätig ist.
Das letzte Buch, das ich von ihm gelesen habe war „Die Kriegsbraut“ und die hat mich schon schwer beeindruckt. Mit „Angst“ hat er dieses eindringliche Leseerlebnis noch getoppt und ich danke ihm sehr dafür.

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ISBN: 978-3-499-25813-8
Verlag: Rowohlt
Preis: 9,99 €