Amélie Nothomb: “Mit Staunen und Zittern”

Amélie Nothomb: “Mit Staunen und Zittern”

Als ich Amélie Nothombs Roman “Der japanische Verlobte” gelesen hatte, entdeckte ich, dass “Mit Staunen und Zittern”, ein Buch, das ebenfalls in Japan spielt, bei mir im Regal stand.
Zwar wußte ich, dass ich es bereits gelesen hatte und wollte nur noch einmal kurz hinein schauen, doch nach drei Sätzen war klar, dass ich mich Amélies Charme nicht entziehen konnte. Also las ich dieses Buch erneut und auch dieses Mal mit sehr viel Vergnügen.
(mehr …)

Kathrin Spoerr & Britta Stuff: „Nach Feierabend“

nach_feierabendSie alle arbeiten in einem großen Unternehmen und verbringen den gesamten Tag zusammen. Aber was wissen sie wirklich voneinander? Klar, Gerüchte gibt es viele, aber was treiben die Kollegen wirklich nach Feierabend?

Dieser Frage gehen die beiden Autorinnen nach und so erfahren wir zum Beispiel dass die Pförtnerin Corinna davon träumt Bestseller-Autorin zu werden.
So schwierig kann das ja nicht sein – prompt wird gegoogelt, wie viel Text auf so eine Buchstandardseite passt. Zehn Minuten hat sie für ihre erste Seite gebraucht, 400 Seiten sollten es schon werden. Also wird schnell ausgerechnet: Ca. 67 Stunden wird sie dafür brauchen und wenn jeden Tag (auch am Wochenende) eine Stunde schreibt, ist sie in 67 Tagen fertig.  Prima, das geht doch!
Ach so, das Thema…irgendwas was alle interessiert und was sich vielleicht auch für eine Verfilmung eignet, so wie „Shades of Grey“ – aber am besten wäre es, wenn es den Kritikern auch gefallen würde.
Ja und mit diesen Vorstellungen im Hinterkopf fängt Corinna an zu schreiben und wir dürfen ihr dabei über die Schulter schauen. Das Ergebnis ist jedenfalls sehr eigen und amüsant…!

Oder da ist zum Beispiel Martin (Sachbearbeiter Sonderprojekte), der beauftragt wurde vom eingesammelten Geld für eine Kollegin, ein Geschenk zu besorgen.Er sieht das allerdings nicht so wirklich ein, denn die blöde Kuh braucht kein Geschenk und schon gar kein Teures.
Im KaDeWe gibt es ein paar Schuhe, die er sich bis jetzt verkniffen hat. Er – der Pfarrerssohn, dessen Kindheit von viel Moral und wenig Geld geprägt war und der doch in teuren Klamotten so viel besser aussieht, als in Billigen.
Ja, jetzt sind sie fällig diese Schuhe!

Dieser Roman hat viele sehr unterschiedliche Episoden, die alle etwas gemeinsam haben: Sie sind sehr abwechslungsreich und niemals langweilig.
Das Schöne ist, dass die Personen sich alle kennen, sich manchmal auch in den einzelnen Episoden begegnen, dass wir erfahren, was wer über wen denkt und dass am Schluss alles zusammengeführt wird.
Dass die beiden Autorinnen Journalistinnen sind, merkt man am klaren Tonfall, an ihrer Art und Weise Dinge auf den Punkt zu bringen und dabei den Leser blendend zu unterhalten.
Dieses Buch hat mir viel Vergnügen bereitet und nach der Lektüre muss man sich  unweigerlich die Frage stellen: Was machen meine Kollegen eigentlich nach Feierabend…?


ISBN: 978-3-8321-9765-0
Verlag: Dumont
Preis: 18,99


Das könnte Dir vielleicht auch gefallen:

Kristine Bilkau: „Die Glücklichen“

Kristine Bilkau: „Die Glücklichen“

Isabell und Georg sind beide Mitte dreißig, gut situiert und seit Kurzem Eltern.
Sohn Matti geht es prima und Isabell möchte nun nach einer längeren Pause wieder in ihren Job (sie spielt Cello in einem Musical-Orchester) einsteigen.
(mehr …)

Anne Köhler: „Ich bin gleich da“

Anne Köhler: „Ich bin gleich da“

Elsa hat für sich entdeckt, dass sie nirgendwo so gut vergessen und im Hier und Jetzt leben kann, wie in der Küche eines Restaurants. Manche brauchen hierfür Alkohol oder Drogen, Elsa braucht den Stress der Küche, klare Aufgaben, klare Ansagen.
(mehr …)

Archive