Muriel Spark: “Die Blütezeit der Miss Jean Brodie”

Muriel Spark: “Die Blütezeit der Miss Jean Brodie”

Muriel Spark gilt als eine der bedeutendsten britischen Schriftstellerinnen überhaupt.
Nach der Lektüre des Romans “Die Blütezeit der Miss Jean Brodie” weiß ich auch weshalb.
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Jean Webster: „Lieber Feind“

Jean Webster: „Lieber Feind“

“Lieber Feind” ist ein Buch, das mich sehr glücklich gemacht hat.
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Jean Webster: “Lieber Daddy-Long-Legs”

Jean Webster: “Lieber Daddy-Long-Legs”

Oh, wie zauberhaft! Die Lektüre dieses Klassikers hat mich sehr glücklich gemacht.
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Henry James: “Eine Dame von Welt”

Henry James: “Eine Dame von Welt”

In den Werken von Henry James kann ich vollkommen versinken. Er hat mich noch nie enttäuscht – jeder seiner Romane war etwas ganz Besonderes.
Was mich an “Eine Dame von Welt” besonders gereizt hat, ist, dass diese Erzählung ein Spiegelstück zu seiner Novelle “Daisy Miller”, die ich sehr gerne gelesen habe, ist. Daher war ich nun sehr gespannt, denn in “Daisy Miller” kommen die Amerikaner (beziehungsweise eine bestimmte Amerikanerin, nämlich Daisy Miller selbst) gar nicht gut weg. Wer ist sie nun, diese andere Dame, diese “Dame von Welt”?
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Henry James: “Daisy Miller”

Henry James: “Daisy Miller”

Vor 100 Jahren ist der amerikanische Autor Henry James verstorben. Aus diesem Anlaß hat dtv seine Werke in neuer Ausstattung herausgebracht und eine seiner Novellen neu übersetzen lassen: “Daisy Miller”.

Frederick Winterbourne ist Amerikaner und hält sich zur Zeit in Europa auf, genauer gesagt im idyllischen Vevey in der Schweiz. Er ist 27 Jahre alt und studiert mutmaßlich, wobei auch das Gerücht kursiert, er sei nur schon so lange in der Schweiz, weil ihm eine dort lebende ältere Dame sehr zugetan sei. Man kann dies nachvollziehen, denn Mr. Winterbourne ist ein reizender und sehr höflicher junger Mann.
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Henry James: „Die Aspern-Schriften“

9783423133371Der junge Mann, der die Werke des berühmten und bereits verstorbenen Jeffrey Aspern herausgibt, ist besessen von dem Gedanken, dass es noch irgendwo Schriften des von ihm verehrten Dichters geben muss.
Recherchen haben ergeben, dass die einstige Geliebte des Dichters noch lebt und zwar in Venedig. Einen Brief mit der Bitte ihm zu sagen, ob sie in Besitz von Schriften Asperns ist, wurde von der Dame abgeschmettert – doch der junge Mann weigert sich aufzugeben.
So reist er selbst nach Venedig und überlegt fieberhaft, wie er sich der Dame nähern könnte. Diese ist allerdings äußerst kontaktscheu und lebt mit ihrer Nichte alleine in einem großen, etwas heruntergekommenen Palazzo. Schließlich kommt dem jungen Mann die Idee, er könne so dreist sein und einfach einmal anfragen, ob die Dame ihn als Untermieter in dem doch für zwei Personen zu großen Haus aufnehmen würde.
Und siehe da, überraschenderweise hat er Erfolg: Auf Geld springt die Dame an – ja sie fordert sogar ein Vermögen – viel zu viel für die doch bescheidenen Räumlichkeiten. Aber der junge Herr denkt nur an die Aspern-Schriften, die in den Gemächern der Dame vor sich hinschlummern könnten und bezahlt den geforderten Betrag.

Allerdings bekommt er die Dame und ihre Nichte erst nach vielen Tagen zu Gesicht, da sie ihm Räume zugewiesen haben, die sehr weit entfernt der ihrigen sind. Aber er lauert und es glückt ihm, sich mit der sehr unbedarften Nichte mittleren Alters zu unterhalten.
Diese jedoch ist den Kontakt mit Menschen, besonders mit Männern nicht gewohnt und sieht in den Komplimenten des jungen Mannes etwas ganz anderes: Sie fühlt sich zum ersten Mal im Leben umworben und versteht in ihrer Naivität nicht, dass der junge Mann ganz andere Absichten hegt. Auch nicht, als er ihr von den Aspern-Schriften erzählt und jeder normale Mensch eins und eins zusammenzählen würde.

Henry James Roman ist im Jahre 1888 veröffentlicht worden und es ist unglaublich, wie modern und aktuell er ist. Seine Sprache ist fein komponiert und sehr elegant. Seine Figuren sind wunderbar vielschichtig und psychologisch ausgefeilt gezeichnet. Besonders die Art und Weise, wie er die ehemalige Geliebte Asperns (die sehr unterschiedliche Facetten hat und ein nicht gerade einfacher Charakter ist) beschreibt, ist faszinierend.
Bemerkenswert ist auch, wie Henry James das Setting, sprich Venedig, literarisch ausmalt. Wir bekommen nicht das touristische Venedig serviert, (obwohl der Baedeker auch Erwähnung findet) sondern das Venedig abseits des Markusplatzes: Das Venedig, das nicht so glamourös ist und dessen Palazzi nicht strahlen, sondern schon etwas abblättern. So schafft er eine unglaublich intensive und ganz besondere Atmosphäre, in welcher unsere drei Hauptpersonen (der junge Mann, die alte Dame und deren Nichte) fast schon wie in einem Kammerspiel agieren.
Und der Schluß hat es in sich…

„Die Aspern-Schriften“ ist ein Klassiker, den Oskar schon seit Jahren auf seiner Lese-Liste hat. Nun endlich habe ich diesen Roman gelesen und ich bin beeindruckt – ein sehr faszinierendes Buch.

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ISBN: 978-3-423-13337-1
Verlag: dtv
Preis: 8,90 €


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