Tolle Tage in der Schweiz – Das Buchfestival „Zürich liest ´16“

Tolle Tage in der Schweiz – Das Buchfestival „Zürich liest ´16“

Seit Sonntagnacht bin ich nun wieder zurück aus Zürich und es ist sehr seltsam wieder hier zu sein, so ganz ohne Veranstaltungen, gemeinsamen Bloggerfrühstück mit dem Kaffeehaussitzer, Buzzaldrins Bücher, pinkfisch und Kapri-ziös und ohne den täglichen Gebrauch von Google Maps :).

Die vier Tage in Zürich waren schlichtweg der Wahnsinn – ich bin so vielen spannenden, lieben Menschen begegnet, habe interessante Gespräche geführt und bin sehr dankbar dafür.
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Zürich liest 2016 – Ein Festival mit vielen Highlights

Zürich liest 2016 – Ein Festival mit vielen Highlights

Vom 26. bis 30. Oktober findet in Zürich das Literaturfestival “Zürich liest” statt, von dem ich in diesem Jahr berichten darf. Meinen Festivalplan habe ich vor Kurzem online gestellt, doch aus diesen vielen spannenden Veranstaltungen einzelne auszuwählen war wirklich schwierig.
Daher folgen nun die die Veranstaltungen die ich wahnsinnig gerne besuchen würde, könnte ich mich zweiteilen:
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Jill Alexander Essbaum: “Hausfrau”

Jill Alexander Essbaum: “Hausfrau”

Es ist ein sehr faszinierendes Buch, mit dem Jill Alexander Essbaum da aufwartet.
Das liegt vor allem am Charakter der Hauptfigur, die so ganz anders mit dem Leben in einem fremden Land umgeht. Nämlich gar nicht. Sie verweigert sich der Umwelt, oder besser gesagt, sie hat ihre eigenen Methoden zur Ablenkung vom Dasein in der Schweiz gefunden.
Glücklicher und sympathischer macht sie das zwar nicht, aber genau diese Art der Lebenseinstellung hat mir ein einzigartiges Leseerlebnis beschert.
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Henry James: “Daisy Miller”

Henry James: “Daisy Miller”

Vor 100 Jahren ist der amerikanische Autor Henry James verstorben. Aus diesem Anlaß hat dtv seine Werke in neuer Ausstattung herausgebracht und eine seiner Novellen neu übersetzen lassen: “Daisy Miller”.

Frederick Winterbourne ist Amerikaner und hält sich zur Zeit in Europa auf, genauer gesagt im idyllischen Vevey in der Schweiz. Er ist 27 Jahre alt und studiert mutmaßlich, wobei auch das Gerücht kursiert, er sei nur schon so lange in der Schweiz, weil ihm eine dort lebende ältere Dame sehr zugetan sei. Man kann dies nachvollziehen, denn Mr. Winterbourne ist ein reizender und sehr höflicher junger Mann.
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Roman Graf: “Niedergang”

Roman Graf: “Niedergang”

Niedergang ist eines der Bücher, auf die ich mich schon länger gefreut habe. Zu Recht, wie sich schon nach wenigen Seiten dieser Lektüre herausgestellt hat.

Louise und ihr Freund André haben eine groß angelegte Wanderung geplant. Naja, geplant hat eigentlich eher André, der ein absoluter Wanderfreak ist und Herausforderungen liebt. Seine schönsten Erinnerungen hat er aufgrund von Extremen: Extremer Belastung und extremer Überanstrengung.
Zur Vorbereitung haben die beiden Touren um Berlin herum gemacht und sogar an einem Kletterkurs teilgenommen, denn bei der großen Tour in der Schweiz soll der Gipfel kletternd erreicht werden.
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Charles Lewinsky: „Melnitz“

Charles Lewinsky: „Melnitz“

Ja, ich habe eins. Ein absolutes Lieblingsbuch: „Melnitz“.
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Pedro Lenz: „Der Goalie bin ich“

769b307a341fd23a7af599096346d7fcJa, der Goalie. Ein Jahr hat er nun im Gefängnis gesessen und jetzt ist er draußen. Verpfiffen hat er niemanden, würde er nie tun, denn Freunde sind Freunde und die verpfeift man nicht.
Geschwiegen hat er, obwohl er mit der Sache ja eigentlich gar nichts zu tun gehabt hat; also fast gar nichts – gut, in einer Sache hat er vielleicht nicht so ganz überlegt gehandelt und ist blöderweise stur geblieben.

Jetzt ist er wieder in seinem Heimatort in Schummertal bei Olten in der Schweiz und dort ist es wie vorher. Im „Maison“ ist der Chef Pesche etwas grummelig, der Postbote (und Grämmchendealer) trinkt wie immer dort seinen Kaffee und der Goalie trinkt aus Gewohnheit auch einen Kaffee mit Schuss mit.
Die Regula bedient im „Maison“ und die Regula hat es dem Goalie angetan. Irgendwie mag er sie, aber sie hat ja einen Freund, den Buddy und der lässt sich ja nicht so einfach wegzaubern – obwohl der Goalie das gerne täte, denn der Buddy ist schon etwas grober und seiner Ansicht nach nicht der Richtige für die Regula. Und das wär´ der Goalie eben gern: Der Richtige.
Aber er ist halt so, wie er ist: Redet sehr gerne und viel, interessiert sich für Details, die manchen nicht einmal auffallen und er ist noch etwas: Etwas naiv. Und gutgläubig. Aber nach diversen Ereignissen muss auch der Goalie feststellen, dass seine Freunde vielleicht die Sache mit der Freundschaft nicht so genau nehmen, wie er es tut. Und langsam dämmert es ihm, dass seine Freunde ihn damals, bevor er in den Knast gekommen ist, vielleicht ganz dreist reingelegt haben….tja und da kommt der Goalie doch arg ins Grübeln…
„Der Goalie bin ich“ ist in einem wunderbaren Tonfall geschrieben. Geschrieben wie gedacht, wie der Goalie denkt eben. Und das ist richtig toll, denn es lässt einen direkt spüren, wie das ist, wenn man die ganze Zeit an das Gute glaubt, selbst im Gefängnis, obwohl man weiß, dass es eigentlich nicht Recht ist, was einem da geschehen ist und dass man trotzdem auf seine Freunde kein Haar kommen lässt, obwohl die dafür verantwortlich sind, dass man einsitzt.
Und wie man dann so langsam versteht, Moment mal, ich war die ganze Zeit loyal und die, die haben mich reingelegt…das spürt man wirklich am eigenen Leibe, wie es so langsam „klick“ macht.
Ich habe mir die ganze Zeit gewünscht, dass der Goalie mal Glück hat – verdient hätte er es. Ob er es haben wird? Je nun, man wird sehen…tja, der Goalie.


ISBN:   978-3-0369-5918-4
Verlag: Kein & Aber
Preis: 9,90 €


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ISBN: 978-3-257-24280-5
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Preis: 10,90 €


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