Eric Nil: “Abifeier”

Eric Nil: “Abifeier”

Eric Nil ist ein witziger, wahrer und rasanter Roman gelungen, der vor allem eines kann:
Blendend unterhalten.
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Liad Shoham: “Das Blut an euren Händen”

Liad Shoham: “Das Blut an euren Händen”

Sucht man nach lieferbaren Kriminalromanen israelischer Autoren in deutscher Sprache, so wird man nicht Unmengen, sondern nur eine Handvoll Titel finden.

Einer der Autoren, der allerdings gleich drei dieser Titel verfasst hat, ist der israelische Schriftsteller und Anwalt Liad Shoham, der gerne als “John Grisham Israels” bezeichnet wird.
Dass diese Bezeichnung treffend ist, kann ich nach der Lektüre von “Das Blut an euren Händen” nur bestätigen.
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Ayelet Gundar-Goshen: “Löwen wecken”

Ayelet Gundar-Goshen: “Löwen wecken”

Nachdem zwei meiner Kolleginnen so von diesem Buch geschwärmt haben und auch einige Kunden so begeistert berichteten, habe ich beschlossen “Löwen wecken” endlich zu lesen, zumal es gerade als Taschenbuch erschienen ist.
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Celeste Ng: “Was ich euch nicht erzählte”

Celeste Ng: “Was ich euch nicht erzählte”

Eigentlich hatte ich hinter diesem Titel einen Kriminalroman vermutet. Doch nach ein paar gelesenen Seiten war klar, dass der Tod Lydias nur Beiwerk ist, denn dieses Buch ist ein kritischer Gesellschaftsroman, der uns eine Familie zeigt, die gegen die gesellschaftlichen Konventionen, die in den 70er Jahre in Amerika herrschen, verstößt: Lydias Mutter ist eine Amerikanerin, ihr Vater ein Chinese.
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Jesper Wung-Sung: “Opfer”

Jesper Wung-Sung: “Opfer”

Kürzlich prämierte die Stiftung Buchkunst die schönsten Bücher des Jahres 2016.“Opfer” ist eines davon.
Aber nicht nur optisch ist dieses Buch gelungen – es wartet auch mit einer spannenden Geschichte auf, deren Thema das reine Überleben ist.
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Jakob Arjouni: “Hausaufgaben”

Jakob Arjouni: “Hausaufgaben”

Vor einiger Zeit hatte ich in der Buchhandlung ein Gespräch mit einem Kunden über Lieblingsbücher.
Ich erzählte ihm von “Melnitz” und “Scoop” und er sagte mir “Hausaufgaben” von Jakob Arjouni sei sein absoluter Favorit.
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Dianne Touchell: “Kleiner Wahn”

Dianne Touchell: “Kleiner Wahn”

Rose und Michael lieben sich – auf eine wunderbar zarte Art und Weise. Zum Beispiel strecken sie im Schulflur, wenn sie sich sehen, die Hände nacheinander aus, wenn sie aneinander vorbeilaufen und berühren sich ganz leicht. Das ist Liebe.

Rose und Michael kommen aus geordneten Verhältnissen. Allerdings wird in beiden Familien sehr viel Wert darauf gelegt, anständig zu sein.
Roses Mutter zum Beispiel ist zwar etwas enttäuscht darüber, dass Rose nicht so hübsch ist, ist sich doch sicher, dass ihre Tochter bestimmt irgendein außergewöhnliches Talent hat, das es zu finden gilt.
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Anne Tyler: „Der leuchtend blaue Faden“

Anne Tyler: „Der leuchtend blaue Faden“

Anne Tyler hat  im Jahre 1988 für ihren Roman “Atemübungen”, der leider vergriffen ist, den Pulitzer Prize bekommen. Schon damals war eines klar: Was sie kann, wie keine Zweite, ist Normalitäten beschreiben. Man weiß, es wird keine riesengroßen Schockmomente oder unerwartete, alles verändernde Ereignisse geben, aber darauf kommt es auch gar nicht an.
Der Alltag, die zwischenmenschlichen Beziehungen, das Seelenleben der Figuren sind ihr Thema. Das Handeln steht nicht im Vordergrund, sondern das Fühlen.
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Pierre Lemaitre: „Wir sehen uns dort oben“

Pierre Lemaitre: „Wir sehen uns dort oben“

Die letzten Tage des Ersten Weltkrieges sind angebrochen und Hauptmann Pradelle hat es noch immer nicht geschafft, Ruhm und Ehre zu erlangen. Viel Zeit bleibt ihm nicht mehr.
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Joachim Meyerhoff: „Wann wird es endlich wieder so, wie es nie war“

9783462046816_10Meine Mutter hat vor einigen Wochen gesagt: „Das musst Du lesen!“ und die Medien waren ja auch so begeistert – was dazu führte, dass ich dachte, naja, Deine Erwartungen sind ja eh schon so hoch…das wird bestimmt nichts…

Tja und dann bekam ich dieses Buch geschenkt und nach zehn Seiten wußte ich: Das ist wirklich super!

Es geht um Joachim, der mit seinen beiden Brüdern und dem Familienhund auf dem Anstaltsgelände einer Kinder- und Jugendpsychiatrie lebt, was daher kommt, dass sein Vater der Leiter dieser Anstalt ist. So wächst er also zwischen hunderten von körperlich und geistig Behinderten auf und fühlt sich eigentlich sehr wohl. Mit dem jungen Patienten Ferdinand zum Beispiel verbindet ihn eine wunderbare Freundschaft. Ferdinand ist immer sehr gut angezogen und ein sehr begabter Zeichner. Allerdings hat er die Eigenart immer nur ein einziges Motiv zu zeichnen: Katzen im Querschnitt. Und daher hängen in Joachims Kinderzimmer keine normalen Tierposter, sondern ca. zwanzig Bilder von Katzen im Querschnitt.
Auch mit dem Famileinhund verbindet Joachim eine tiefe Freundschaft. Als er im Fernsehen Winnetou und Old Shatterhand beim Blutsbrüderschaft schließen sieht, denkt er sich: Das machen der Hund und ich auch…!

Ob der Hund das auch so befürwortet, wie das Badezimmer danach aussieht und was der Vater dazu meint, das lest ihr am besten selbst, denn ich will hier keine weitere dieser genialen, komischen aber manchmal auch melancholisch-tragischen Anekdoten vorweg nehmen…dazu sind die einfach zu köstlich!


ISBN:  978-3-462-04681-6
Verlag: Kiepenheuer & Witsch
Preis: 9,99 €


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