J.Courtney Sullivan: „Sommer in Maine“

Sommer in Maine  CoverAls Alices Mann Daniel noch lebte, waren die Sommer in Maine im Ferienhaus immer wunderschön. Die ganze Familie war da, man amüsierte sich und genoß den Strand und die Sonne. Es funktionierte nicht zuletzt deshalb so gut, weil Daniel es immer gelang, als „Puffer“ zwischen seiner Frau und seinen Kindern zu agieren.
Doch seit Daniel tot ist, ist alles anders: Die Kinder und ihre Familien kommen nicht mehr alle zusammen, sondern jeweils abwechselnd für einen Monat, denn auch untereinander sind sich alle nicht ganz grün. Und eigentlich kommen sie auch nicht, weil sie Spaß daran haben, sondern aus reinem Pflichtbewußtsein Alice gegenüber, die sich mittlerweile zu einer wirklichen Giftspritze gemausert hat.
Doch diesen Sommer ist alles anders: Enkelin Maggie ist schwanger und muss einfach raus aus New York, auch wenn sie für einen anderen Monat in Maine eingeplant war. Und so treffen sie und ihre perfekte Schwägerin unverhofft aufeinander…was keiner von beiden in den Kram passt…

Ich dachte eigentlich immer, „Sommer in Maine“ sei ein fluffiges Sommerbuch für den Strand, doch nach wenigen Seiten war mir klar, dieses Buch geht tiefer. Es geht um Familienverhältnisse, die schon lange im Argen liegen und darum, dass keiner dem anderen über den Weg traut – um Intrigen und lange gehütete Geheimnisse, die die Frauen der Familie voreinander haben.
Ein Buch voll von fein gezeichneten Charaktere und unterschiedlichen Lebensentwürfen und davon, dass sich andere nicht immer so verhalten, wie man es gerne möchte. Ein Buch, das mich überrascht und mir sehr gut gefallen hat.


ISBN:  978-3-8333-0951-9
Verlag: Berlin Verlag
Preis: 9,99 €

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