Leila Slimani: “Das Land der Anderen”

Leila Slimani: “Das Land der Anderen”

Diese Besprechung habe ich im Rahmen einer bezahlten Kooperation mit dem Luchterhand Verlag verfasst – was meine Meinung zum Buch nicht beeinflusst hat.

Als Mathilde im April 1947 in Marokko auf einem Eselskarren sitzt, der sie zu ihrem neuen Zuhause fährt, weiß sie, wie sich ihr Mann Amine vor ein paar Monaten in Frankreich gefühlt haben muss: Hilflos.
So ist das wohl, wenn man in einem Land ankommt, das einem fremd ist.

Mathilde lernt Amine 1944 im Elsass kennen. Er gehört dem Spahi-Regiment an und ist in der Nähe von Mulhouse stationiert. Die beiden geben ein nicht ganz alltägliches Paar ab.
Die große Mathilde und der marokkanische Offizier, der einen einen Kopf kleiner ist als sie.

Als sie heiraten, spürt Mathilde, dass ihre Freundinnen sie um diese Beziehung, dieses Abenteuer, beneiden.
Ein Abenteuer, das noch größer wird, als Amine einen Hof in Marokko erbt. Die beiden beschließen dorthin zu ziehen, denn Amines Traum ist es, in diesem trockenen Gebiet etwas anzubauen und den Boden zu bewirtschaften. Wie es sein Vater damals geplant hatte.

Allerdings liegt dieser Hof außerhalb der Stadt Meknes. Wenn man kein Auto besitzt (und woher sollten Mathilde und Amine das Geld dafür haben) muss man (mehr …)

Monatsrückblick – April & Mai 2021

Monatsrückblick – April & Mai 2021

In den letzten beiden Monaten habe ich mich mit den neuen Programmen der Verlage beschäftigt und viele Neuerscheinungen entdeckt, die im Herbst 2021 lesen möchte.
Des Weiteren habe habe ich viel gemalt (wer sich dafür interessiert, kann gerne mal auf meinem Instagram-Kanal vorbeischauen) und natürlich auch gelesen.
Ein Jahreshighlight war auch dabei:

Joyce Carol Oates: “Cardiff am Meer”*

Clare ist als zweijähriges Kind (nicht als Baby wohlgemerkt) adoptiert worden.
Wer ihre leiblichen Eltern sind, weiß sie nicht und hatte auch bisher kein wirkliches Interesse daran, dies herauszufinden.
Bis jetzt. Bis zu diesem Anruf.
Ein Anwalt sagt ihr, dass sie etwas vererbt bekommen habe.
In Cardiff am Meer…

Seit ich “Sieben Reisen in den Abgrund” und “Pik-Bube” gelesen habe, bin ich ein absoluter (mehr …)

Pete Johnson: “Wie man seine Eltern erzieht”

Pete Johnson: “Wie man seine Eltern erzieht”

Das hat Luis gerade noch gefehlt. Nach 12 Jahren (also seinem gesamten bisherigen Leben) muss er mit seiner Familie umziehen und die Schule wechseln.
Aber da er ein sehr umgänglicher Typ mit viel Humor ist, hat er generell keine Probleme damit, sich schnell zu integrieren.

Doch für seine seine neuen Klassenkameraden scheinen Humor und Spaß ein Fremdwort zu sein. Theo zum Beispiel hat keine Miene verzogen, als Luis auf seine Frage, ob er Australier sei “Nur vormittags.” antwortete.
Na super. Eine Spaßbremse.
Eine Dauerlern-Spaßbremse, die (wie alle anderen in der Klasse) von der Schule abgeholt und dann gleich zu irgendwelchen Nachmittagslernkursen kutschiert wird.
Spinnen die?! Vormittags Schule und dann noch am Nachmittag weiterlernen? Wo bleibt da das Leben, die Freizeit, der Spaß…..?!
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Auf diese Neuerscheinungen freue ich mich im Herbst 2021

Auf diese Neuerscheinungen freue ich mich im Herbst 2021

Das wird ein toller Herbst! Es erscheinen so viele Bücher, die mich brennend interessieren.
Wann soll ich das denn alles lesen?! Ich bin ja noch nicht mal ansatzweise mit den Neuerscheinungen des Frühjahrs durch…
Aber egal. Eins nach dem anderen.
Hier sind die Romane, auf die ich mich in den kommenden Monaten besonders freue:
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Alex Marzano-Lesnevich: “Verbrechen und Wahrheit”

Alex Marzano-Lesnevich: “Verbrechen und Wahrheit”

Ein großes, tiefes Buch, das mich sowohl sprachlich, als auch inhaltlich überzeugt und sehr bewegt hat. „Verbrechen und Wahrheit“ ist eines meiner Highlights des Jahres.

Alex wird niemals den Tag vergessen, an welchem sie das Video sah.
Das Video mit Ricky Langley.

Alex studiert Jura und macht ein Praktikum in einer Kanzlei, die sich auf die Verteidigung von Menschen spezialisiert hat, die des Mordes angeklagt sind. Bei allen Klienten ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass sie zum Tode verurteilt werden.
Alex ist klar gegen die Todesstrafe.
Doch als sie auf einem Video das Interview mit Ricky Langley sieht, der (mehr …)

Bertie Fraser & David Edmonds: “Undercover Robot – Mein erstes Jahr als Mensch”

Bertie Fraser & David Edmonds: “Undercover Robot – Mein erstes Jahr als Mensch”

Ich habe so viel gelacht. Ein intelligentes und witziges Buch mit einer Hauptfigur, die man einfach lieben muss.
Super!

Dottys ist elf Jahre alt, hat blonde Haare und sollte ursprünglich einmal “Roberta” heißen.
Geht’s noch?!
Da entwickelt ein Team von hochintelligenten Spezialisten einen Roboter und dann fällt ihnen nichts besseres ein, als diesen ROBERTA zu nennen?!

Schließlich kann Dotty sich bei der Namensgebung durchsetzen und eigentlich sollte dieser Moment in die Geschichte eingehen. Denn es ist das erste Mal, dass sich menschliche Wissenschaftler von einer künstlichen Intelligenz überzeugen lassen. (mehr …)

Auf diese Taschenbuch – Neuerscheinungen freue ich mich im Frühjahr 2021

Auf diese Taschenbuch – Neuerscheinungen freue ich mich im Frühjahr 2021

Auch in diesem Frühjahr erscheinen einige Romane, die ich bereits in der gebundenen Ausgabe gelesen habe, als Taschenbuch.
Aber nicht nur das neue Format haben diese Bücher gemeinsam, sondern auch die Tatsache, dass sie mich alle restlos begeistert haben.

Gleich der erste Titel (der übrigens schon lieferbar ist) ist eines meiner absoluten Herzensbücher: (mehr …)

Juli Zeh: “Über Menschen”

Juli Zeh: “Über Menschen”

Eigentlich hatte ich nicht vor, dieses Buch zu lesen. Der Grund hierfür war, dass “Über Menschen” ein Corona-Setting hat – und darauf hatte ich einfach keine Lust.
Dann blätterte ich “nur mal kurz” hinein – und konnte diesen Roman nicht mehr aus der Hand legen.
Super!

Bis Greta Thunberg in Doras bzw. in Roberts Leben trat, war eigentlich alles in Ordnung.
Die beiden lebten zusammen in Berlin, Dora arbeitete in einer Werbeagentur als Texterin und Robert als freier Journalist.
Dann kam Greta – und gab Roberts Leben einen Sinn: Er war dazu berufen, Klimaaktivist zu sein.

Fortan hielt er ihr Vorträge zum Thema Umweltschutz und (mehr …)

Monatsrückblick –  März 2021

Monatsrückblick – März 2021

Im März habe ich unter anderem zwei Bücher gelesen, die zu meinen Highlights des Jahres 2021 zählen:

Juli Zeh: “Über Menschen”

Dora hat es in Berlin nicht mehr ausgehalten. Zum einen wegen des Lockdowns, aber eigentlich viel mehr wegen ihres Freundes Robert, der sich sehr verändert hat. Erst wurde er zum Klimaaktivisten und jetzt ist er selbsternannter Corona-Experte, der davon überzeugt ist, dass es nur eine Sicht der Dinge gibt: Nämlich seine.
Deshalb hat Dora sich (mehr …)

Ashley Audrain: “Der Verdacht”

Ashley Audrain: “Der Verdacht”

Ein Spannungsroman zum Thema Mutterschaft, Ehe, Familie und über eine Frau, deren Kind etwas…nunja…anders ist.
Super!

Blythe hat ihr Auto, wie so oft, an der gleichen Stelle angehalten.
Es ist bereits dunkel, doch die Vorhänge sind noch nicht zugezogen.
So kann ihr Blick ungehindert ins Wohnzimmer seiner neuen Familie fallen. Er ist glücklich, das sieht sie. Wer wäre es in seiner Situation auch nicht?!
Er hat jetzt das, was er immer wollte. Was ihm so wichtig war: Einen Sohn, seine Tochter Violet (deren Mutter Blythe ist) und eine neue Frau.
Eine neue Frau, die Violet liebt.
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