Kate Scelsea: “Fans des unmöglichen Lebens”

Kate Scelsea: “Fans des unmöglichen Lebens”

Manchmal lese ich Buch und denke: “Oh, das war aber spannend!” oder “Die Story war richtig gut!”.
Und dann gibt es diese Bücher, die in mir etwas auslösen, die mich mithoffen und mitleiden lassen. Bücher, die wirklich tiefe Emotionen wecken.
“Fans des unmöglichen Lebens” ist so ein Buch.

Mira hat sich fest vorgenommen, nicht gleich am ersten Tag wieder zur Krankenschwester zu rennen und sich dort auf die Liege zu legen. Oder besser gesagt, um sich zu verstecken. Um unsichtbar zu werden und nicht den Vermutungen andere ausgeliefert zu sein.
Bis zur Mittagspause hat sie es auch geschafft.
Dann ging es einfach nicht mehr. Aber immerhin.
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T. Christian Miller & Ken Armstrong: “Falschaussage – Eine wahre Geschichte”

T. Christian Miller & Ken Armstrong: “Falschaussage – Eine wahre Geschichte”

Brillant recherchiert und preisgekrönt.

Marie ist 18 Jahre alt, als sie im Jahr 2008 nachts aufwacht und spürt, dass da etwas an ihrem Hals ist. Ein Messer. Wenn sie sich ruhig verhält, wird ihr nichts geschehen, sagt der ganz in schwarz gekleidete Mann, der es an ihre Kehle hält und sie in den folgenden Stunden immer wieder vergewaltigt.
Am nächsten Tag geht Marie zur Polizei und erstattet Anzeige.

Insgesamt fünf Mal muss sie detailliert von den Vergewaltigungen berichten, denn ihre Schilderungen unterscheiden sich in kleinen Details. Bei den Polizisten kommen leise Zweifel auf. (mehr …)

Anna Böhm: “ Emmi und Einschwein – Einhorn kann jeder!”

Anna Böhm: “ Emmi und Einschwein – Einhorn kann jeder!”

Ein fabelhaftes und witziges Buch für Leser jeden Alters.

Jedes Kind, das in Wichtelstadt lebt, hat an seinem zehnten Geburtstag Fabeltag. Das heißt, dass es an diesem Tag ein Fabeltier bekommt, das für immer an seiner Seite bleiben wird.

Emmi wird in zwei Tagen zehn und ist schon sehr aufgeregt. Sie wünscht sich nichts sehnlicher, als übermorgen ein Einhorn zu bekommen. Denn Einhörner sind sehr, sehr selten und wenn sie mit einem solchen Fabelwesen zusammen in der Schule auftaucht, werden die anderen Kinder nett zu ihr sein und sie mögen.
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Monatsrückblick – Oktober 2020

Monatsrückblick – Oktober 2020

In diesem Monat habe ich (unter anderem) eine Buchreihe entdeckt, bei welcher ich mich frage, weshalb ich sie nicht schon viel früher gelesen habe:

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Jill Ciment: “Anatomie eines Prozesses”

Jill Ciment: “Anatomie eines Prozesses”

F-17 und C-2 lernen sich vor Gericht kennen. F-12 ist Professor an der medizinischen Fakultät, C-2 ist Fotojournalistin. Beide wurden als Geschworene geladen. Um was es im Prozess geht, wissen sie nicht.

C-2s Mann ist 86, sie selbst 52 Jahre alt, deshalb hätte sie schon einen Grund, die Hand zu heben, als die Richterin die Frage stellt, ob sich einer der Geschworenen nicht in der Lage dazu sieht, seine Pflicht auszuüben. Der Prozess könne einige Wochen dauern und vielleicht wird die Jury sogar isoliert.

Kann sie ihren Mann alleine lassen? Einen Mann, der mit dem Pulitzer-Prize ausgezeichnet worden ist und der ein unglaubliches Wissen hat. Einen Mann, dessen Verstand hellwach ist, der aber beginnt, alltägliche Dinge zu verlieren. Wörter, Schlüssel, das Gefühl für Distanzen.
Doch C-2 hebt die Hand nicht. Sie wird ihre Pflicht als Geschworene tun.
In einem Mordprozess.

Man könnte jetzt zu dem Schluss kommen, dass der Fall, der verhandelt wird, der Mittelpunkt des Romans ist. Doch dem ist nicht so.
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Alafair Burke: “Die perfekte Schwester”

Alafair Burke: “Die perfekte Schwester”

Durch Alafair Burkes Krimi “The Wife” habe ich gelernt, wie die Zusammenarbeit zwischen der Polizei und der Staatsanwaltschaft abläuft und wusste bis zum Ende nicht, was hier eigentlich gespielt wird.
Genauso war es bei “Die perfekte Schwester” – mit dem Unterschied, dass ich hier unter anderem einiges über die Verteidigungsstrategien von Anwälten erfahren habe.

Chloe Taylor hat es geschafft. Als Chefin des Magazin “Eve” hat sie im Zuge von #metoo eine Kampagne ins Leben gerufen, die sich mit sexuellem Missbrauch und sexueller Belästigung am Arbeitsplatz befasst. Diese Kampagne hat sie berühmt gemacht hat. (mehr …)

Antje Szillat: “Eddie Fox und der Spuk von Stormy Castle”

Antje Szillat: “Eddie Fox und der Spuk von Stormy Castle”

Graf Eddie (eigentlich hat er insgesamt sechs Vornamen, aber die kann sich ja sowieso niemand merken) lebt mit seiner Freundin, der leicht kurzsichtigen Fledermaus Tilly auf der Burg “Stormy Castle” und ist dort sehr glücklich. Seit 299 Jahren. Wir sehen schon, Eddie ist kein normaler kleiner Graf.
Er lebt seit 288,25 Jahren als Geist und kann sich selbst nicht im Spiegel sehen.  Das ist jedoch nicht schlimm, denn er weiß sich gut zu kleiden. Dafür braucht er keinen Spiegel.

Eines morgens schaut Fledermaus Tilly in den Hof hinunter und bekommt direkt einen Schluckauf. Wie immer, wenn sie sich aufregt. Deshalb dauert es auch etwas, bis Eddie verstanden hat, was Tilly ihm da erzählt.
Im Hof sind zwei Männer, die ganz viele Kartons in die Burg tragen. Und sich darüber unterhalten, dass sie noch ganz schön viele Tische und Stühle in die Klassenzimmer tragen müssen.
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Meera Sodha: “Indisch vegetarisch – 130 schnelle & einfache Rezepte für jeden Tag”

Meera Sodha: “Indisch vegetarisch – 130 schnelle & einfache Rezepte für jeden Tag”

Seit ich mir vor einiger Zeit das Kochbuch “Original indisch” angeschafft habe, bin ich Meera Sodha vollkommen verfallen.
Nicht nur ihre Rezepte gelingen (auf Anhieb!) wunderbar und sind superlecker, nein die reine Lektüre ihrer Kochbücher ist zudem einfach ein Vergnügen. Ich hatte beim Lesen der kurzen Texte zu den Rezepten immer das Gefühl, dass Meera Sodha mit mir (und wirklich nur mir) plaudert.
Das ist wirklich bemerkenswert.

Dass ich mir ihr zweites Kochbuch “Indisch vegetarisch” zulegen würde, war also nur eine Frage der Zeit.
Und was soll ich sagen: Ich bin hin & weg!
Wenn ich (rein theoretisch) meine Kochbuchsammlung auf drei Titel reduzieren müsste (eine grauenhafte Vorstellung!!), so dürfte  Meera Sodhas “Indisch vegetarisch” definitiv im Regal bleiben. 
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Joyce Carol Oates: “Sieben Reisen in den Abgrund”

Joyce Carol Oates: “Sieben Reisen in den Abgrund”

Was für ein Buch!
“Sieben Reisen in den Abgrund” ist definitiv eines meiner Highlights des Jahres 2020.

Der Plan ist, sie nicht merken zu lassen, was hier gespielt wird. Denn eine Maisjungfer muss vollkommen ahnungslos sein. Was nur logisch ist, da sie ja sonst keine Maisjungfer, sondern ein Opferlamm voller Angst wäre.
Jude spielt ihre Rolle jedenfalls gut. Die Maisjungfer (die in einem früheren Leben Marissa hieß) ist voller Vertrauen. Sie lechzt geradezu nach Liebe und Zuneigung – und läuft so direkt in ihr Verderben….
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Monatsrückblick – August & September 2020

Monatsrückblick – August & September 2020

Im August ist die Longlist des Deutschen Buchpreis 2020 bekannt gegeben worden. Ich habe zwar keinen einzigen der zwanzig nominierten Romane gelesen, es aber immerhin geschafft eine Link-Liste mit Rezensionen der Titel zu veröffentlichen.
Im September folgte dann die Shortlist. Eine Rezensionsliste mit Links gibt es natürlich ebenfalls. Ich versuche diese nach wie vor zu ergänzen und bin gespannt, welcher der sechs Titel am 12. Oktober das Rennen machen wird.

Des weiteren habe ich eine Übersicht der Bücher veröffentlicht, die ich bereits in der gebundenen Ausgabe gelesen habe und die im Herbst 2020 als Taschenbuch erscheinen werden.

Natürlich habe ich auch gelesen.
Und zwar diese Bücher:

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