Das Literarische Quartett: Die Sendung am 11.August 2017 – Ein Kommentar

Das Literarische Quartett: Die Sendung am 11.August 2017 – Ein Kommentar

Die Sendungen des Literarischen Quartetts nehme ich mir immer auf, zumal mir die Ausstrahlungszeit einfach zu spät ist – besonders, wenn ich am Tag darauf arbeite.
Gerade habe ich die aktuelle Sendung gesehen und muss sagen, dass sie mir gefallen hat.

Was mir erneut aufgefallen ist, ist die Tatsache, dass Thea Dorn wirklich druckreife Sätze formuliert. Dabei wirken diese nicht auswendig gelernt, wie es bei Volker Weidermann so manches Mal der Fall ist, nein sie kommen ganz natürlich daher.
Allein diese Gabe Dorns bewundere ich sehr. Ohne diese Sendung hätte ich vielleicht nie erfahren, was für eine intelligente, eloquente und beeindruckende Frau Thea Dorn ist. Allein dafür hat sich das Literarische Quartett für mich gelohnt.
Insgesamt war auch diese Sendung schön und inspirierend, zumal ich auf alle vier Titel sehr gespannt gewesen bin.

» Hier geht es zu meinem Kommentar der Titelauswahl.

Zu den Büchern:

Virginie Despentes: “Das Leben des Vernon Subutex”

Ijoma Mangold ist es, der dieses Buch ausgewählt hat und er erzählt, dass er Virginie Despentes Roman “Fick Dich” (dessen Verfilmung ein Skandal war und der einzige Film ist, der nach 1945 in Frankreich verboten wurde) im Nachhinein als zu grob empfinde.
In “Das Leben des Vernon Subutex” behalte Despentes zwar ihre Themen bei, doch schildere diese wesentlich subtiler.

Hierbei handele es sich um die klassische Abstiegsgeschichte, die im Pennertum ende, so Mangold. Besonders der Weg dorthin habe ihn fasziniert.
Vernon Subutex klappert im Roman, nachdem er seinen Plattenladen verkaufen musste und keine Bleibe mehr hat, seine Facebook-Freunde ab, um Unterschlupf zu bekommen.
So biete sich dem Leser ein buntes Panorama der französischen Gesellschaft, das “Feuer unter dem Arsch” habe.

Bei aller Feurigkeit sei dieses Werk jedoch besonders zart im Detail, zum Beispiel im Falle der Geschichte des Mädchens Danielle, die zunächst vom Körperbau ganz normal ist, dann jedoch stark zu zunimmt.
Jetzt muss sie feststellen, dass sie augfrund ihrer Fülle für ihre Mitmenschen unsichtbar geworden ist. Daraufhin nimmt sie 25 kg ab und bemerkt schnell, dass ihr neuer Körper besonders sie Blicke der Männer auf sich zieht, was ihr jedoch nicht wirklich behagt.
Sie beschließt zum Jungen zu werden.

Mangold ist sehr begeistert von diesem Werk und stellt fest, dass seit ca. fünf Jahren wieder richtig gute Literatur aus Frankreich komme. Vor 25 Jahren sah das, so Mangold, noch ganz anders aus.

Christine Westermann, stellt fest, dass sie sehr froh ist, ein Teil des Literarischen Quartetts zu sein, da sie so Bücher gelesen habe, zu welchen sie sonst nie gegriffen hätte. Wie zum Beispiel zu diesem: Die Geschichte von Vernon Subutext habe sie vollkommen mitgerissen.
Den Anfang des Buches fand sie großartig, sowie die Tatsache, dass es in Episoden geschrieben sei.
Einzig die vulgäre Sprache habe sie ein wenig gestört. Dass sehr viele französische Bands und Zeitschriften erwähnt werden (Virginie Despentes hat einmal in einem Plattenladen gearbeitet) finde sie auch eher suboptimal. Sie habe dann einfach über diese Stellen hinweg gelesen.
Jedoch freue sie sich sehr auf Band 2 und 3 des Buches, die bisher noch nicht übersetzt worden sind.

Volker Weidermann hält dieses Buch für DEN Gesellschaftsroman schlechthin, wobei die Welt sich vollkommen verändere, die Hauptfigur jedoch stehen bleibe. “Vernon Subutex” sei ein “Panoptikum der Loser”, das durch seine phantastische Plastizität brilliere.

Thea Dorn sagt, dass Despentes so schreibe, wie ein aufgeklapptes Rasiermesser. Das Buch habe wunderbare Episoden, doch stellt sie sich die Frage, ob es sich die Autorin nicht zu einfach mache. Diese Hasstirade auf den Kapitalismus, der an allem Schuld sei. Im Grunde handele es sich um einen antikapitalistischen Nihilismus, wie bei Houellebecq. Das sei zwar einerseits reizvoll, aber für DEN großen Gesellschaftroman wäre das zu einfach.

Dies findet wiederum Volker Weidermann zu einfach. Virginie Despentes sei in ihrer Analyse nicht ganz so klar, wie von Thea Dorn geschildert.
Diese fühlt sich etwas an Sibylle Bergs “Ein paar Leute suchen das Glück und lachen sich tot” erinnert. Es handele sich also bei Despentes um keinen Ton, den man noch nie gehört habe.
Vielen Dank für den Tipp Frau Dorn, Sibylle Berg kommt sofort auf meine Liste.

Ich glaube, dass Vernon Subutex sehr spannend ist. Eigentlich sollte es erst am 17.8.2017 erscheinen, doch wie ich gesehen habe, ist es online schon lieferbar.
Als ich am Samstag gearbeitet habe, war es zwar noch nicht im Laden, doch vielleicht kommt es ja zu Beginn der neuen Woche. Das hoffe ich zumindest sehr, denn gewöhnlich ebbt die Nachfrage nach einem Titel, nachdem dieser in der Presse, bzw. im Fernsehen besprochen worden ist relativ schnell ab.

In diesem Fall haben wir jedoch Glück, denn die Buchmesse steht vor der Tür. Da das Gastland in diesem Jahr Frankreich ist, wird “Vernon Subutex” mit Sicherheit noch viele Besprechungen bekommen. Eine Rezension in der Zeit wird es bestimmt geben, da Ijoma Mangold Literaturchef selbiger ist.

Seine Biographie “Ein deutsches Krokodil” erscheint am 18.8.2017.

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Paulus Hochgatterer: „Der Tag, an dem mein Großvater ein Held war“

Wie vermutet ist es Christine Westermann, die dieses Buch ausgewählt hat.
Sie erzählt, dass es in dieser Novelle darum gehe, dass ein Mädchen 1945 auf einem Bauernhof in der Nähe von Linz aufgefunden wird, das keine Erinnerung zu haben scheint.
Neben besagtem Mädchen, spielen ein abgeschossener Bomberpilot, ein linientreuer Leutnant und ein entflohener russischer Strafgefangener eine Rolle. Dabei werde die Geschichte aus zwei Perspektiven geschildert: Aus der des Mädchens und der des Erzählers.

Christine Westermann outet sich als etwas zwischen Fan und Verehrerin Hochgatterers. Sie habe das Gefühl, in seine Gedanken und damit in Kinderseelen hineinschauen zu könne. Dabei sei der Autor niemals aufdringlich. Sie könne zwischen seine Zeilen fühlen.

Was nun folgt, war eigentlich vorhersehbar: Die anderen Kritiker zeigen sich wenig begeistert von Hochgatterers Roman.
Ijoma Mangold sagt, der Autor schreibe so leise, dass er ihn nicht gehört habe. Er möge zwar leise Töne sehr (wie z.B. bei Handke), doch hier poetisieren diese auf zu kitschige Art und Weise. Auch seien ihm die Figuren zu holzschnittartig.
Des Weiteren habe ihm sich die Notwendigkeit der zwei Perspektiven nicht erschlossen.

Thea Dorn fügt hinzu, dass sich der Autor keinen Gefallen damit getan habe, die Geschichte im Dritten Reich anzusiedeln.
Auch empfindet sie die Idee, die im Roman thematisierte Bildende Kunst in der Geometrisierung des Textes abzubilden fragwürdig. Das Ganze sei zu parabelhaft.

Volker Weidermann meint, es handele sich hierbei um eine Neuform der Kompressionsnovelle, die viel zu kurz geraten sei. Er habe den Eindruck, der Autor habe überlegt, wie er unerhört viele Begebenheiten auf so wenig Raum, wie möglich präsentieren könne. Herausgekommen sei vorliegender Text, der zeige, dass der Autor sich nicht für die Ereignisse selbst interessiere.
Für ihn sei das alles nicht nachvollziehbar.

Christine Westermann meint, dass sich die anderen viel zu viele Gedanken machen würden. Könne man denn nicht einfach in eine Geschichte hineinrutschen?
Die Antwort dürfte sie ja selbst eigentlich schon kennen: Als “privater Leser” selbstverständlich ja. Hier im Quartett ist die Ausgangslage jedoch eine andere. Hier geht es nicht darum, ein Buch einfach gut zu finden, hier geht es darum, sich mit dem Text intensiv auseinanderzusetzen und für das Buch argumentieren zu können.
Außerdem ist es ja nach wie vor so, dass Christine Westermann von vorne herein keine Chance hat, da sie von den anderen nicht ernst genommen wird. Auch in ihrer Auswahl der Lektüre. Ich habe den Eindruck, dass es egal ist, was sie auswählt. Sie wird immer den Kürzeren ziehen.
Allerdings setzt sie sich mit ihren ausgewählten Büchern auch immer in die Nesseln. Bei allen Werken, die sie bisher vorgestellt hat, war von vorneherein klar, dass die anderen diese nicht gutheissen werden – ob es jetzt dabei um zum Beispiel “Skizze eines Sommers” (André Kubiczek) , “Hier treffen sich fünf Flüsse” (Barney Norris), oder “Die Unvollkommenheit der Liebe” (Elizabeth Strout) handelte.
Was ich allerdings an Christine Westermann bewundere, ist die Tatsache, dass sie sich nicht verbiegt, sondern kontinuierlich das auswählt, was sie mag – und eben nicht das, was sie glaubt, dass die anderen mögen werden. Dafür hat sie meinen Respekt.

Mich würde hier ja einmal interessieren, ob die vier Kritiker wissen, welches Buch welches Quartettmitglied ausgesucht hat. Ich nehme stark an, dass dies bekannt ist.
Spannender fände ich es allerdings, wenn die Kritiker dies selbst nicht wissen würden. Somit wäre eine Vorverurteilung ausgeschlossen und würde das Ganze noch interessanter machen. Denn kann denn ein Volker Weidermann ein von Christine Westermann vorgeschlagenens Buch wirklich objektiv lesen? Das sei jetzt einfach einmal hier in den Raum geworfen.

Obwohl “Der Tag, an dem mein Großvater ein Held war“ nicht so gut weggekommen ist, würde ich diesen Roman gerne lesen. Ich habe vor der Sendung in die Leseprobe hineingeblättert und fand es vielversprechend.
Ich bin ja auch Buchhändler und kein Literaturkritiker.

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Franzobel: „Das Floß der Medusa“

Es ist Thea Dorn, die sich “Das Floß der Medusa” ausgesucht hat und die diesen Roman schlichtweg brillant findet. Er verdiene eine enorme Aufmerksamkeit. (Die er auch bekommen wird, zumal er auf der Longlist des Deutschen Buchpreises 2017 steht. Zu dieser werde ich aber etwas in einem eigenen Artikel schreiben.)
Franzobel habe sich hier einen historischen Stoff vorgenommen, den Untergang der französischen Fregatte Méduse, dem sich auch französische Maler Théodore Géricault widmete. Sein ca. 7 x 5 Meter großes Bild “Le Radeau de la Méduse” hängt im Louvre in Paris.

Die Katastrophe der Medusa sei absehbar gewesen, denn mit der Navigation besagter Fregatte, habe man einen eitlen Aristokraten betraut, der von Navigation keine Ahnung habe. Das Schiff habe über zu wenige Rettungsboote verfügt und daher baute man auf die Schnelle ein Floß, das mit 147 Menschen im Atlantik trieb. 15 blieben übrig. Aus zivilisierten Menschen wurden Kannibalen.

Thea Dorn hat Franzobels Schilderung dieses Dramas so begeistert, wie kein zweiter deutschsprachiger Roman in diesem Jahr.
Es sei ein grausames, sehr anschauliches Buch darüber, was passiert, wenn eitle Menschen die Machtbrücke übernehmen. Alle sehen die Katastrophe voraus und obwohl sie einzugreifen versuchen, müssen sie feststellen, dass sie machtlos sind. Siehe Amerika.
Des Weiteren kehre hier der Autor die Verhältnisse um, denn hier sind es die Europäer, die nach Afrika wollen. Er entferne sich hier vom Aktualismus, was Thea Dorn begeistert.

Es ist der Bezug zur Gegenwart, der Christine Westermann für den Roman eingenommen hat. Auch habe sie sehr viel mit dem Autor gelacht, der die Geschehnisse auf dem Floß aus der Gegenwartsperspektive kommentiert. Zum Beispiel, indem er eine Figur angesichts des nahen Ablebens überlegen lässt, ob man wohl einen Platz, oder eine Straße nach ihm benennen werde.
Etwas anstrengend hingegen habe sie die schiffsttypischen Passagen, wie das ständige Auftakeln, etwas anstrengend gefunden, was Thea Dorn mit der Bemerkung kommentiert, dass Frau Westermann wohl nie Moby Dick gelesen habe.

Ijoma Mangold gibt zu, dass er die Lektüre mit Abneigung begonnen habe. Er habe schon im Geiste seine Einwände formuliert, doch stellte er während der Lektüre fest, dass er sehr gespannt gewesen sei, wie es denn nun auf dem Floß weiter gehe.
Der Stoff sei brillant, doch wünsche er sich, dass sich ein anderer Autor diesem angenommen hätte. Mit Franzobel verhalte es sich, wie mit einem Witzeerzähler der drei richtig gute Pointen in petto habe, aber die sieben Schlechten nicht unterdrücken könne.
Die “Überbietungsbilder” auf jeder Seite empfindet er als störend.

Volker Weidermann hält dagegen, indem er sagt, dass genau diese Bilder tarantinoesk seien. Das gehöre so. Und auch die sonst sehr sprachkritische Thea Dorn hat sich daran überhaupt nicht gestört. Natürlich seien hier viele krumme Bilder dabei, doch die Grundkraft des unmenschlichen Stoffes lasse sie da großzügig werden.

Volker Weidermann findet es übrigens sehr spannend, dass in dieser Sendung die Romane zweier österreichischer Autoren besprochen werden, die von vollkommen verschiedenen Planeten zu stammen scheinen. Franzobel habe viele Bücher geschrieben, die ihm nicht gelungen seine, doch dieses habe ihm sehr gefallen.
Der Autor zeige hier, dass 50 Stunden reichen, um selbstgewisse Universalisten, deren Ziel es ist, die Afrikaner zu zivilisieren, in Kannibalen zu verwandeln.

Auch in dieses Buch habe ich im Vorfeld hineingelesen und alleine die ersten Seiten fand ich mitreißend. Außerdem lasse ich mich von Thea sowieso gerne überzeugen. Sie ist in dieser Sendung goldrichtig und glänzt durch schlüssige Argumentationen. Ganz im Gegensatz zu Volker Weidermann, der ja gerne etwas beleidigt ist, wenn man sich seiner Meinung nicht anschließt.

Lustauflesen, Poesierausch und Zeilensprünge haben dieses Buch bereits besprochen.

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Richard Ford: “Zwischen ihnen”

Für Richard Fords Roman “Zwischen den Zeilen” bleibt also nur Volker Weidermann übrig. Bei diesem Buch handele es sich um ein Memoire, das in zwei Teile geteilt sie, die Richard Ford (der Meister der leisen Töne) im Abstand von 30 Jahren geschrieben habe.
In einem Teil schreibt er über seine Mutter, im anderen über seinen Vater, der starb als Ford 16 Jahre alt gewesen ist. In diesem Buch gehe es um das einerseits sehr intensive Kennen der eigenen Eltern und andererseits die Fremdheit des Lebens selbiger bevor man selbst auf die Welt gekommen ist.

Christine Westermann meint, im Klappentext stehe “sein intimstes Buch”, doch genau dieser Aussage widerspreche sie: Am Ende schließe Ford sogar den Leser aus, indem er schreibt, dass alles Weitere zu intim sei. Dieses Werk sei sehr persönlich, aber nie privat, was sie sehr begeistere. Sie habe während des Lesens viel Nähe und Liebe gespürt.

Dies sei einerseits eine sehr amerikanische Geschichte, so Thea Dorn und bezieht sich dabei auf die Tatsache, dass es auch die Geschichte eines amerikanischen Handlungsreisenden ist, der ständig “On the Road” sei.
Des Weiteren spüre man auch hier den in Amerika noch ausgeprägteren Druck, dass Familien glücklich sein müssen.
Gleichzeitig sei dieses Buch auch wieder vollkommen unamerikanisch und lese sich, wie eine Meditations-Nachdenkanleitung. Ford stelle die richtigen Fragen und rege durch den Gebrauch des Konjunktivs zum Nachdenken an.
Die Doppelstruktur der getrennten Teile des Romans habe sie allerdings nicht ganz begriffen.

Ijoma Mangold hat dieses Werk sehr angerührt. Das Weglassen habe eine Beiläufigkeit, etwas Unbehauenes, wodurch die Introspektion authentisch werde. Hier zeige Literatur, was sie nicht wisse: Er kenne kein Werk, in dem der Autor dies so oft bekenne. Das allein findet Mangold großartig.
Er hebt außerdem hervor, dass der im Buch beschriebene Vater wohl nicht der hellste Kopf gewesen sei, aber er “hatte ein Talent dafür, sich lieben zu lassen”.
Dies sei das anrührendste Zitat dieses Bandes.

Ich finde, dieses Buch klingt gut, jedoch werde ich wohl eher für den Anfang zu einem anderen Werk Fords greifen, zumal ich noch kein einziges Buch dieses Autors gelesen habe.
Ich bin mir dieses Mankos bewußt und werde den Roman “Kanada” sicher einmal lesen, zumal er mir bereits von sehr vielen Seiten empfohlen wurde.

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Zum Schluß der Sendung wird die Wertung verkündet die da lautet:

Virginie Despentes 4:0
Paulus Hochgatterer 3:1
Franzobel 4:0
Richard Ford 4:0

Insgesamt war es eine schöne Sendung, die vollkommen ohne die Erwähnung von Kafka und Thomas Mann ausgekommen ist.
Ich habe besonders Lust auf “Vernon Subutex” bekommen und freue mich auf die Lektüre. Auf meinem Nachttisch befindet es sich bereits.

Die nächste Sendung wird am 13. Oktober 2017 ausgestrahlt. Gast der Sendung wird Johannes Willms sein, der gemeinsam mit Marcel Reich-Ranicki das Literarische Quartett konzipierte.


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2 thoughts on “Das Literarische Quartett: Die Sendung am 11.August 2017 – Ein Kommentar
Margrit Schärer

Ich habe mir das „literarische Quartett“ angeschaut. Nach dem Christine Westermann ihr Buch vorgestellt hat und nach den Kommentaren, die ich manchmal sogar als verletzend empfand, viel es mir schwer die Sendung weiter zu verfolgen. Wieso tut sich Frau Westermann das noch an? Wenn ich sie wäre würde ich aussteigen. Dann habe ich Ihren Kommentar gelesen und stimme ihnen vollständig zu. – Ich werde dieses Buch lesen. – Ob es helfen würde wenn die Kritiker nicht wüssten wer welches Buch vorgeschlagen hat? Ich glaube Sie haben ja eigentlich auch jeweils im Voraus richtig getippt. Christine Westermann bleibt Christine Westermann.
Vielen Dank für Ihre Buchbesprechungen und Kommentare ich schätzt sie sehr.
Margrit

    Friederike

    Liebe Margrit,

    vielen Dank. Darüber freue ich mich sehr.

    Ich verstehe auch nicht wirklich, weshalb Frau Westermann sich dies noch antut. Allerdings könne ich mir vorstellen, dass ein Verlassen des Quartetts ihrerseits wie eine Resignation bzw. Kapitulation aussehen könnte. Auf solch eine Auslegung hätte ich an ihrer Stelle auch keine Lust. Und wer weiß, vielleicht ist es hinter den Kulissen ja anders und alle verstehen und respektieren sich.
    Ich (als Buchhändlerin, Bloggerin und Leserin) freue mich jedenfalls, dass es diese Sendung gibt und so die Aufmerksamkeit auf das Buch an sich gelenkt wird.
    Ohne das Quartett hätte ich zum Beispiel niemals „Denen man vergibt“ von Lawrence Osborne https://www.diebuchbloggerin.de/lawrence-osborne-denen-man-vergibt/ gelesen, was sehr schade gewesen wäre, zumal ich Romane mit schwierigen bzw. unsympathischen Figuren sehr schätze. Gerade habe ich „Eileen“ von Ottessa Moshfegh gelesen, das in den nächsten Tagen erscheinen wird und auch hier ist es die sehr eigene Hauptfigur, die mich begeistert.
    Aber das nur am Rande.
    Ich bin jedenfalls sehr gespannt, welche Bücher im nächsten Quartett im Oktober vorgestellt werden.

    Ich wünsche Ihnen weiterhin viel Spaß an der Literatur und schicke viele Grüße,
    Friederike

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