Das Literarische Quartett: Die Sendung vom 5.Mai 2017 – Ein Kommentar

Das Literarische Quartett: Die Sendung vom 5.Mai 2017 – Ein Kommentar

Gerade habe ich die zweite Ausgabe des Literarischen Quartetts mit Thea Dorn gesehen und kann nur die Worte wiederholen, die ich auch bei der letzten Sendung am 3. März benutzt habe: Das war ja eine schöne und aufschlussreiche Sendung!

Eigentlich war mir heute gar nicht danach, die Aufnahme des Quartetts zu schauen, doch dann hatte ich viel Vergnügen dabei.
Ich bin wirklich nicht böse, dass es personelle Veränderungen (Biller/Dorn) gegeben hat. Thea Dorn tut der Sendung wirklich gut und auch den Gast Claus Peymann empfand ich als sehr wohltuend. Ich hätte seinen Ausführungen über die Rolle des Theaters und die der Literatur in der heutigen Zeit sehr gerne länger zugehört.

Die Auswahl der Bücher hat mir ebenfalls gut gefallen und was das Raten, wer welchen Titel ausgewählt hat, anbelangt, so gab es keine Überraschungen – ich habe in allen vier Fällen richtig gelegen, das gab es bisher noch nie.

Toni Morrison: “Gott, hilf dem Kind”

Thea Dorn stellt dieses Buch vor, in dem es um eine Frau geht, die eine katastrophale Geburt erlebt. Sie selbst könnte als Weiße durchgehen, da sie eine sehr helle Haut besitzt, doch nun gebiert sie ein Kind, das tiefschwarz ist.
Der Vater, der ebenfalls sehr hellhäutig ist, weigert sich, es anzuerkennen und sie selbst ekelt sich regelrecht vor ihrem Kind, das sie auch nicht gut behandelt. Es soll gleich lernen, was es heißt in dieser Welt eine Schwarze zu sein.
Aufmerksamkeit und Liebe bekommt das Mädchen, das den Namen Lula Ann trägt, erst, als sie gegen eine Lehrerin, die Schüler belästigt hat, aussagt und diese für einige Jahre ins Gefängnis bringt.
Jahre später nennt sich Lula Ann nur noch “Bride”, trägt ausschließlich weiße Kleidung, ist Chefin eines Beautyunternehmens und hat so ihren “Makel” in Hippness verwandelt.

Thea Dorn ist sehr erstaunt, wie tief sie mit den durchweg unsympathischen Personen im Buch mitempfunden hat und lobt die stets pessimistische Tonart, die jedoch nie zynisch und verzweifelt klingt. Das sei große Erzählkunst.
Des Weiteren findet sie es brillant, wie Toni Morrison mit Aussparungen arbeite. In ihrem Fall seien diese kein gequältes Stilmittel, sondern Erzählkunst vom Allerfeinsten.

Das Einzige, was Dorn kritisiert, ist, das Komma im Titel, welches in der amerikanischen Version nicht vorkomme: “God help the child”. Außerdem weist sie darauf hin, dass selbst solch große Autorinnen wie Toni Morrison beim Titel des Buches keinen großen Einfluss mehr geltend machen können, denn Morrison wollte, dass ihr Buch “Zorn von Kindern” heiße. Sie konnte sich nicht gegen den Verlag durchsetzen.

Volker Weidermann ist ebenfalls begeistert von diesem Werk und lobt die jugendliche Sprache, die unverbrauchten Bilder und die starken Erzählstränge.
Claus Peymann meint, die anderen zu besprechenden Bücher der Sendung seien ja schön, aber was Toni Morrison da geschaffen habe sei “Der Himmel der Literatur”.
So eine Stimme aus dem Amerika zu hören, das wir heute erleben müssen, sei wirklich aufregend.

Die Einzige in der Runde der dieses Buch nicht wirklich zusagt ist Christine Westermann, die es als halbherzig geschrieben und zu lässig bezeichnet. Es würde zwar stark anfangen, dann jedoch genauso stark nachlassen. Außerdem gefalle ihr das Ende nicht.

Dass in dieser Konstellation Lesewelten aufeinanderprallen, war von vorneherein klar. Das war schon, wie ich finde, an der Buchauswahl abzulesen. Das Westermann-Buch (dazu komme ich später) stach heraus und dass die anderen Kritiker es zerreißen würden war nur logisch.
Dass Christine Westermann aber nichts an Toni Morrison finden kann, dass sie “Gott, hilf dem Kind” sogar als halbherzig bezeichnet, das wundert mich dann doch sehr. Außerdem ärgert es mich, dass sie sich immer so betont als “Nicht-Literat” hinstellt, zum Beispiel wenn sie sich von Thea Dorn das Wort “introspektiv” erklären läßt.
Vielleicht hat sie beschlossen einfach die Rolle der naiven Spaßleserin auszubauen, um sich bewußt von den anderen abzugrenzen, da klar ist, dass sie mit den “Intellektuellen” der Runde nicht mithalten kann.
Sie kommt einfach nicht gut weg und daher finde ich nach wie vor, dass es für alle besser wäre, wenn man die Besetzung noch einmal überdenken würde. Aber ich wiederhole mich.

Ich jedenfalls habe jetzt große Lust bekommen Toni Morrison zu lesen und überlege mit welchem Roman ich beginnen soll. “Menschenkind”, “Solomons Lied” und “Sehr blaue Augen” reizen mich sehr.

 » zur Leseprobe von „Gott, hilf dem Kind“

Leckere Kekse und Leseschatz haben dieses Buch bereits gelesen und besprochen.

Margaret Atwood: “Hexensaat”

Wie vermutet ist es der Regisseur Claus Peymann, der dieses Buch vorstellt – es passt ja auch thematisch wie die Faust aufs Auge. Leider erzählt Peymann die komplette Handlung. Das ist schade. Wer will es denn jetzt noch
lesen, bzw. kaufen.
Ich habe es mir zum Glück vor der Sendung zu Gemüte geführt und hatte viel Spaß bei dieser Lektüre. Ganz kurz zum Inhalt: Es geht um einen Theaterregisseur, der den “Sturm” von Shakespeare im Gedenken an seine tote Tochter inszenieren möchte und schließlich von seinem Assistenten abgesägt wird, was, so Peymann, durchaus vorkomme. Allerdings beschließt er sich zu rächen und einige Jahre später bekommt er die Gelegenheit dazu.

 » zu meiner Rezension (keine Angst, ich verrate nicht viel)

Das Buch habe, so Peymann, zwar einige Längen, doch sei es mit großer Leidenschaft erzählt. Allerdings gehe der Versuch, den “Sturm” in Prosa zu fassen, immer schief, genauso wie ihn zu inszenieren. Peymann hat es selbst am Burgtheater versucht (unter anderem mit Gert Voss) und ist damit gescheitert.

 » zur Besprechung der Inszenierung in der Zeit

Peymann selbst sieht sich als Theatermensch als perfekten Leser für “Hexensaat” und alle, die sich für Theater interessieren, hätten bestimmt ebenfalls Freude an dieser Lektüre.

Besonders interessant es für ihn gewesen, zu verfolgen wie der Regisseur im Buch inszeniere, welche Techniken er verwende und wer zum Beispiel für die Rolle des Ariels ausgesucht werden würde. Das sei sehr spannend.
Das ging mir genauso. Die Art, wie Theater gemacht wird, der Blick hinter die Kulissen, daran hatte ich viel Vergnügen.

Im Roman inszeniert der Regisseur den “Sturm” mit einer Gefängnistruppe und Peymann weist darauf hin, dass es ein solches Projekt in Berlin ja wirklich gibt: Die Theatergruppe aufBruch besteht aus Gefängnisinsassen und hat bereit tolle Inszenierungen hingelegt, wie zum Beispiel die “Publikumsbeschimpfung” von Handke.
Prima, wieder was gelernt.
Außerdem habe ich an dieser Stelle erfahren, dass im November ein neuen Roman von Peter Handke mit dem Titel “Die Obstdiebin oder Einfache Fahrt ins Landesinnere” erscheinen wird. Anlässlich seines 75. Geburtstages wird ebenfalls bei Suhrkamp die “Handke Bibliothek” in 14 Bänden bzw. drei Schubern auf den Markt kommen.

Aber zurück zum Buch, zu welchem Volker Weidermann meint, dass es Atwood nicht gelungen sei, den Sturm in der Gefängniswelt zu erzählen.
Auch Thea Dorn ist nicht so überzeugt von “Hexensaat”, gibt aber zu, dass ihr das Buch in einem Punkt, dem des kulturpolitischen Themas, gefallen habe, zumal Felix, der Künstler, der Regisseur, der Träumer von Managertypen, Machttypen abgesägt werde. Wo wird das denn enden, wenn alle sympathischen Macher durch solche durchkalkulierten Menschen ersetzt werden? Woraufhin Peymann meint, dass es die Menschen so orientierungslos mache, wenn alle gleich seien.
Mich hätten Peymanns Ansichten sehr interessiert, doch das hätte wohl den Rahmen der Sendung gesprengt.

Christine Westermann fand es anstrengend “Hexensaat” zu lesen und habe oft nicht verstanden, wer da eigentlich mitspielt und wer wer ist. Allerdings habe ihr die Idee, dass die Gefängnisschauspieler ausschließlich Schimpfworte aus dem Theaterstück verwenden dürfen, sehr gut gefallen.
Auch ich fand diese Idee großartig und hatte meine helle Freude daran. Das mit den Leseschwierigkeiten aufgrund des vielfältigen Personals hingegen kann ich nicht ganz nachvollziehen. Ich habe mir vor der Lektüre keine Inhaltsangabe von Shakespeares Sturm durchgelesen und es wunderbar geklappt hat. Und wenn man mal zwei, drei Rollen im Sturm verwechselt, so tut das derLlektüre auch keinen Abbruch. Jedenfalls ging es mir so.
Aber ich gebe auch zu, dass ich das Buch vielleicht noch mehr genossen hätte, hätte ich mich einmal vorher schlau gemacht, um was genau im “Sturm” geht.
Im hinteren Teil des Buches befindet sich übrigens eine Inhaltsangabe.
Aber: Es ging auch so und “Hexensaat” ist für mich eindeutig ein Lesehighlight in diesem Jahr.

 » zur Leseprobe 

LiteraturReich und Buch-Haltung haben diesen Roman ebenfalls gelesen und besprochen.

Margaret Atwood hat in diesem Frühjahr übrigens noch einen Roman veröffentlicht. Es handelt sich um eine schon etwas verrückte Zukunftsvision mit dem Titel “Das Herz kommt zuletzt”, an der ich viel Spaß hatte und mir vorstellen könnte, dass sie zum Beispiel Lesern von T.C. Boyles “Terranauten” gefallen könnte.

Christoph Hein: “Trutz”

Volker Weidermann stellt diesen Roman vor und nicht er ist es, der, wie ich eigentlich gewettet hätte, während der Diskussion um diesen Titel den Namen “Thomas Mann” fallen läßt, sondern Claus Peymann. Aber, der Name fiel und da musste ich schon sehr schmunzeln. Es scheint kein Quartett ohne dieses “Namedropping” zu geben.

Trutz ist ein Schriftsteller in der Weimarer Republik, so erzählt Wiedermann, der das Land verlassen musste und von der Sowjetunion aufgenommen wurde. Aber schreiben kann er dort nicht mehr. Er begegnet Waldemar, der im Fachbereich des perfekten Gedächtnisses forscht.
Die Kinder der beiden, sehen sich nach langer Zeit wieder und müssen feststellen, dass die Diktaturen der Vergangenheit bis in die Gegenwart hineinreichen.

Christine Westermann lobt die Rechercheleistung des Autors. Diese hat sie immer wieder zum Buch zurückkehren lassen, welches sie in Etappen gelesen habe. Gestört hat sie allerdings die Sprache, welche sie als Mischung aus Sachbearbeiter und Seifenoper bezeichnet.

An den Stellen, an welchen dieses Buch an Tolstois “Auferstehung” erinnere (das am 9.12.2016 ebenfalls im Literarischen Quartett besprochen wurde), sei es jedoch großartig. Allerdings habe die sehr lange Beschreibung eines Cappuccinos zum Beispiel Knausgardsche Züge. Bei der Besprechung von Knausgards Werk “Träumen” in der ersten Ausgabe des Literarischen Quartetts, äußerte sie, dass sie Knausgard sehr langweile.
Bei Knausgards Romanen scheint es wirklich nur zwei Meinungen zu geben, so zumindest habe ich die Rezeption seines Werkes wahrgenommen: Entweder man ist hingerissen und begeistert, oder man findet es langweilig. Ich kann mir allerdings kein Urteil erlauben, zumal ich seine Werke noch nicht gelesen habe.
“Sterben” und “Lieben” befinden sich allerdings schon in meinem Besitz und irgendwann werde ich sie auch lesen. Vielleicht, wenn ich in Rente bin.  

Volker Weidermann gibt zu, dass die Sprache in Christoph Heins “Trutz” schmucklos sei, merkt aber an, dass es Hein darum gehe, den Menschen darzustellen und in die Personen einzutauchen.
Des Weiteren war er vor und während der Lektüre fest davon überzeugt, dass es sich um einen Roman handelt, der auf Tatsachen basiert. Dementsprechend sei er sehr verblüfft gewesen, als er erfuhr, dass Hein alles erfunden habe.

Thea Dorn findet auch, dass Christoph Hein kein großer Stilist ist und auch nicht die Sparchmusikalität einer Toni Morrison besitzt. Allerdings etabliere er sich gleich zu Beginn des Buches als Chronisten. Das sei zwar nicht ihr bevorzugter Ton, so Dorn, allerdings behalte Hein diesen konsequent bei. In manchen Szenen sei es ihr kalt über den Rücken gelaufen und das wäre ja nicht der Fall, wenn es sich bei diesem Buch um reine Buchhalterprosa handeln würde.

Claus Peymann gibt zu, dass er großen Widerwillen gegen dieses Buch gehegt hat. Christoph Heins Theaterstücke seien ja immer brauchbar gewesen, aber eben nie mehr als das. Jedoch ist er der Meinung, dass das Thema manchmal den schlechten Schriftsteller einhole – dieser These widerspricht Thea Dorn vehement.
Des Weiteren meint Peymann, dass man zwar in diesem Buch so manche Durststrecke bewältigen müsse, aber dann mit einem erweiterten Geschichtsbild belohnt werde.

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Peter liest und Marina von literaturleuchtet haben „Trutz“ bereits gelesen und besprochen.

Anschließend hätte Claus Peymann sehr gerne eine Debatte zum Thema “Wohin geht die deutsche Literatur” eröffnet, doch die Zeit ließ das leider nicht zu. Schade, ich hätte das sehr interessant gefunden. Sowieso muß ich sagen, dass ich sehr von der lockeren Art Peymanns überrascht war, ich hatte ihn mir (und ich habe keine Ahnung, woher das kommt) als rechthaberischen Regisseur vorgestellt und das war ja gar nicht der Fall.
Ein sehr angenehmer Mensch und ich werde einmal nachforschen, ob ich weitere Interviews mit ihm finden kann. Er hat bestimmt unglaublich viel zu erzählen.  

Trotz allen Ausführungen möchte ich “Trutz” nicht lesen, irgendwie reizt mich dieser Roman nicht. Christoph Heins vorhergehendes Werk “Glückskind mit Vater” hingegen fände ich sehr interessant.
Constanze von Zeichen & Zeiten hat “Glückskind mit Vater”, das bereits als Taschenbuch erhältlich ist, bereits besprochen.

Barney Norris: “Hier treffen sich fünf Flüsse”

Wie vermutet, stellt Christine Westermann diesen Roman vor und wie ich es ebenfalls vermutet habe, sind die anderen Kritiker gar nicht begeistert.

Aber zunächst zum Inhalt: In einem kleinen Ort in England treffen fünf Flüsse zusammen und genau hier kreuzen sich die Lebenswege fünf verschiedener Menschen, die in einen Unfall verwickelt werden. Nach und nach stellen sie fest, dass sich ihre Leben schon früher berührt haben und dass sie alle vom “Projekt Leben” überfordert sind.

Christine Westermann fügt hinzu, dass der erst 30jährige Autor bereits einige erfolgreiche Theaterstücke geschrieben habe, die noch nicht übersetzt seien, woraufhin Peymann bemerkt, dass Kleist zum Beispiel nicht einmal 30 Jahre alt geworden sei und er es seltsam finde, dass man betonen müsse, wie jung ein Autor sei.

Weidermann sagt, dass der Text voller Coelho-hafter Sätze sei, woraufhin Christine Westermann zugibt, dass er manchmal am KItsch vorbeischramme. Daraufhin ruft Thea Dorn entsetzt aus: Vorbeischrammen? Der Text stehe bis zu den Oberschenkeln im Kitsch! Ein Schlachtfeld sei jede Seite und sie habe extrem gelitten bei dieser Lektüre. Die erzählerischen Mittel reichen vorne und hinten nicht. Ein rigoroses Lektorat hätte dem Text gut getan.

Dann jedoch überrascht Volker Weidermann damit, dass er trotz des Kitsches begeistert gewesen sei, wenn er sich jedoch die Sätze durchlese, die er sich herausgeschrieben habe, frage er sich dann doch, was er daran so bemerkenswert gefunden habe.

Claus Peymann bemerkt daraufhin etwas sehr Essenzielles und zwar, dass man mit dieser Reich-Ranicki-Technik des Sätze aus dem Zusammenhang Reißens und Zerhackens aufhören müsse. Diese Art und Weise Literatur zu zerpflücken sei altmodisch und in jedem Text, auch bei Mann und Kleist würde man schlechte Sätze finden.
Thea Dorn kontert, dass man bei Barney Norris auf jeder Seite Kalendersprüche finde und dass sie bei der Lektüre das Gefühl hatte einer Psychositzung zuzuhören und das sei der Tod der Literatur.

Sympathisch fand sie allerdings Norris Art zu konstruieren und genau das findet auch Claus Peymann bemerkenswert. Es handele sich bei Norris zwar nicht um einen neuen Harold Pinter, doch er habe den Schriftsteller bereits kontaktiert und werde nach London fahren, um sich seine Stücke anzusehen, denn eins könne Barney Norris: Gescheite Konstruktionen bauen und das sei etwas, was nur wenige Theaterautoren können.

 » zur Leseprobe von “Hier treffen sich fünf Flüsse”

LiteraturReich und Lesefieber  haben “Hier treffen sich fünf Flüsse” bereits gelesen und besprochen.

Ich würde sagen, für Claus Peymann hat sich dieses Quartett sehr gelohnt und ich freue mich sehr, dass er Gast der Sendung war. Ich habe ihn als sehr herzlichen und extrem offenen Menschen erleben können. Das hat mich beeindruckt.


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6 thoughts on “Das Literarische Quartett: Die Sendung vom 5.Mai 2017 – Ein Kommentar
Silvia

Was Toni Morrison angeht: ich würde mit „Sehr blaue Augen“ beginnen. Das kann ich nicht gezielt begründen, aber es ist mir von den frühen Büchern am besten in Erinnerung geblieben.
Hexensaat interessiert mich von den diskutierten Büchern noch sehr. Die anderen beiden würde ich aber auch nicht von der Nachttischkante werfen.
Ob diese Diskussion ind er Sendung zu irgendetwas führen weiss ich nicht. Aber ich bin froh, dass über Bücher im Fernsehen gesprchen wird.
Viele Grüße und danke für die Erwähnung
Silvia

-Leselust-

Ich habe die Sendung auch gesehen und es hat mir auch sehr gut gefallen. Zwei der Bücher (Gott hilf dem Kind und Fünf Flüsse) sind direkt auf meine Wunschliste gewandert. Und die Ausführungen des Gastes zum Theater fand ich auch sehr interessant. Generell eine gelungene Sendung mit spannenden Gästen und interessanten Meinungen. Auch die, leider kurze, Diskussion über die Titel (bei Gott, hilf dem Kind) fand ich sehr spannend. Darüber hätte ruhig noch länger geredet werden können.
Liebe Grüße, Julia (www.leselustbuecher.blogspot.de)

Bookster HRO

Ich mochte die Sendung auch, fand’s aber erstaunlich, wie oft Frau Westermann literarisches Fachvokabular nicht kannte und nachfragen musste. Es ist ja ganz erfrischend, jemanden in der Runde zu haben, der nicht ganz so bierernst und kritisch an die Romane geht, aber ein bisschen mehr Sachverstand hätte ich der guten Frau schon zugetraut. Immerhin ist sie ja keine unerfahrene Leserin, sie liest und empfiehlt doch schon seit Jahrzehnten.
Peymann fand ich auch sehr sympathisch, ein kluger Kopf. Und der Suhrkamp-Querverweis hat sich auch gelohnt – die Handke Bibliothek ist ja wohl ein Augenschmaus!
Beste Grüße vom Bookster

    Petra

    Ich glaube nicht, dass Frau Westermann die nachgefragten Begriffe nicht geläufig sind, sondern dass sie den eher etwas elitären Literaturtalk, den auch Frau Dorn verinnerlicht hat, etwas herunterbrechen will, auf „Augenhöhe des Zuschauers“, ganz bewusst und auch ein wenig renitent. Was man davon halten mag, sei dahin gestellt. Ich muss zugeben, dass mich das eher etwas nervt. Viele Grüße!

Hauke

Moin!
Vielen Dank für die liebe verlinkung zum Leseschatz!
Herzliche Grüße aus Kiel, Hauke

susa

Mich hat die Hexensaat ebenfalls sehr begeistert (wie übrigens das ganze Projekt) und die Kritik kann ich nicht nachvollziehen. Frau Westermanns demonstrativ zur Schau gestellte literarische Minderwertigkeitsgefühle und das ständige Gewedelt mit dem Buch vor dem Kopf nerven mich auch zunehmend. Aber Hauptsache, sie quartetten weiter…es gibt viel zu wenig Buch im Fernsehen.
lg,
Susa

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