#einkopfeinbuch bei Kein & Aber in Zürich

#einkopfeinbuch bei Kein & Aber in Zürich

Als ich während des Literaturfestivals “Zürich liest” den Verlag Kein & Aber besuchte, war die Idee der Reihe #einkopfeinbuch noch nicht wirklich ausgereift.
Daher habe ich nur zwei Fotos der Verlagsmitarbeiter mit ihren persönlichen Empfehlungen geschossen und mir erlaubt, den Rest zu ergänzen: Mit drei Kein & Aber-Lesetipps meiner Kollegin Laura und mir – natürlich jeweils inklusive Foto:

Friederikes Lesetipp:

Max Küng: “Wenn Du dein Haus verlässt, beginnt das Unglück”

Max Küng arbeitete zunächst als Programmierer, bevor er die Journalistenschule besuchte und mit dem Schreiben begann. Derzeit ist er Reporter und Kolumnist beim “Tagesanzeiger”, hat einige Musikkompositionen und bereits mehrere Bücher veröffentlicht.
“Wenn Du dein Haus verlässt, beginnt das Unglück” ist sein neuester Roman, der inzwischen vielen durch die Empfehlung Maxim Billers im Literarischen Quartett bekannt sein dürfte.

In diesem Buch geht es um die Bewohner der Lienhardstrasse 7.
Da ist zum Beispiel Tim, der im ersten Stock wohnt und TV-Moderator ist. Er ist mit Judith verheiratet und hat zwei Söhne, allerdings steht es mit der Ehe nicht zum Besten. Tim flüchtet sich in seine Gedanken und stellt sich viele Eskapaden vor, doch nur eine einzige läßt er zur Wirklichkeit werden, doch das reicht ja schon. Zumal im zweiten Stock Paola, eine Journalistin wohnt, die im Geheimen an einer Enthüllungsstory über Tim arbeitet.
Das ist jedoch nicht die einzige geheime Verbindung im Haus…
Als alle Mietparteien plötzlich die Kündigung bekommen, müssen sie sich gezwungenermaßen miteinander in Kontakt treten, was manchen durchaus recht ist. Allerdings nur manchen…
Dieses Buch liegt hier schon parat und ich freue mich sehr aufs Lesen.

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Karin Hahn und die Aargauer Zeitung haben dieses Buch bereits besprochen.

Des Weiteren empfahl mir Friederike “Die Grasharfe” von Truman Capote.

Cristines Literaturempfehlung

Junichiro Tanizaki: “Der Schlüssel”

Schon in Tanizakis (1886-1965) Schulzeit war klar, dass er im schriftstellerischen Bereich unglaublich talentiert war. 1908 schaffte er die Aufnahmeprüfung an der Kaiserlichen Universität Tokio und studierte englische, als auch japanische Literatur.
Die Universität verließ er allerdings ohne Abschluß, wurde Schriftsteller und feierte recht bald mit seinen Erzählungen große Erfolge. Insgesamt verfasste er während seines Lebens 119 Werke.
Auch war er im Gespräch für den Literaturnobelpreis, verstarb jedoch, bevor ihm diese Ehre zuteil werden konnte.

In seinem Werk “Der Schlüssel” geht es um eine schon lange bestehende Ehe, in welcher die beiden Partner teils aus Scham, teils wegen der herrschenden Konventionen, nicht darüber sprechen können, was sie am anderen begehren und was sie abstößt. Also beginnen beide jeweils ein geheimes Tagebuch zu führen. Zu dem es natürlich auch einen Schlüssel gibt….

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Neue Buchtipps und Literatur mit Martinus haben dieses Werk bereits besprochen.

Laura empfiehlt:

Hazel Brugger: “Ich bin so hübsch”

Hazel Brugger ist weit über die Grenzen der Schweiz erfolgreich als Poetry-Slammerin, Kolumnistin und Kabarettistin. “Ich bin so schön” ist ihr erstes Buch und meine Kollegin Laura ist begeistert von diesem Werk:

„Ich bin so hübsch“ ist vollgepackt mit sehr intelligenten Beobachtungen ihrer Umwelt, die durch Frau Bruggers selbstironischen und oft zynischen Schreibstil wahnsinnig unterhaltsam werden. Genau das richtige Buch, um sich zwischendurch mit einer Ladung erfrischender Direktheit zu konfrontieren.“

Das klingt doch prima!

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Lesetipp von Friederike:

Anne Tyler: “Der leuchtend blaue Faden”

Anne Tyler ist für mich die Königin des Alltäglichen. Keiner kann den Alltag so wunderbar beschreiben, wie sie – das beweist sie in ihrem Roman “Der leuchtend blaue Faden” erneut.
In diesem Buch geht es um eine Familie, in welcher die Mutter das ungekrönte Familienoberhaupt ist und sich extrem bevormundet fühlt, als die Schwiegertochter ins Haus, der heimlichen Hauptfigur des Romans, zieht.

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Noch ein Buchtipp von Friederike:

Robert Seethaler: “Die Biene und der Kurt”

“Die Biene und der Kurt” war das erste Buch Robert Seethalers, das ich gelesen habe und ich habe mich bestens amüsiert. Es ist ganz anders, als seine Bestseller “Der Trafikant” und “Ein ganzes Leben”: Etwas skurril, voll mit österreichischem Schmäh und ich empfehle es sehr gerne Kunden, die zum Beispiel die Bücher von Wolfgang Haas schätzen.

Es geht um die “Biene”, die eher praktisch, als theoretisch begabt ist und in einem katholischen Mädchenpensionat lebt und den Kurt, einen abgehalfterten Elvis-Verschnitt, der eher mit zurückhaltendem Erfolg durch die Kneipen tingelt.
Die beiden treffen sich und tingeln dann eben zusammen. Das ist prima.

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Ein weiteres Buch aus dem Kein & Aber Verlag, das ich sehr liebe ist übrigens „Der Goalie bin ich“ von Pedro Lenz.


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