Monatsrückblick April 2015

SAM_4549In meinen Texten stelle ich generell Bücher vor, die mir richtig gut gefallen haben. Aber natürlich finde ich nicht jedes Buch, das ich lese, spitze. Im Laufe des Monats gibt es auch manche Titel, hinter denen ich nicht zu 100% stehe, die aber dennoch gut sind – und natürlich kommt es auch vor, dass mich Bücher, auf die ich mich sehr gefreut habe, doch nicht überzeugen konnten.

Hier kommt kurz und knapp der Rückblick des Aprils, der sehr gemischt war:

Alina Bronsky: „Nenn mich einfach Superheld“
Mareks Gesicht ist durch den Angriff eines Hundes entstellt. Der Hund ist tot und Marek wäre es gerne manchmal auch. Bis er eine sehr spezielle Selbsthilfegruppe findet.
Ein Buch, wie ein Film!

Carmen Rodrigues: „Du bist das Gegenteil von allem“ (Jugendbuch)
Die exzentrische Schülerin Ellie hat sich umgebracht und der Nachwelt 34 Zettel hinterlassen – diese Komponente hat mich gereizt. Allerdings war es mir dann doch etwas zu amerikanisch – ein klassischer Fall von „Zu hohe Erwartungen“.

Alexandra Kui: „Marias letzter Tag“ (Jugendbuch)
Ähnliches Thema wie oben, aber viel eleganter umgesetzt. Maria liegt im Koma. Ihre beste Freundin Lou glaubt, dass ihr „Unfall“ etwas mit dem Thema Angst zu tun hat und gründet einen YouTube-Channel, auf welchem sie den „Sommer ohne Angst“ ausruft.
Sehr überraschend poetisch und überzeugend!
Hier geht es zur Rezension.

Corey Ann Haydu: „Don´t tell me lies“ (Jugendbuch)
Tabitha fühlt sich unverstanden und findet im Internet eine Möglichkeit das Leben spannender zu gestalten: Auf einer Seite posten Jugendliche ihre intimsten Geheimnisse und erhalten von anderen Aufgaben dazu. Leider ist die Hauptfigur sehr oberflächlich gestaltet und nicht ganz stimmig, sodass ich die Lektüre abgebrochen habe.

Henry James: „Die Apern-Schriften“
Ein junger Mann ist besessen davon, Schriften des Dichters Jeffrey Aspern zu finden.
Ein Klassiker, der mich begeistert hat.
Hier geht es zur Rezension.

Hanif Kureishi: „Das letzte Wort“
Ein Schriftsteller soll über einen großen Autoren eine Biografie schreiben, was sich als schwierig erweist.
Nach einem Viertel des Buches hatte ich den Eindruck, die Geschichte sei schon erzählt. Auch Neugierde auf den Ausgang stellte sich leider nicht ein. Schade.

Kathrin Spoerr & Britta Stuff: „Nach Feierabend“
…beschäftigt sich mit der Frage, ob wir nicht zwei Persönlichkeiten in uns tragen: Eine während der Arbeitszeit und eine in der Freizeit. Pointiert und humorvoll!
Hier geht es zur Rezension.

Lizzie Doron: „Das Schweigen meiner Mutter“
Lizzie Dorons persönlichstes Buch. Ihre Mutter schweigt beharrlich wenn es um den abwesenden Vater geht – wo ist er und lebt er überhaupt noch? Es ist ein gutes Buch, keine Frage. Allerdings hat Lizzie Doron mit „Who the Fuck is Kafka“ die Messlatte extrem hoch gelegt.

Franz Werfel: „Eine blaßblaue Frauenschrift“
Ein verheirateter Mann bekommt einen Brief von einer einstigen Affäre. Wie kann er dies vor seiner Frau geheim halten? Ein Klassiker der schon lange im Regal und auf Oskars Lese-Liste steht. Mir persönlich liegt der Schreibstil von z.B. Henry James allerdings mehr.

Clemens Berger: „Das Streichelinstitut“
Was für eine Idee! Eine Firma zu gründen, in der Streicheleinheiten angeboten werden.
Ein toller Titel. Ein starkes und ungewöhnliches Buch.
Hier geht es zur Rezension.

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