Monatsrückblick – Juli 2016

Monatsrückblick – Juli 2016

Im August habe ich eine Autorin wiederentdeckt, deren Bücher ich schon vor Jahren sehr gerne gelesen habe, die jedoch in meinem Lesegedächtnis weit nach hinten gerutscht sind: Die Romane der belgischen Vielschreiberin Amélie Nothomb, die schlichtweg wunderbare und schön selbstironische Bücher schreibt.
Aber auch Romane anderer Autorin kamen in diesem Monat nicht zu kurz:

Ayelet Gundar-Goshen: “Löwen wecken”
Ein Arzt überfährt versehentlich einen Mann aus Eritrea und begeht Fahrerflucht. Dieser Moment verändert sein ganzes Leben, denn er kann niemandem davon erzählen, zumal er dann alles verlieren würde. Seine Arbeit, seine Familie, sein Ansehen.
Ein spannendes Buch zum Thema lügen und darüber, dass man nicht wissen kann, was wirklich in anderen Menschen vorgeht.

Amélie Nothomb: “Der japanische Verlobte”
Die Belgierin Amélie kehrt in ihr Geburtsland Japan zurück und lernt einen jungen Japaner kennen und lieben, dessen Französisch wie Chinesisch klingt. Da liegt noch viel Arbeit vor ihr.
Dieser Roman hat mir viele Einblicke in den japanischen Alltag und die Kultur des Landes gewährt.
Wunderbar charmant und aufschlussreich.

Amélie Nothomb: “Mit Staunen und Zittern”
Amélie beginnt in einem japanischen Unternehmen zu arbeiten und erfährt, was Hierarchie wirklich bedeutet.
Hochkomisch, selbstironisch und einfach richtig gut.

Bret Anthony Johnston: “Justins Heimkehr”
Justin ist vor vier Jahren verschwunden. Alle, bis auf die Eltern, haben die Hoffnung eigentlich aufgegeben, doch plötzlich ist Justin wieder da. Wie die Familie mit diesem unverhofften Auftauchen umgeht, ist Thema dieses Romans.
Mit Spannung hatte ich diesem Buch entgegen gefiebert, doch leider hat es meine Erwartungen nicht erfüllen können. Bis zu dem Punkt, an welchem Justin wieder auftaucht ist es sehr gut geschrieben und fesselnd, dann jedoch, so empfand ich es, war leider die Luft raus. Schade.

Erna Sassen: “Das hier ist kein Tagebuch”
Boudewijn wird von seinem Vater dazu verdonnert Tagebuch zu schreiben, denn er hat sich von der Außenwelt vollkommen zurückgezogen. Grund dafür ist der Selbstmord seiner Mutter.
Kann ihm das Schreiben dabei helfen, den vergrabenen Schmerz und die Wut zuzulassen?
Gut und einfühlsam geschrieben, jedoch hatte ich zuvor schon so viel Lobendes von diesem Buch gehört, dass meine Erwartungen wohl zu hoch waren.  

Amélie Nothomb: “So etwas wie ein Leben”
Die belgische Autorin Amélie Nothomb bekommt einen Brief eines im Irak stationierten Soldaten, der die Ereignisse während seines Einsatzes auf eine ganz eigenen Art und Weise verarbeitet: Er ißt.
Eine geniale Idee, die ebenso genial umgesetzt ist.

Han Kang: “Die Vegetarierin” (nicht im Bild)
Die Ehe eines südkoreanischen Paares verläuft für den Mann bis zu jenem Zeitpunkt zufriedenstellend, an dem seine Frau beschließt Vegetarierin zu werden.
Dieses Buch erscheint am 15.August 2016 und ich kann nur sagen: Freut Euch drauf!

Max Annas: “Die Mauer”
Das Auto eines jungen Schwarzafrikaners bleibt mitten im Nirgendwo liegen. Die Chancen, dass ihm ein Vorbeifahrender hilft sind gering. Also versucht er sein Glück in der nächstgelegenen Gated Community.
Das war ein Fehler.
Endlich wieder ein richtig guter Krimi!


Das könnte Dich vielleicht auch interessieren:

8 thoughts on “Monatsrückblick – Juli 2016
Marina Büttner

Wie war die Vegetarierin? Schreibst du noch darüber?
Gruß Marina

    Friederike

    „Die Vegetarierin“ war richtig gut. Klar schreibe ich darüber 🙂 – aber am 15.8., dem Erscheinungstermin.

sabine

Amelie Nothomb ist klasse 🙂 Grüße vom Bingereader

    Friederike

    Ja, das ist sie! Ich werde demnächst „Böses Mädchen“ noch einmal lesen :).
    Welches ist denn unter ihren Werken Dein Favorit?

    Viele Grüße,
    Friederike

Clara

Ich muss unbedingt wieder mehr lesen! Aber immerhin habe ich es im Juli auf zwei Bücher gebracht. Da ich fast den ganzen August frei habe, nämlich ab Montag bis 25. werde ich sicher noch ganz viel Zeit zum Lesen haben und sie mir nehmen. Genieß den Mittwoch, alles Liebe! (:

    Friederike

    Sich mehr Zeit zum Lesen zu nehmen, ist kein schlechter Vorsatz :).

    Viele Grüße,
    Friederike

Sarah

Hallo, habe gerade durch Zufall deinen Blog entdeckt und er gefällt mir echt gut 🙂 Die Mauer wollte ich auch schon lange mal lesen aber habe es bisher irgendwie nie geschafft…;(
Ich würde mich freuen, wenn du auch mal bei mir vorbeischaust 🙂

LBG und noch einen wunderschönen Tag!
Sarah

Friederike

Ciao Sarah,

vielen Dank!
Ja, die Mauer war wirklich spannend, mal etwas ganz anderes und ziert momentan ja auch die Krimi-Zeit Bestenliste.
Verrätst Du mir noch die Adresse Deines Blogs?

Viele Grüße,
Friederike

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Archive