Deutscher Buchpreis 2017: Die Longlist – Eine Rezensionsübersicht

Deutscher Buchpreis 2017: Die Longlist – Eine Rezensionsübersicht

Alle Titel der aktuellen Longlist vor dem Erscheinen der Shortlist lesen zu wollen, wäre sehr ambitioniert – und sind wir mal ehrlich, so ist dies auch gar nicht zu schaffen.
Daher habe ich einige Besprechungen der bereits erschienenen Romane zusammengestellt und werde diese Übersicht nach und nach ergänzen. Wobei ich hinzufügen möchte, dass diese Auflistung keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt.

Ich selbst habe mir in diesem Jahr drei Titel ausgesucht, die ich gerne lesen möchte:

1. “Schau mich an, wenn ich mit Dir rede!” von Monika Helfer.

In diesem Buch geht es um das Scheidungskind Vev. Weder das Verhältnis zu ihrer Mutter, noch zu ihrem Vater ist einfach und auch Vevs eigenes Leben gestaltet sich schwierig.
Monika Helfer nimmt hier skandalöse, alltägliche Verhältnisse unter die Lupe – so schreibt der Verlag.
(Die Autorin ist übrigens mit dem Schriftsteller Michael Köhlmeier verheiratet, der bereits dreimal für den Deutschen Buchpreis nominiert war: “Abendland” (Shortlist 2007),  “Madalyn” (Longlist 2010), “Zwei Herren am Strand”(Longlist 2014).)

2. “Das Jahr der Frauen” von Christoph Höhtker

Frank Stemmer (Anfang 40) hat genug vom Leben, doch als sein Therapeut ihn dazu auffordert Vorsätze für das neue Jahr zu nennen, sagt er: 12 Frauen in 12 Monaten!
Eigentlich war das Ganze ja auch nur als Witz gedacht, doch bald ist Stemmer von dieser Idee besessen und verbeißt sich in die Vorstellung durch dieses Projekt erlöst zu werden.

Die Welt schreibt, Höhtker schreibe wie Houellebecq und Kracht, nur witziger.
Das will getestet werden.

3. “Schreckliche Gewalten” von Jakob Nolte

Nachdem ihre Mutter sich in einen Werwolf verwandelt und den eigenen Mann getötet hat, sind die beiden Kinder ganz auf sich alleine gestellt.
Und nicht nur das, denn von nun am leben sie in der Angst, dieses bestialische Erbe in sich zu tragen.
Das Mädchen beschließt gemeinsam mit einer Freundin eine Terrorzelle namens “Mädchen mit System” zu gründen. Ihr Bruder hingegen reist in die Sowjetunion und nach Afghanistan.

Gerrit Bartles (rbb) vergleicht Nolte mit Tarantino und David Lynch.
Was will ich mehr?

Mirko Bonné: „Licher als der Tag“

Gerhard Falkner: „Romeo oder Julia“

Franzobel: „Das Floß der Medusa“

Monika Helfer: „Schau mich an, wenn ich mit dir rede!“

Christoph Höhtker: „Das Jahr der Frauen“

Thomas Lehr: „Schlafende Sonne“

Thomas Lüscher: „Kraft“

Robert Menasse: „Die Hauptstadt“

Birgit Müller-Wieland: „Flugschnee“

Jakob Nolte: „Schreckliche Gewalten“

Marion Poschmann: „Die Kieferninseln“

Kerstin Preiwuß: „Nach Onkalo“

Robert Prosser: „Phantome“

Sven Regener: „Wiener Straße“

Sasha Marianna Salzmann: „Ausser sich“

Ingo Schulze: „Peter Holtz“

Michael Wildenhain: „Das Singen der Sirenen“

Julia Wolf: „Walter Nowak bleibt liegen“

Christine Wunnicke: „Katie“

Feridun Zaimoglu: „Evangelio“


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