Dirk Kurbjuweit: „Die Kriegsbraut“

Die_KriegsbrautEsther hat zwar Informatik studiert, jobbt aber momentan in einer Bar. Informatik langweilt sie, die Bar inzwischen aber auch. Ihre Beziehung zum verheirateten Thilo ist auch nicht das Gelbe vom Ei und irgendwie dümpelt ihr Leben einfach vor sich hin.
Als sie eines Tages im Arbeitsamt ein Plakat der Bundeswehr entdeckt, beschließt sie einfach mal dort anzurufen. Es scheint der perfekte Ausweg zu sein: Abenteuer, Disziplin und einfach mal etwas Sinnvolles.

In Afghanistan merkt sie jedoch, dass der Alltag in betäubender Hitze und trügerischer Langeweile alles andere als aufregend ist.
Doch dann bekommt sie den Auftrag für Sicherheit in einer kleinen Schule zu sorgen und trifft auf den rätselhaften Schulleiter Mehsut – und die beiden verlieben sich langsam ineinander, was natürlich sehr riskant ist.
Wenn Sie jetzt sagen: „Ohje, das klingt aber kitschig“ muss ich gleich ganz laut STOP rufen.
Denn „Die Kriegsbraut“ ist alles, nur eben nicht romantisierend und kitschig.
Die sich anbahnende Liebesbeziehung steht nicht im Mittelpunkt, im Mittelpunkt steht die Situation des täglich drohenden Krieges, die Spannungen im Alltag der Soldaten und die ständige Angst, dass irgendetwas passieren könnte und man nicht lebend zurückkommt.

Und davon erzählt der für den „Spiegel“ arbeitende Dirk Kurbjuweit glänzend.

Ach ja: „Angst“ von Kurbjuweit ist auch hervorragend!


ISBN: 978-3-499-25354-6
Verlag: Rowohlt
Preis: 9,99 €

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