Lauren Strasnick: “Heartbreak Letters. 16 Gründe, Dich zu hassen”

Lauren Strasnick: “Heartbreak Letters. 16 Gründe, Dich zu hassen”

Highschool – Geschichten kann ich nur schwer widerstehen, vorausgesetzt, dass sie nicht aufgesetzt bzw. klischeeüberfrachtet wirken und gut geschrieben sind.
So, wie diese.

Natalie und Dan treffen sich zum ersten Mal in einem Cafe, wenn auch eher unbeabsichtigt. Dan rempelt Natalie versehentlich an, was zur Folge hat, dass ein Kännchen süßer Sahne auf Natalies Schuluniform landet. Was für eine Sauerei.
Auf die Frage, wie er das wiedergutmachen, bzw. ob er ihr irgendetwas kaufen könne, antwortete Natalie schlagfertig “Ein Pony vielleicht?”.

Dies hätte der Beginn einer wunderbar romantischen Lovestory werden können, doch gleich nach den ersten Seiten  wissen wir, dass es zwischen den beiden aus ist.
Wir erfahren es von Natalie selbst, denn sie schreibt ihrem ehemaligen Seelenverwandten Dan Briefe, in welchen sie die Stationen ihrer Beziehung Revue passieren lässt. Bis zum verheerenden, niederschmetternden Ende.

Der Reiz der Geschichte besteht darin, dass der Leser zuerst Natalies Briefe liest und im Kapitel darauf erfährt, wie Dan auf ihre Worte reagiert, bzw. wie er die jeweilige Situation erlebt hat.
So erfahren wir zum Beispiel, dass die beiden künstlerisch sehr ambitioniert sind, wenn auch in unterschiedlichen Bereichen. Natalie erstellt Collagen, die ihresgleichen suchen und bereits in Museen ausgestellt werden. Dan hingegen möchte um jeden Preis Dokumentarfilmer werden und arbeitet an einem Langzeitprojekt, das sich mit einem autistischen Jungen beschäftigt.

Der Unterschied ist allerdings, dass Natalie sich finanziell keine Sorgen machen muss, denn sie stammt aus einer wohlhabenden Familie. Dan hingegen ist auf das Gelingen seines Projekts angewiesen, um ein Stipendium zu bekommen, was Natalie nicht bewußt ist.
Außerdem ist ihr (und Dan anfangs ebensowenig) klar, dass er neidisch auf Natalie ist. Nicht so sehr des Geldes wegen, sondern aufgrund ihres irrsinnigen Talents.
Neid als Basis einer Beziehung? Das ist schwierig.

Schwierig ist auch Natalies aufbrausendes Wesen – und ihre krankhafte Eifersucht. So schildert es uns Dan zumindest. Aber da wir beide Seiten der Geschichte hören, stellt sich bald die Frage, ob Natalie Ausbrüche nicht vollkommen berechtigt sind.
Was läuft da mit seiner Kindheitsfreundin Ruby und der hochattraktiven Arielle?
Bildet sich Natalie dies alles nur ein?

Aber nicht nur Natalie und Dan kommen zu Wort. In Chats und Mails erfahren wir, wie andere auf die Beziehung der beiden reagieren und das macht dieses Buch so rasant, dass ich es quasi in einem Rutsch mit gelesen habe.
Wer, wie ich, ebenfalls Spaß Highschool-Geschichten hat, deren Charaktere nicht durchweg sympathisch sind und zum Beispiel Romane wie “One of us is lying” mag, dem lege ich “Heartbreak Letters” ans Herz und wünsche viel Vergnügen bei der Lektüre.

Ab 14 Jahren.

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ISBN: 978-3-473-40162-8
Verlag: Ravensburger
Erscheinungsjahr:
Übersetzung: Yvonne Hergane
Seiten: 288
Preis: 15,00 €


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