Auf diese Taschenbuch-Neuerscheinungen freue ich mich im Frühjahr 2015 – Teil 1

Vor zwei Tagen habe ich festgestellt, dass ja schon die neuen Vorschauen der Verlage für das Herbstprogramm eintrudeln – und ich mit den Neuerscheinungen für das Frühjahr noch immer nicht ganz durch bin…
Daher kommt heute nun Teil 1 der Neuerscheinungen im Bereich Taschenbuch auf die ich mich besonders freue:

Roman Graf: „Niedergang“

Niedergang von Roman GrafEin junges Paar (er Schweizer, sie Berlinerin) plant eine Tour in den Schweizer Bergen. Er ist extrem motiviert und hat alles perfekt geplant. Doch dann spielt das Wetter nicht mehr so mit, wie die beiden es eigentlich gehofft hatten und bei ihr schwindet die Lust auf den Aufstieg.
Je weiter sie sich dem Gipfel nähern, desto mehr leidet ihre Beziehung.
Im Kulturspiegel wurde Grafs Sprache als hochliterarisch gelobt und das in Kombination mit einem kammerspielartigen Szenario am Berg macht mich sehr neugierig auf dieses Buch, das im Juli 2015 erscheinen wird.Inzwischen habe ich dieses Buch gelesen und bin vollkommen begeistert!
Hier geht es zu meiner Rezension.

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Sherwood Anderson: „Winesburg, Ohio“

Winesburg Ohio von Sherwood AndersonBei diesem Buch handelt es sich um einen Klassiker der amerikanischen Literatur, der von Eike Schönfeld (der unter anderem Jonathan Franzen, Jeffrey Eugenides und J.D. Salinger ins Deutsche übertragen hat) neu übersetzt worden ist.
Mit seiner Beschreibung der Menschen des Ortes Winesburg revolutionierte Sherwood Anderson die amerikanische Short Story und Daniel Kehlmann (der auch das Nachwort zu diesem Buch geschrieben hat) sagt, dass „Winesburg, Ohio“ zu den schönsten und melancholischsten Werken der amerikanischen Literatur zähle.Dieses Taschenbuch erscheint im August 2015 – die gebundene Ausgabe ist bereits lieferbar. » zur Verlagsseite
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Upton Sinclair: „Öl!“

Oel von Upton SinclairHier ist der Titel Programm, denn es geht um einen der wichtigsten Rohstoffe überhaupt: Um das Öl – in der legendären Zeit der Ölbarone.
Bunny ist der Sohn eines großen Ölmagnaten und hätte somit als Erbe eigentlich vollkommen ausgesorgt. Aber anstatt sich zurückzulehnen und Geld auszugeben, beginnt er sich für die einfachen Menschen auf den Ölfeldern zu interessieren. Er versucht den Spagat, zwischen der reichen, privilegierten und auch undurchsichtigen Welt seines Vaters und dem Arbeitermilieu – wird aber weder in der einen, noch in der anderen Welt heimisch.Ich finde dieses Thema sehr spannend und habe aus diversen Kritiken zu diesem Titel gelesen, dass Upton Sinclair wohl sehr detailliert recherchiert hat.
Es ist schon ein ziemlicher Wälzer, das muss ich zugeben, aber ZeitOnline hat über dieses Buch (das in gebundener Form bereits erhältlich ist und als Taschenbuch im September 2015 erscheinen wird) geschrieben:
»Sinclairs exakt recherchierter Roman erzählt von Gewinnern und Verlierern, von Gier und Spekulanten und vom Öl als Schmierstoff des Kapitalismus. Glasklar und grandios zugleich.«Das klingt doch richtig gut und deshalb freue ich mich auf dieses Buch. » zur Verlagsseite
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Edith Wharton: „Dämmerschlaf“

Daemmerschlaf von Edith Wharton„Dämmerschlaf“ spielt in den 20er Jahren in der High Society New Yorks.
Hauptfigur ist Pauline Manford, deren Welt nur dann in Ordnung ist, wenn sie einen vollen Terminkalender hat.
Ständig in Sorge, alles richtig zu machen und dazuzugehören, trainiert sie ihre körperliche und mentale Fitness, pflegt die richtigen Kontakte und versucht ihr gesellschaftliches Engagement wohl zu dosieren.
In diesem Epochenportrait gewährt uns die Pulitzer Preisträgerin Edith Wharton einen Blick hinter die Kulissen der High Society New Yorks und es zeigt sich, dass sich in den letzten hundert Jahren nur wenig geändert hat – so schreibt es die Frankfurter Rundschau.
Da bin ich mal gespannt!Als Taschenbuch erscheint „Dämmerschlaf“ im Oktober 2015. Gebunden ist es bereits lieferbar. » zur Verlagsseite
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Abbas Khider: „Brief in die Auberginenrepublik“

Brief in die Auberginenrepublik von Abbas KhiderIrak im Oktober 1999 – Salim, ein ehemaliger Student, schlägt sich im libyschen Exil als Bauarbeiter durch. Er war wegen des Besitzes verbotener Bücher verhaftet worden. Über seinen Onkel ist ihm die Flucht aus dem Irak gelungen, doch er hat nie wieder von seiner Familie, seinen Freunden und vor allem von seiner Geliebten Samia gehört. Nun erfährt er in Bengasi von einem die ganze arabische Welt überspannenden Netzwerk von illegalen Briefboten und wagt es, Samia einen Brief mit einem Lebenszeichen zu senden …

Ich freue mich sehr auf dieses Buch, zumal eine Kollegin es schon in der gebundenen Version gelesen hat und und sehr begeistert gewesen ist.
Das Taschenbuch wird im Oktober 2015 erscheinen.

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Kim Leine: „Ewigkeitsfjord“

Ewigkeitsfjord von Kim LeineEnde des 18. Jahrhunderts geht Morten Falck als Missionar nach Grönland. Mit Rousseaus Satz »Der Mensch ist frei geboren, und überall liegt er in Ketten« auf den Lippen und mit einer Kuh im Schlepptau trifft er nach wochenlanger Seefahrt in der dänischen Kolonie ein. Hier prallen die Lebensweise der Eingeborenen und der Kolonisatoren in Eis und Finsternis gewaltsam aufeinander. Die zehn Gebote, die er predigt, wird Morten bald in vielfacher Hinsicht übertreten. Aber er gewinnt auch die Liebe einer Eskimofrau und findet völlig unerwartet eine abtrünnige Siedlergemeinschaft, die tatsächlich nach aufklärerischen Idealen lebt. Kim Leines meisterhafter Roman macht das Leben in Grönland zur damaligen Zeit mit allen Sinnen erfahrbar und erzählt zugleich eine ganz moderne Geschichte.

Auch das ist ein Titel, den eine Kollegin bereits gelesen hat (gebunden ist dieses Buch lieferbar), sehr angetan gewesen ist und den ich unbedingt lesen und in diese fremde Welt eintauchen möchte.

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Elif Shafak: „Der Bastard von Istanbul“

Bastard_IstanbulEs um Armanoush, die seit der Scheidung der Eltern in zwei verschiedenen Welten lebt: Ihr armenischer Vater baut sehr auf die Tradition der Familie, während die Mutter eher den American-Way-Of-Life lebt. Je älter Armanoush wird, deso weniger weiß sie, wer sie wirklich. So entschließt sie sich nach Istanbul zu fahren und dort die Familie ihres türkischen Stiefvaters zu besuchen. Dort angekommen freut sie sich sehr über die herzliche Gastfreundschaft, muß aber auch feststellen, dass ihre Fragen zur türkisch-armenischen Geschichte vollkommen ignoriert werden…

Seit ich selbst einmal in Istanbul gewesen bin, ziehen mich Bücher, in denen es um die Türkei und besonders um Istanbul geht irgendwie an.
„Der Bastard von Istanbul“ ist ein älteres Werk von Elif Shafak, das nun wieder neu aufgelegt worden und bereits als Taschenbuch lieferbar ist.
Eine Kollegin von mir ist von Elif Shafaks Büchern ganz begeistert. Ich habe noch nichts von ihr gelesen, freue mich aber sehr auf diese Lektüre.

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Uwe Kolbe: „ Die Lüge“

Die_LügeHierbei dreht es sich um eine Vater-Sohn Geschichte, die wohl in der DDR spielt, obwohl jene kein einziges Mal namentlich genannt wird.
Der Sohn wollte früher einmal einmal Biochemiker werden, hat diesen Berufswunsch aber schnell ad acta gelegt und verdient nun sein Geld als Komponist im Bereich der E-Musik. Er hat ein gutes Auskommen und lebt zufrieden, bis eines Tages sein leiblicher Vater vor der Tür steht, zu dem er schon lange keinen Kontakt mehr gehabt hat. Der Vater stinkt nach Zigaretten, ihm fehlt ein Schneidezahn und es ist offensichtlich, dass er nicht ohne Grund vorbei gekommen ist. Was will er nach so langer Zeit von seinem Sohn?
In diesem Buch geht nicht nur um die Beziehung zwei entfremdeter Personen, sondern auch um die Entstehungsbedingungen von Kunst in Zeiten einer Diktatur und das interessiert mich sehr.Dieses Buch ist bereits als Taschenbuch lieferbar. » zur Leseprobe

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