Monatsrückblick – August & September 2020

Monatsrückblick – August & September 2020

Im August ist die Longlist des Deutschen Buchpreis 2020 bekannt gegeben worden. Ich habe zwar keinen einzigen der zwanzig nominierten Romane gelesen, es aber immerhin geschafft eine Link-Liste mit Rezensionen der Titel zu veröffentlichen.
Im September folgte dann die Shortlist. Eine Rezensionsliste mit Links gibt es natürlich ebenfalls. Ich versuche diese nach wie vor zu ergänzen und bin gespannt, welcher der sechs Titel am 12. Oktober das Rennen machen wird.

Des weiteren habe ich eine Übersicht der Bücher veröffentlicht, die ich bereits in der gebundenen Ausgabe gelesen habe und die im Herbst 2020 als Taschenbuch erscheinen werden.

Natürlich habe ich auch gelesen.
Und zwar diese Bücher:

Ursula Poznanski: “Cryptos”

Fast hätte ich dieses Buch nicht gelesen, weil ich dachte: Ach, das verkauft sich ja eh von selbst. Was hätte ich da verpasst! Eine richtig toller Roman in dem uns die österreichische Bestsellerautorin Ursula Poznanski zeigt, wie das Leben auf der Erde in der Zukunft aussehen könnte.

“Cryptos” ist definitiv eines meiner Highlights des Jahres, das ich allen ans Herz lege, die mal wieder in einem Buch versinken möchten.
Super!

» zu meiner Rezension

Tamara Bach: “Sankt Irgendwas”

Man munkelt, dass auf der Klassenfahrt der 10b irgendetwas passiert sein muss. Warum sonst sind denn alle Eltern zu einem Elternabend vorgeladen worden….
Aus verschiedenen Perspektiven erfährt der Leser, was geschehen ist.

Tamara Bachs Bücher wollte ich schon so lange lesen, zumal ich sehr viele begeisterte Stimmen vernommen hatte.
Ich glaube, meine Erwartungen waren zu hoch. Ich fand “St. Irgendwas” zwar nicht schlecht, aber wirklich überzeugt hat es mich nicht.
Schade.

Stephanie Lapointe: “Fanny Cloutier”

Fanny ist 14 und ist quasi gezwungen worden Tagebuch zu führen. Wem sollte sie sich denn bitte sonst anvertrauen??? Da ist ja niemand mehr, denn ihr Vater hat beschlossen, einen Forschungsauftrag in Japan anzunehmen und Fanny zu einer Tante abzuschieben, von deren Existenz Fanny bisher nichts wusste.
Nach dem Tod ihrer Mutter gab es nur ihren Vater und sie. Und das war auch gut so!
Jetzt wohnt sie also in einem Ort, an dem sie niemanden kennt und an dem sie nicht sein möchte. Was für ein Mist!

Was hier vor uns liegt ist Fannys Tagebuch, das wunderbar bunt ist, zumal Fanny eigentlich viel lieber zeichnet, als schreibt.
Und nicht nur optisch ist dieses Buch sehr gelungen, auch der Inhalt überzeugt. Denn auf jeder Seite fühlen wir mit der Protagonistin. Wir leiden, lachen und lieben mit ihr.
Toll!

Monika Hülshoff: “Amelie & Antonio”

Amelie erlebt mit ihrem Stoff-Nashorn Antonio allerhand, denn er begleitet sie überallhin. Wie es eben ein guter Freund so macht.

Vorlesegeschichten für Zwischendurch. Putzig, aber nicht überragend.
Ab 4 Jahren.

Jill Ciment: “Anatomie eines Prozesses”

Sie heißen F-17 und C-2 und befinden sich in der gleichen Situation. Beide sind als Geschworene in einem Prozess in Florida berufen worden.
Um was es gehen wird, wissen sie noch nicht. Auch nicht, ob sie vielleicht ein paar Wochen lang isoliert verbringen müssen, damit sie in ihrem Urteil nicht von der Außenwelt beeinflusst werden können.
Von Anfang an ist da etwas zwischen F-17, dem Anatomieprofessor und C-2, der verheirateten Fotojournalistin…

Ein richtig tolles Buch, in dem es nicht nur um einen Mordprozess, sondern auch um die Liebe und das Leben im Alter geht.

Dieser Roman erscheint Ende Oktober 2020.

Jenny Downham: “Ich war der Lärm, ich war die Kälte”

Lexie hat sich nicht unter Kontrolle. Ständig rastet sie aus und schmeißt dabei schon mal mit Dingen um sich.
Ihre Mutter weiß nicht mehr weiter und wendet sich immer mehr von ihrer Tochter ab.
Ihr Stiefvater ist ebenfalls mit seinem Latein am Ende und außerdem sehr froh darüber, dass sein Sohn ausgezogen ist. Denn für seinen Geschmack sind sich Lexie und der intelligente Cass sowieso viel zu nahe gekommen.
Und Lexie? Ja Lexie hat jetzt niemanden mehr, der sie versteht. Und niemanden, der ihr glaubt, dass nicht sie das Problem ist. Sondern ein anderes Familienmitglied…

Ein toller Roman über Hilflosigkeit und die Macht toxischer Persönlichkeiten.
Daumen hoch!

Anne-Sophie Monrad: “Fashion Victim”

Anne-Sophie Monrad ist Topmodel. Sie lief Fashionshows für z.B Givenchy und Gaultier und war unter anderem das Gesicht des Parfums “Chance” von Chanel.
Das hört sich toll an! Aber ist das Modeln wirklich ein Traumjob?

Authentisch und ohne ein Blatt vor den Mund zu nehmen, beschreibt uns Anni Monrad, wie das Modelbusiness wirklich läuft.
Wie es ist, wenn man erfährt, dass einem für einen Einkauf im Second-Hand-Laden mit dem eigenen Agenten 300 Euro in Rechnung gestellt werden. Worüber man zuvor nicht informiert wurde.
Und wie es ist, sechs Jahre lang aufgrund des Mager-Drucks in der Branche seine Periode nicht zu bekommen…

Hochinteressant!


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