Monatsrückblick –  März 2021

Monatsrückblick – März 2021

Im März habe ich unter anderem zwei Bücher gelesen, die zu meinen Highlights des Jahres 2021 zählen:

Juli Zeh: “Über Menschen”

Dora hat es in Berlin nicht mehr ausgehalten. Zum einen wegen des Lockdowns, aber eigentlich viel mehr wegen ihres Freundes Robert, der sich sehr verändert hat. Erst wurde er zum Klimaaktivisten und jetzt ist er selbsternannter Corona-Experte, der davon überzeugt ist, dass es nur eine Sicht der Dinge gibt: Nämlich seine.
Deshalb hat Dora sichein kleines (renovierungsbedürftiges) Häuschen in Brandenburg gekauft und ist mit ihrem Hund dort eingezogen. Ihren Job (Texterin in einer Agentur) kann sie auch von dort aus erledigen.
Sie hat auch einen Nachbarn: Grote, der definitiv der rechten Szene angehört und daraus kein Geheimnis macht…

Zuerst hatte ich keine Lust auf dieses Buch, denn mir war das “Corona – Setting” zu viel.
Dann habe ich reingelesen und konnte diesen Roman nicht mehr aus der Hand legen.
Super!

Alan Gratz: “Amy und die geheime Bibliothek”*

Amy liebt das Lesen (und die Ruhe in der Bibliothek) sehr.
Als sie sich (malwieder) ihr Lieblingsbuch in der Schulbücherei ausleihen möchte, muss sie feststellen, dass es nicht im Regal steht.
Das kann nicht sein!!! Denn niemand außer Amy selbst leiht es aus.

Schließlich erfährt sie, dass die Bibliothekarin dieses Buch aus dem Regal nehmen musste, weil die Mutter eines Mitschülers der Meinung war, dass es für Grundschüler nicht geeignet ist.
Dagegen muss etwas unternommen werden!

Ein richtig tolles Buch, für alle Menschen die das Lesen lieben. Egal welchen Alters!

Sarah Welk: “Ziemlich beste Schwestern – Volle Kanne Urlaub”

Neue lustige Alltagsgeschichten von Mimi (7) und Flo (5). Dieses Mal fahren sie in den Urlaub und die Reise wird sehr heiter…zumindest für die Kinder…;)

Schön groß geschrieben für Erstleser – und prima zum Vorlesen für Kinder ab ca. 5 Jahren.

Orkun Ertener: “Was bisher geschah”*

Bisher sind Paul und Finn unzertrennlich gewesen. Doch dann kam Khalil an die Schule und Paul beschäftigt sich mehr mit ihm.
Außerdem steht Abitur an und wie es danach weitergeht, weiß eh niemand.

Dann kommt es zu einem Unfall, bei dem Paul sein Gedächtnis verliert und er sich nur noch an die vergangenen 24 Stunden erinnern kann.
In dieser Situation bekommt er einen Brief von Khalil, in welchem dieser schreibt, dass er etwas Großes plant. Paul hat zwar keine Ahnung, was er Khalil damit meinen könnte, beschließt ihn aber dennoch aufzuhalten…

Orkun Erteners Roman “Lebt” war eines meiner Lieblingsbücher des Jahres 2018. Eine Art Dan Brown für Anspruchsvolle: Richtig gut recherchiert und geschrieben.
Deshalb war ich sehr gespannt auf “Was bisher geschah” – jedoch dann auch sehr enttäuscht.
Ich fand es schlichtweg langweilig und die Story an den Haaren herbeigezogen.
Schade.

Pete Johnson: “Wie man seine Eltern erzieht”*

Luis (12) ist umgezogen (nach London) und musste auch die Schule wechseln. Dort sind nur supergute Kinder, die immer nur lernen. “Eliteschule” nennt man das. Luis hat einen Traumberuf, zu dem es kein passendes Schulfach gibt: Er will Comedian werden. Das Talent dazu hat er auf jeden Fall.
Bisher haben sich seine Eltern nicht um Luis´ Noten gekümmert.
Eine drei in Mathe war doch auch voll ok.

Tja…bis seine Mutter Bekanntschaft mit den Nachbarseltern gemacht hat. Seitdem fängt sie an, Luis´ Hausaufgaben zu kontrollieren und fragt, ob er denn nicht am Nachmittag einen Französischkurs machen möchte! ‘
Geht’s noch??????

Superwitzig, im Tagebuchstil geschrieben und prima für junge Menschen (ab ca. 10 Jahren) die vielleicht noch nicht ganz so gerne lesen.


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