Monatsrückblick – Januar 2021

Monatsrückblick – Januar 2021

Im Januar habe ich euch die Neuerscheinungen vorgestellt, auf die ich mich im Frühjahr 2021 besonders freue.
Außerdem ich habe natürlich auch gelesen und eines meiner Highlights des Jahres entdeckt:

Colum McCann: “Apeirogon”*

Bassams Tochter Abir ist zehn Jahre alt und hat gerade Süßigkeiten gekauft, als sie von einem israelischen Grenzsoldaten mit einem Gummigeschoss getötet wird.
Ramis Tochter Smadar ist fast vierzehn und in Jerusalem unterwegs, um Schulbücher zu kaufen, als sie von drei palästinensischen Selbstmordattentätern in die Luft gesprengt wird.
Colum McCann hat ihre Väter Bassam und Rami getroffen, mit ihnen gesprochen und erzählt uns in diesem Buch ihre Geschichte.

Ich habe für dieses Buch so viele Post It´s verbraucht – und unglaublich viel dazugelernt.
Ein großartiges, bereicherndes Buch.
Definitiv eines meiner Highlights des Jahres 2021.

Ottessa Moshfegh: “Der Tod in ihren Händen”*

Vesta spaziert alleine (wie jeden Morgen) mit ihrem Hund durch den Wald. Heute aber bringt sie ein Zettel auf dem Waldboden aus ihrer Routine:
„Ihr Name war Magda. Niemand wird je erfahren, wer sie getötet hat. Hier ist ihre Leiche.“

Vesta schaut sich gründlich um, doch sie kann nichts Ungewöhnliches entdecken.
Sie geht wieder zurück in ihre Hütte, doch der Text lässt sie nicht mehr los.
Wer ist Magda? Und was ist mit ihr passiert?

Dieser Roman ist eine der Neuerscheinungen, auf die ich mich in diesem Frühjahr besonders gefreut habe. Denn Ottessa Moshfeghs “Eileen” fand ich so gut.
Gut geschrieben ist “Der Tod in ihren Händen” auch und die Idee an sich ist meiner Meinung nach genial. Doch manchmal reicht eine geniale, spannungsversprechende Idee nicht aus.
Ich habe das Buch jedenfalls mit dem Gefühl zugeklappt, dass da fünfzig Seiten fehlen.
Da wäre mehr drin gewesen.
Schade.

Lea-Lina Oppermann: “Fürchtet uns, wie sind die Zukunft”*

Theo studiert an einer Musikhochschule im ersten Semester und ist sehr talentiert. Als er auf die Schauspielstudentin Aida trifft, ist er hin und weg.
Fasziniert hört er ihren Reden zu, (Aida kämpft gegen die Machtstrukturen an der Akademie) und lässt sich zu nicht ganz legalen, gefährlichen Aktionen überreden. Bis, tja bis….

Lea-Lina Oppermanns Debüt „Was wir dachten, was wir taten“ hat mir sehr gut gefallen.
„Fürchtet uns, wir sind die Zukunft“ erscheint am 10.2.2021.
Dann erzähle ich Euch mehr.

Update vom 18.2.2021: Die ersten Seiten haben mir sehr gut gefallen. Vor allem wie die Autorin Theos Zugang zur Musik beschreibt.
Der Rest des Buchs war mir allerdings dann zu ambitioniert. Zu viele Themen wurden angerissen, aber nicht weiter ausgeführt. Weniger wäre hier mehr gewesen.
Schade.

Mirna Funk: “Zwischen Du und Ich”

Nike ist Jüdin und lebt in Berlin. Vor ihrer Haustür befindet sich der Stolperstein ihrer Urgroßmutter.
Jede Straße durch die sie geht, ist mit Erinnerungen verbunden. Manche sind gut, doch viele sind sehr schmerzhaft.

Dann bekommt sie einen neuen Job in Tel Aviv angeboten. Sie zögert nicht lange und lernt dort den Journalisten Noam kennen. Auch seine Lebensgeschichte ist nicht einfach, doch Nike beschließt, Noam in ihr Leben zu lassen.
Das klingt schön, doch es ein großes Problem: Noams Onkel Asher, ein schwieriger und brutaler Mensch.

Vor einigen Jahren habe ich “Winternähe” von Mirna Funk gelesen und war sehr begeistert.
“Zwischen Du und Ich” erscheint am 19.2.2021 und ich durfte es schon vorab lesen.
Deshalb kann ich sagen: Freut euch drauf!

» zu meiner Rezension

Nigel Slater: “Greenfeast – Das kleine Buch der grünen Küche: Herbst / Winter”*

Mein erstes Nigel-Slater-Kochbuch und ich glaube, ich brauche Nachschub!
Viele tolle, einfache und leckere Rezepte für die kalte Jahreszeit.
Prima!

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One thought on “Monatsrückblick – Januar 2021
Cristina

Ich habe Otessa Moshfeghs „Der Tod in ihren Händen“ zu Ende gelesen und war begeistert! Am Anfang hatte ich Mühe, dran zu bleiben und war dennoch bereits leicht gefesselt von der so andersartigen Atmosphäre der Geschichte. Schließlich vollzog sich eine Wendung, Realität und Einbildung vermischten sich und waren kaum auseinander zu halten. Ich dachte, ich werde über dem Buch verrückt. Es war genial. Vor allem das Ende. Ich kann es nur empfehlen.

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