Auf diese Neuerscheinungen freue ich mich im Frühjahr 2021

Auf diese Neuerscheinungen freue ich mich im Frühjahr 2021

Vor uns liegt ein tolles Frühjahr, in welchem viele Bücher erscheinen, die ich sehr interessant finde. Ich weiß gar nicht, wann ich das alles lesen soll!
Außerdem steht ein neuer Verlag in den Startlöchern, dessen Programm mich sowohl optisch, als auch inhaltlich überzeugt.

Hier sind sie also, die Romane auf die ich mich im im ersten Halbjahr 2021 besonders freue:

Katharina Höftmann Ciobotaru: „Alef“

Maja ist mit ihren Eltern in der DDR aufgewachsen. Während ihre Mutter nach der Wende aufblüht, gerät ihr Vater ins rechte Milieu.
Als sie auf Eitan trifft (ein Enkel Holocaust-Überlebender, dessen Mutter aus dem Irak stammt und nach Israel geflohen ist), treffen zwei Welten aufeinander.

Sowohl für Maja, als auch für Eitan ist es die große Liebe.
Doch Eitan fühlt sich in Deutschland nicht wohl und möchte, dass Maja zum Judentum konvertiert und nach Israel zieht.
Maja jedoch fühlt sich weder in Israel noch mit dem Glauben sehr wohl…

Das hört sich hochinteressant an! Schade dass dieses Buch erst Ende März 2021 erscheint.
Ich würde am liebsten gleich loslesen.

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Meg Mason: “Alles, was wir wollen”

Irgendetwas stimmt mit Martha nicht, das weiß sie selbst. Aber was es ist, das weiß sie nicht. Alle anderen sagen, dass es wohl die Wechseljahre seien (Martha wird bald 40) und dass sie doch mal zufrieden sein soll.
Bald heiratet sie ja Patrick und der möchte doch nur eins: Das Martha glücklich ist.
Doch genau das klappt irgendwie nicht.

Dann eskaliert die Situation und Patrick verlässt Martha. Und somit das Leben, auf das sie sich nur ihm zuliebe eingelassen hat…

Dieser Plot erinnert mich ein bisschen an Marijke Schermers Roman “Unwetter”, der mir sehr gut gefallen hat.
In diesem Buch geht es auch eine Frau, die ihrem Mann etwas nicht erzählt hat und denkt, dass es jetzt zu spät dafür ist.
Ihr Leben ist ein Spießrutenlauf, denn eine Notlüge folgt auf die andere. Mit dem Ende hätte ich niemals gerechnet.

Ich bin gespannt darauf zu erfahren, warum Martha nicht glücklich ist und hoffe, überrascht zu werden.

Erscheint Ende März 2021.

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Katja Kettu: „Die Unbezwingbare“

Lempi lebt schon lange nicht mehr im Reservat der Ojibwe bei ihrem Vater.
Ihre Mutter ist vor Jahrzehnten verschwunden.
Ihr Vater gibt die Suche nach ihr jedoch nicht auf, sondern meldet seine Frau immer wieder als vermisst.
Dieses Mal meldet er allerdings nicht nur das Verschwinden seiner Frau, sondern auch das eines blonden Mädchens.

Deshalb beschließt Lempi ins Reservat zurückzukehren, einen Ort, an dem für die anderen Bewohner zu weiß ist. Denn Lempi ist zur Hälfte Finnin und zur anderen Hälfte Ojibwe.
Kaum ist sie angekommen, wird ihr klar, dass sich die Vorurteile, mit denen sie konfrontiert wird, nicht geändert haben.
Und auch nicht, das prinzipiell alles, was das Thema Gewalt gegen indigene Frauen betrifft, totgeschwiegen wird…

Katja Kettus Roman „Wildauge“* war in Finnland ein Bestseller.
Es befasst sich mit der deutschen Besatzung Finnlands und ist vielfach ausgezeichnet worden.
Ein sehr interessantes Thema, das mir durch den Roman “Lempi” von Minna Rytisalo bekannt ist.
Allerdings würde ich diese Thematik gerne vertiefen.

Vielleicht lese ich jetzt erstmal “Wildauge”, denn auf “Die Unbezwingbare” muss ich noch bis Ende März 2021 warten.

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Ashley Audrain: “Der Verdacht”

Bis Blythe Fox traf, war ihr klar, dass sie nie ein Kind bekommen würde. Die Zweifel, dass sie diesem jemals eine gute Mutter sein könnte, waren einfach zu groß.

Fox ist aber so überzeugend, dass sie die Zweifel verdrängen kann. Sie wird schwanger. Doch die unbändige Freude auf das Kind bleibt aus.

Als Violet auf die Welt kommt, ist Fox sehr glücklich. Das Baby ist sein ein und alles.
Blythe hingegen weiß sofort, dass da nur eines ist: Pure Ablehnung.
Sowohl von ihrer Seite aus, als auch von der ihres Kindes….

Ich habe dieses Buch bereits gelesen und bin total begeistert!
Prima für alle Leserinnen und Leser der Romane “Dann schlaf auch Du” (Leila Slimani) und „Wir müssen über Kevin reden“* (Lionel Shriver). .

„Der Verdacht“ erscheint Ende März 2021.

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Jenny Offill: „Wetter“

Lizzy ist Bibliothekarin und versucht sich als Hobby-Psychologin, indem sie sich um ihren Bruder kümmert, der ein Ex-Junkie ist.
Da ihr ein gewisses Talent im Bereich der Psychologie nicht abzusprechen ist, macht ihr eine ehemalige Mentorin einen Vorschlag.

Sie betreibt einen Podcast (“Hölle und Hochwasser”) und braucht jemanden, der sich um die Fanpost kümmert. Der wirklich zahlreichen Fanpost, die aus ganz unterschiedlichen Lagern kommt.
Einmal sind da die Linken, die mit großer Besorgnis die Klimakatastrophe kommen sehen. Auf der anderen Seite sind die extrem konservativen Menschen, die den Untergang der westlichen Welt befürchten.

Lizzie nimmt den Job an und muss sich bald die Frage stellen, wie sie denn jetzt mit gutem Gewissen ihr Gärtchen bewässern kann, wenn doch die ganze Welt dem Untergang geweiht ist…

Jenny Offills “Amt für Mutmaßungen” habe ich vor ein paar Jahren mit Begeisterung gelesen.
Denn In ihren Sätzen steckt so viel mehr, als man zunächst vermutet. Großartig!
Deshalb freue ich mich auf ihr neues Buch.

P.S. Jenny Offills Bilderbuch „Lucky!“* hat meine Kollegin Carolin und mich auch total begeistert.

Erscheint Anfang April 2021

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Zeruya Shalev: „Schicksal“

Atara macht sich Sorgen. Um ihren Mann, der auf Abstand zu gehen scheint und um ihren Sohn. Denn dieser verlässt seit seinem letzten Einsatz als Elitesoldat das Haus fast gar nicht mehr.

Weil kein Dialog mit den beiden zustande kommt, versucht sich Atara abzulenken und forscht nach Rachel.
Mit ihr war Ataras Vater verheiratet, bevor er Ataras Mutter kennenlernte. Zusammen kämpften sie in einer Untergrundmiliz für den israelischen Staat.

Über Rachel zu sprechen war ein absolutes Tabu und Atara beschließt dieses endlich zu brechen. Mehr als das. Sie möchte nicht nur über Rachel sprechen, sondern mit ihr.
Doch das Zusammentreffen der beiden Frauen läuft anders, als geplant…

„Liebesleben“* und „Mann und Frau“* von Zeruya Shalev habe ich vor langer Zeit sehr gerne gelesen. Dann habe ich zwei Shalev-Romane ausgelassen. Ich glaube, “Schicksal” ist ein guter Wiedereinstieg.

Dieses Buch erscheint Ende Mai 2021.

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Roland Schimmelpfennig: „Die Linie zwischen Tag und Nacht“

Tommy ist gerade suspendiert worden. Doch als er von einer jungen, toten Frau hört, die ein Brautkleid trägt, während sie im die im Landwehrkanal treibt, kann der Drogenermittler nicht anders. Er möchte der Frage, was geschehen sein mag auf den Grund gehen.

Er beginnt in Clubs nachzufragen und hört sich im kriminellen Milieu um. Sehr müde, aber auch hellwach, taucht ein, in die Welt der Überlebenskünstler und Gestrandeten…

Roland Schimmelpfennig ist einer der meistgespielten Dramatiker der Gegenwart in Deutschland.
Sein Roman “An einem klaren, eiskalten Januarmorgen zu Beginn des 21. Jahrhunderts” stand 2016 auf der Shortlist für den Preis der Leipziger Buchmesse .

Ich habe gerade mal in die Leseprobe* hineingeschaut und mich gefragt, warum ich dieses Buch eigentlich nicht gelesen habe…!
Aber das kann ich ja nachholen.
Ich freue mich auf diese Lektüre und auf Roland Schimmelpfennigs neues Buch.

„Die Linie zwischen Tag und Nacht“ erscheint Ende Februar 2021.

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Romina Pleschko: „Ameisenmonarchie“

Magdalena kann nicht anders. Die Salami ruft nach ihr. “ISS MICH!”.
Magdalena ist salamisüchtig.
Ihr Sohn soll die gynäkologische Praxis seines Vaters übernehmen. Wie das gehen soll, ist vor allem dem Sohne selbst schleierhaft, denn er findet, dass das weibliche Geschlecht abstoßend ist.

Im gleichen Haus wie obige Arztfamilie leben außerdem ein notorisch schlecht gelaunter Abgeordneter, eine in die Jahre gekommene Kosmetikfachverkäuferin und Klaus.
Sie alle begegnen sich dann und wann.
Ob das jetzt so gut ist, sei einmal dahingestellt.

Der Verlag spricht von einem “scharfzüngig” geschriebenen Roman. Das finde ich ja schonmal gut.
Überzeugt hat mich aber die Salamisucht. Tolle Idee!
Dieses Buch brauche ich!

Erscheint im Februar 2021.

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Charlotte Van den Broeck: “Wagnisse – 13 tragische Bauwerke und ihre Schöpfer”

Charlotte Van den Broeck hat sich 13 Bauwerke ausgesucht, die eines gemeinsam haben: Sie sind dem jeweiligen Architekten misslungen. Alle 13 haben sich selbst das Leben genommen.

So geht es zum Beispiel darum, dass für 2.400 Soldaten nur vier Toiletten gebaut werden und einen Kirchturm, der sich nach und nach “wie ein geknickter Phallus” zu beugen beginnt. Das ist eher suboptimal – und klingt hochinteressant!
Zu dieser Thematik fällt mir gerade dieser Wolkenkratzer in Benidorm ein, bei welchem der Aufzug vergessen worden ist…

“Wagnisse” erscheint Ende April 2021 und steht schon auf meiner “Was ich vielleicht an Weihnachten verschenken könnte” Liste.

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Ottessa Moshfegh: „Der Tod in ihren Händen“

Vesta spaziert mit ihrem Hund durch den Wald. Wie jeden Morgen. Heute aber bringt sie ein Zettel auf dem Waldboden aus ihrer Routine: „Ihr Name war Magda. Niemand wird je erfahren, wer sie getötet hat. Hier ist ihre Leiche.“
Vesta schaut und schaut, doch weder sie noch ihr Hund entdecken etwas Ungewöhnliches, geschweige denn eine Leiche.

Die Sache läßt Magda nicht mehr los und sie ist fest entschlossen, Magda und ihrem Mörder auf die Spur zu kommen. Je tiefer sie jedoch nachbohrt, desto mehr wird klar: Auch Vesta hat so ihre Abgründe…

Juhu!! Eine neue Moshfegh! Ihr Roman “Eileen” hat mich restlos begeistert und war eines meiner Highlights im Jahr 2017.

Deshalb freue ich mich sehr auf ihr neues Buch, das zum Glück schon Ende Januar 2021 erscheint.
Länger würde ich es wohl auch nicht aushalten.

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» kurz & knapp: Mein Leseeindruck

Roman Sandgruber: „Hitlers Vater“

Der Historiker Roman Sandgruber hat sich intensiv mit den 31 Briefen beschäftigt, die Adolf Hitlers Vater Alois geschrieben hat.
Diese sind erst sehr spät gefunden worden und machen die Persönlichkeit des Menschen deutlicher, der Adolf Hitler maßgeblich prägte.
Das ist bestimmt interessant, denn die Frage danach, wie Hitler so aufsteigen konnte, beschäftigt uns ja immer noch und immer wieder.

Davon, dass dieses Buch brillant recherchiert ist, gehe ich aus, denn Roman Sandgrubers
„Rothschild. Glanz und Untergang des Wiener Welthauses“* wurde 2018 mit dem Titel “Wissenschaftsbuch des Jahres” ausgezeichnet.

Erscheint im Februar 2021.

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Raphaela Edelbauer: “Dave”

Syz programmiert mit Leib und Seele. Er arbeitet in einem Labor, das das Erste sein möchte, welches eine generelle Künstliche Intelligenz entwickelt.
Sie alle möchten ihn erschaffen: “Dave”, eine KI, in der sich menschliches Bewusstsein und Rechenleistungen auf höchstem Niveau paaren.
Doch dann kommt der Zeitpunkt, an welchem “Dave” auszufallen droht und Syz sich die Frage zu stellen beginnt, wer eigentlich von “Dave” profitieren wird…

Raphaela Edelbauer war mit ihrem Roman “Das flüssige Land“ für den Deutschen Buchpreis 2019 nominiert und hat mit diesem Titel mein Highlight des Jahres 2018 geschrieben.
Ein großartiges, virtuos geschriebenes Buch!

Deshalb freue ich mich sehr auf ihren zweiten Roman, der Ende Januar 2021 erscheinen wird.

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Sadie Jones: “Die Skrupellosen”

Dan und Bea leben in einer kleinen Wohnung in London, als sie eine folgenschwere Entscheidung treffen: Sie beschließen eine Reise durch Europa zu unternehmen und auch Beas Bruder in Frankreich zu besuchen.
Als sie dort eintreffen, wartet nicht nur der Bruder auf die beiden. Auch Beas Eltern sind vor Ort.

Bea ist nicht begeistert, denn sie wollte immer verhindern, dass sie und Dan aufeinander treffen, zumal sie Dan etwas verschwiegen hat: Beas Familie ist reich. Richtig reich.
Sie besitzen Millionen.

Weshalb möchte Bea nichts mit ihnen und dem Reichtum zu tun haben? Dan wird es bald herausfinden.
Vielleicht wäre es besser gewesen, nichts darüber zu wissen…

Vor Jahren hat mich Sadie Jones Roman “Der Außenseiter” (der nur noch in englischer Sprache* lieferbar ist) sehr begeistert, deshalb bin ich gespannt auf ihr neues Buch.
Der Plot jedenfalls klingt interessant!

Dieses Buch erscheint Mitte Mai 2021.

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Friedrich Ani: „Letzte Ehre“

Finja ist nicht nicht nach Hause gekommen. Zuletzt wurde sie auf der Party gesehen, die im Haus des Freundes ihrer Mutter stattgefunden hat. Besagter Freund selbst war nicht anwesend, sondern hatte seine Wohnung nur für die Party zur Verfügung gestellt.

Der ermittelnden Kommissarin Fariza Nasri unterhält sich mit ihm und alles, was er erzählt klingt vollkommen schlüssig.
Allerdings beschleicht sie dennoch das Gefühl, dass er lügt.

Dieser Roman kreist um die Thermen Macht, Verwüstung und Gewalt und wird vom Verlag als “düster” beschrieben.

Ich habe gerade mal nachgeschaut und festgestellt, dass ich noch kein einziges Buch von Friedrich Ani gelesen habe.
Ich glaube, das muss ich dringend nachholen.

“Letzte Ehre” erscheint Mitte Mai 2021.

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2 thoughts on “Auf diese Neuerscheinungen freue ich mich im Frühjahr 2021
Mikka

Hallo,

hui, da hat du wirklich hochinteressante Bücher gefunden – und der Ecco-Verlag ist bisher komplett an mir vorüber gegangen, wandert jetzt aber auf die Liste der Verlage, deren Neuerscheinungen ich im Auge behalten werde.

LG,
Mikka

    Friederike

    Prima! Dann wünsche ich Dir (bzw. uns 🙂 ) viel Spaß beim Lesen!

    Viele Grüße,
    Friederike

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