Die besten Romane des Jahres 2018

Die besten Romane des Jahres 2018

Hier sind sie, meine Lieblingsbücher des Jahres 2018.
Welcher Roman meine Nummer 1 wird, war allerdings schon im Juni 2017 klar, zumal dieses Leseerlebnis einfach nicht zu toppen ist: 

Petra Piuk: “Toni und Moni oder Anleitung zum Heimatroman”

Petra Piuk hat hier einen schwarzhumorigen, bissigen “Heimatroman” über den Toni und die Moni und das Dorf Schöngraben an der Rauscher verfasst.
Dort ist die Welt noch in Ordnung.
Oder etwa nicht…?!

So etwas habe ich noch nie gelesen! Genial!
Mein Highlight des Jahres.

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Karen Duve: “Fräulein Nettes kurzer Sommer”

Will ich wirklich einen Roman über die Schriftstellerin Annette von Droste-Hülshoff lesen?
Nach dem ersten Satz (“Annette von Droste-Hülshoff war eine Nervensäge”) war klar: Ja das will ich!

Historisch fundiert, sprachlich herausragend – und extrem witzig!

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Minna Rytisalo: “Lempi”

Viljami ist aus dem Krieg nach Finnland zurückgekehrt. Er hat nur durchgehalten, weil er wusste, dass er zu seiner großen Liebe zurückkommen wird: Seiner Lempi.
Doch gerade hat ihn ein Brief erreicht, in welchem seines Magd des Hofes schreibt, dass Lempi gestorben ist.

Ein literarisches Kleinod, in dem es unter anderem um die Beziehungen zwischen Finnen und Deutschen während des Zweiten Weltkriegs geht.
Berührend, spannend und sehr überraschend.

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George Saunders: “I CAN SPEAK!”

Den meisten wird der amerikanische Autor George Saunders wohl durch seinen mit dem Booker-Prize ausgezeichneten Roman “Lincoln im Bardo” bekannt sein.

Ganz ehrlich: Ich finde seine Kurzgeschichten besser.
Seinen Band “Zehnter Dezember” las ich vor einigen Jahren und 2018 habe ich mir “I CAN SPEAK!” vorgenommen.

Abgefahren und einfach super!

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Dörte Hansen: “Mittagsstunde”

Als Ingwer ins Gymnasium kommt, weiß Sönke Feddersen nicht, was er falsch gemacht hat. Ein Gastwirtkind geht nicht auf die höhere Schule.
Und studieren? Nein auf keinen Fall!
Aber Ingwer zieht es durch und geht nach Kiel. Doch dort ist er für alle nur “Der Bauer”. Im Dorf hingegen ist er “Der Philosoph”.

Nach Dörte Hansens Überraschungserfolg “Altes Land” war ich skeptisch, ob ich ihr zweites Buch lesen soll, denn oft werden meine Erwartungen enttäuscht.
Doch alle Zweifel waren in diesem Fall vollkommen unberechtigt.

Dörte Hansen schreibt in “Mittagsstunde” darüber, wie sich das Landleben im Laufe der Zeit verändert hat – und hat sich damit selbst übertroffen.

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David Mitchell: “Slade House”

Nathan und seine Mutter sind bei Lady Grayer in der Slade Alley zum Tee eingeladen. Doch wen sie auch nach dem Weg fragen, alle bestreiten, jemals von einem “Slade House” gehört zu haben.
Dann entdecken die beiden eine Tür in der Mauer, die allerdings Minuten zuvor nicht dort gewesen ist…

Seit ich “Die tausend Herbste des Jacob de Zoet” gelesen habe, bin ich ein David-Mitchell-Fan und freue mich auf jedes neue Buch.
Wie er es schafft verschiedene Geschichten vollkommen logisch ineinandergreifen zu lassen ist großartig.
Genau dies ist ihm mit “Slade House” wieder gelungen.

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Jean Webster: “Lieber Feind”

Sallie hat sich dazu überreden lassen, den Posten als Leiterin des John-Grier-Waisenhauses zu übernehmen, obwohl sie bisher mit Kindern nicht in Berührung gekommen ist.
Ihre Briefe an ihre Freundin Judy zeigen: Sie hat zwar sehr unkonventionelle Methoden, doch eigentlich gibt es niemanden, der perfekter für diese Stelle wäre.

Es gibt drei Bücher in meinem Leben, die mich sehr glücklich gemacht haben.
Dieser entzückende, charmante und witzige Klassiker aus dem Jahr 1912 ist eines davon.

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Éric Vuillard: “Die Tagesordnung”

Wie uns der französische Schriftsteller Éric Vuillard uns hier in verschiedensten Szenen die Geschehnisse des Vorabends des Zweiten Weltkriegs und Hitlers Weg zur Macht näherbringt, ist ganz große Kunst!

“Die Tagesordnung” wurde mit dem wichtigsten Literaturpreis Frankreichs, dem „Prix Goncourt”, ausgezeichnet.
Meiner Ansicht nach vollkommen zu Recht.

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Christopher Brookmyre: “Wer andern eine Bombe baut”

Raymond Ash lebt nach der Devise: Komm ich heut nicht, komm ich morgen. Beruflich hat er schon einiges ausprobiert und dass seine neueste Idee, Lehrer zu werden, nicht so gut war, steht eigentlich auch schon fest.

Als er seinen alten Bekannten Simon am Flughafen entdeckt, kommt etwas in Gang, mit dem Raymond niemals gerechnet hätte. Denn Simon ist vor drei Jahren bei einem Flugzeugabsturz ums Leben gekommen..

Spannend und randvoll mit schwarzem Humor!
Super!

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Verena Carl: “Die Lichter unter uns”

Anna und Joe machen mit ihren beiden Kinder Urlaub auf Sizilien.
Urlaub, den sie sich eigentlich nicht so wirklich leisten können.

Doch nicht nur Geld ist ein Problem.
Anna stellt sich mehr und mehr die Frage, ob dies das Leben ist, das sie führen möchte…

Ein starker Gegenwartsroman.

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Jon McGregor: “Speicher 13”

Die 13jährige Rebecca macht mit ihren Eltern Urlaub in einem kleinen englischen Dorf und kommt von einer Wanderung im Moor nicht zurück.

Wer jetzt denkt, dass es sich hier um einen Krimi handelt, der wird enttäuscht sein. Denn Jon McGregor schreibt nicht über das Lösen eines Falles, sondern über das Vergehen der Zeit in der dörflichen Welt.

Ich habe dieses Buch, das für den Booker-Prize nominiert gewesen ist, in einem Rutsch gelesen.
Toll!

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Sarah Schmidt: “Seht, was ich getan habe”

Lizzie Borden steht im Verdacht, ihren Vater und ihre Stiefmutter umgebracht zu haben.
Nach außen hin waren die Bordens stets bestrebt, alles perfekt erscheinen zu lassen. Doch nach und nach erzählen uns das Hausmädchen Bridget, Lizzies Schwester Emma und Lizzie selbst, wie es in dieser Familie wirklich aussieht….

Diese Geschichte basiert auf einem wahren Fall der sich im Jahr 1892 zugetragen hat. Das macht dieses Buch noch spannender.

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3 thoughts on “Die besten Romane des Jahres 2018
Sebastian

Vielen Dank für die Buchliste. Habe auf deine Empfehlung hin „Toni und Moni“ gelesen. Ein ziemlich spezielles Buch aber eine wirklich gute Empfehlung.

    Friederike

    Das freut mich sehr. Vielen Dank!

Pingback: Neuerscheinungen Herbst 2019 // Teil 2 // Die Buchbloggerin

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