Monatsrückblick – Oktober 2020

Monatsrückblick – Oktober 2020

In diesem Monat habe ich (unter anderem) eine Buchreihe entdeckt, bei welcher ich mich frage, weshalb ich sie nicht schon viel früher gelesen habe:

Anna Böhm: „Emmi & Einschwein – Einhorn kann jeder!”

Dieses Buch ist der Hit!
Es geht um Emmi, die in einer Welt lebt, in der man an seinem zehnten Geburtstag ein Fabeltier bekommt und somit jemanden, mit dem man sein Leben lang zusammen sein wird.
Emmi wird morgen zehn und wünscht sich nichts sehnlicher, als ein elegantes Einhorn. Tja und dann bekommt
sie …ein Einschwein….

Ich bin hin und weg und musste beim Lesen so viel lachen. Ich brauche jetzt dringend auch ein Einschwein.
Oder zumindest alle Bände der Reihe. Das ging mir das letzte Mal mit Timo Parvelas “Ella” Reihe so, die ich wärmstens empfehlen kann. Kinder UND Erwachsenen.
Ich finde ja sowieso, dass Erwachsene öfter Kinderbücher lesen sollten 😃.

Joyce Carol Oates: “Verfolgung”

Abby ist sehr froh darüber, dass sie den Alptraum, der sie ihre ganze Kindheit über geplagt hat, losgeworden ist. In diesem Traum geht sie über ein Feld, auf dem Knochen und Schädel liegen.
Jetzt steht Abby kurz vor ihrer Hochzeit mit Willem, als er wieder da ist: Der Alptraum.

24 Stunden nach ihrer Hochzeit wird Abby von einem Bus erfasst und fällt ins Koma. Ihr Ehemann versucht herauszufinden, ob es ein Unglück war, oder ob seine Frau absichtlich vor den Bus gelaufen ist.
Dabei findet er heraus, wie wenig er eigentlich über Abby weiß…

Dass Joyce Carol Oates toll schreiben kann, weiß ich, seit ich “Pik-Bube” gelesen habe. Ihr Titel “Sieben Reisen in den Abgrund” hat mich ja total begeistert.
“Verfolgung” habe ich leider zu einer Zeit gelesen, als ich mich nicht wirklich konzentrieren konnte, bzw. immer nur Zeit für kurze Abschnitte hatte. Das tut ja keiner Lektüre gut.
Ich würde mir wünschen, ich hätte “Verfolgung” zu einem anderen Zeitpunkt gelesen.
Denn gut ist es, das steht außer Frage!

Timo Parvela: “Ella und der Zauberer”

Ich liebe Ella und ihre Mitschüler!
Immer wenn ich nicht weiß, was ich lesen soll, greife ich zu einem Band aus der Reihe – und lache mich schlapp.
Schon alleine für die Mantras des Lehrers bei seinen Startschwierigkeiten mit dem neuen Laptop (“Wenn das Ding nicht sofort gehorcht, verdonnere ich es zu zwei Stunden nachsitzen. Ich umkreise die Schwierigkeiten so elegant wie die Apollo 13 im Jahr 1970 den Mond”) lohnt sich dieses Buch.

Wer mehr über Ella erfahren will: Hier geht es zum ersten Band der Reihe.

M.A. Bennett: “Sieben – Spiel ohne Regeln”

Lincoln ist bisher Zuhause unterrichtet worden ist. Das hat jetzt ein Ende, denn seine Eltern schicken ihn auf eine richtige Schule, damit er dort auch mal mit Gleichaltrigen in Berührung kommt. Mit dreizehn Jahren ist es dafür wirklich an der Zeit.

Doch ausgerechnet an dieser Schule wird Sport groß geschrieben. Lincoln ist alles andere als sportlich und ist schnell in der Hierarchie ganz unten. Er findet keinen einzigen Freund und wird von morgens bis abends gemobbt.
Dann soll er auch noch mit diesen Sportdeppen in ein Sommercamp fliegen! Im graut es.

Doch im Camp kommt die Schülergruppe nie an, denn das Flugzeug stürzt ab und Lincoln findet sich auf einer einsamen Insel wieder. Das Blöde ist: Die Idioten haben auch überlebt. Aber Lincoln hat einen Vorteil: Er ist intelligenter, als die anderen…

Spannend, sehr wendungsreich und auch musiktechnisch gesehen eine absolute Bereicherung.

Paul Shipton: “Die “Wanze”

Wanze Muldoon ist Privatdetektiv und untersucht Fälle verschwundener Insekten. Hier im Garten ist das keine Seltenheit. Momentan haben ihn drei Ohrwürmer angeheuert, deren Bruder Eddie unauffindbar ist.
Allerdings hat er sich auch in letzter Zeit in schlechter Gesellschaft befunden und sich SOGAR MIT EINER WESPE angefreundet!

Wanze Muldoon macht sich auf die Suche und stößt dabei unter anderem auf einen weiteren Fall.
Im Ameisenhaufen gibt es nämlich ein paar Ameisen, die beschlossen haben, sich nicht länger den Regeln des Ameisenstaates zu unterwerfen. Sie sind nämlich Individualisten!!
Und machen Ausdruckstanz…😃!
So!

Spannend, witzig und sehr lehrreich. Denn wir erfahren nicht nur etwas über die Welt der Insekten, sondern auch über Themen wie Macht, Gruppenzwang (ja, auch unter individualistischen Ameisen gibt es das) und den Wunsch danach einzigartig zu sein.
Toll!

Theoretisch ab 8, praktisch aber auch super für Erwachsene. (Vielleicht auch eine Weihnachtsgeschenkidee für alle Biologie-Interessierten?!)

Michaela Kastel: “Ich bin der Sturm”

Jede Nacht geschieht es. Das Grauenhafte, für das keine Worte zu finden sind.
Madonna muss ihren Kopf ausschalten – und alles über sich ergehen lassen.
Hoffnung auf Erlösung gibt es nicht.

Dann gelingt das, was sie nie zu hoffen wagte, Madonna kann fliehen.
Ab diesem Zeitpunkt kann sie nur an eines denken: An Rache…

Michaela Kastels Krimi “So dunkel der Wald” fand ich genial, deshalb war ich gespannt auf ihren neues Buch.
Leider kann “Ich bin der Sturm” meiner Ansicht nach nicht mit Kastels Erstling anderen Büchern mithalten.
Die Story an sich ist gut, doch liest sich das Buch, wie ein nicht enden wollender dramatischer Prolog. Als Auftakt macht das meiner Meinung nach Sinn, doch hier ist es zu viel. Dabei bleibt die psychologische Finesse, die ich aus Kastels anderen Büchern kenne, leider auf der Strecke.
Schade.

Den nächsten Kastel-Krimi lese ich aber trotzdem, denn ich weiß ja, was die Autorin kann!


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