Meera Sodha: “Asien vegetarisch –  120 Rezepte von Mumbai bis Peking”

Meera Sodha: “Asien vegetarisch – 120 Rezepte von Mumbai bis Peking”

Dieses Kochbuch ist eine der Neuerscheinungen die ich im vergangenen Jahr am sehnlichsten erwartet habe.
Ich habe gerade nochmal in mich hineingehört und muss mich korrigieren: “Asien vegetarisch” ist DIE Neuerscheinung, auf die ich mich im letzten Jahr am meisten gefreut habe.

Seit ich mir “Original Indisch” und “Indisch vegetarisch” gekauft habe, bin ich ein Meera-Sodha-Fan.
Ihre Gerichte sind würzig, gelingsicher, einfach zuzubereiten und richtig lecker.
Und um es schonmal vorweg zu nehmen: Mit den Gerichten in “Asien vegetarisch” verhält es sich genauso.

Ich bin vollkommen begeistert und habe mich zu recht auf dieses Kochbuch gefreut.
So viele tolle vegetarische und vegane Gerichte!
In den letzten Monaten habe ich dieses Kochbuch ausgiebig getestet und lasse Euch jetzt an meinen Erfahrungen teilhaben.

Eines meiner Lieblingsrezepte ist :

“Steckrüben – Laksa”

Laksa ist eine ostasiatische Suppe, die mit Kokosmilch zubereitet wird.
Zunächst mixt man in einem Mixer (ich denke, ein Pürierstab ginge auch) frische Korianderstängel, Knoblauch, Ingwer, gemahlenen Kreuzkümmel, Zitronengras (ich nehme immer Zitronengras im Glas, weil ich hier kein frisches Zitronengras finden kann), Chilipulver (oder Cayennepfeffer), Schalotten und etwas Gemüsebrühe.
Dann röstet man die entstandene Paste im Topf an.

Währenddessen kommen die in Stücke geschnittenen Steckrüben und die halbierten Schalotten mit Öl und etwas Salz in den Backofen.
Danach wendet man sich wieder der Koriander-Ingwer-Knoblauchpaste im Topf zu, indem man Kokosmilch, die restliche Gemüsebrühe, Zucker und Salz hinein gibt.

Jetzt heißt es nur noch 20 Minuten warten. Dann Reisnudeln kochen in Schälchen geben, Suppe drüber und mit Korianderblättern bestreuen. Limetten über jedem Schälchen auspressen, Korianderblätter drüberstreuen – fertig!

Würzig, intensiv und (je nach verwendetem Chilipulver) scharf. Beim Chilipulver muss man vielleicht etwas herumprobieren. Meera Sodha verwendet in diesem Gericht viel davon. ‘
Ich nehme viel weniger, da ich da so meine Erfahrungen gemacht habe…

Ich liebe dieses Laksa jedenfalls so sehr, dass es inzwischen ein fester Bestandteil meines Speiseplans ist.
Oft bereite ich es am Abend zu und habe dann sowohl ein leckeres Abendessen, als auch etwas Stärkendes für die Mittagspause am darauffolgenden Tag.
Hierfür habe ich das Rezept etwas vereinfacht und die Ofen-Steckrüben und die Ofen-Schalotten einfach weggelassen.

Außerdem verwende ich dann keinen Knoblauch (das Arbeiten im Einzelhandel mit Knoblauchatem ist eher suboptimal), was dem Geschmack keinen Abbruch tut.
Des weiteren nehme für die Paste nicht nur die Stängel, sondern werfe den ganzen Koriander in den Mixer.
Die Reisnudeln lasse ich dann ganz weg und esse dazu ein Stück Brot.
Supereinfach und superlecker.

P.S.: Mir wurde mal der Tipp gegeben, dass man statt frischem Zitronengras, oder Zitronengras aus dem Glas auch getrocknetes Zitronengras nehmen kann, aus dem normalerweise Tee gemacht wird.
Hierzu müsse man es kurz in Wasser einweichen und kann es dann mit in den Mixer geben.
Das hörte sich gut an, also habe ich es ausprobiert.

Mein Fazit: Lasst es bleiben. Es funktioniert nicht.

So sah mein Steckrüben-Laksa übrigens aus:

Rosenkohl-Nasi-Goreng

Früher mochte ich ja gar keinen Rosenkohl. Ich nehme mal an, dass es daran lag, dass ich nur die in Wasser gekochte Variante kannte.
Inzwischen weiß ich, dass man ihn anbraten kann – und dass er dann prima schmeckt. Also mir zumindest.
Deshalb kommt dieses Nasi-Goreng bei mir immer zur Rosenkohl-Zeit auf den Tisch, denn es ist so lecker – und schnell gemacht.

Der in Scheibchen geschnittene Rosenkohl wird (wobei man eine Handvoll zur Seite legen sollte, damit man das “Topping” zubereiten kann) mit Knoblauch, Zwiebeln und frischen Chilischoten angebraten. Dann gibt man Tomatenmark, Salz, Ketjap Manis (eine süße indonesische Sojasauce, die es im Supermarkt gibt) und Essig dazu.
Der restliche Rosenkohl wird mit Sojasauce, Essig, Sesamöl und Chilischotenstreifen verrührt und zur Seite gestellt.

Parallel dazu kocht man Reis. Dank Meera Sodha weiß ich jetzt übrigens, wie man fluffigen Basmati-Reis hinbekommt!
Im Rezept steht, dass man diesen mehrmals waschen und dann eine zeitlang in Wasser einweichen soll. Anschließend wird er 15 Minuten in ein bisschen Brühe gekocht.
Wobei der Deckel zu bleibt!
Als ich dieses Rezept das erste Mal gemacht habe, habe ich normalen Basmatireis aus dem Supermarkt genommen. Auf der Packung stand, dass man ihn 10-12 Minuten im kochenden Wasser garen soll.

Ich habe mich allerdings nicht an diese, sondern an Meera Sodhas Anweisung gehalten, also den Reis eingeweicht und danach gekocht. Danach hatte ich Reisbrei.
Beim nächsten Mal habe ich einen Basmatireis aus dem Asia-Laden verwendet, auf dessen Packung auch stand, dass er eingeweicht wird.
Und siehe da, er war wunderbar fluffig!

Zurück zum Rosenkohl-Nasi-Goreng, das eigentlich jetzt auch fast fertig ist. Denn man muss nur noch den Reis zur Rosenkohl-Zwiebel-Pfanne geben und umrühren.
Danach kommt das Rosenkohl-Topping drauf.

Fertig!

Rote-Bete-Curry aus Sri Lanka mit Mallum aus grünen Bohnen

Ein sehr leckeres erdiges Curry aus Roter Bete und Kokosmilch, das man auch ohne die grünen Bohnen (die mit Kokosraspeln zubereitet werden) essen kann.
Wer will serviert selbstgemachte Papadams aus Meera Sodhas “Indisch vegetarisch” dazu. Oder gekochten Reis. Wie man den zubereitet, wissen wir ja jetzt!

Kartoffel-Paratha mit schnellem Zitronen-Pickle

Dieses Kartoffel-Fladenbrot ist ebenfalls leicht zuzubereiten.
Der Teig besteht aus gekochten und zerstampften Kartoffeln, Ingwer, frischen Chilischoten, frischem Koriander, Kreuzkümmel, Zwiebeln und Mehl. Er wird einfach in der Pfanne gebraten.

Dazu gibt es ein Zitronen-Pickle aus Zitronenscheiben, Zitronensaft, Chilischoten, Senfsamen, Knoblauch und Öl.
Ehrlich gesagt war ich sehr skeptisch, was dieses Pickle anbelangte. Hätte ich nicht sein müssen, denn ist sehr erfrischend!

Ich habe schon so viele Rezepte aus diesem Buch ausprobiert.
Zum Beispiel den “Thaisalat mit Grapefruit & Cashewkernen” (sehr erfrischend, ein super Sommergericht), das “Massaman-Curry mit Süßkartoffeln und Auberginen , das “Grüne Thaicurry mit Auberginen Zucchini & Zuckerschoten”, das “Malai-Kari mit Kürbis” und die “Mundbetäubenden Nudeln mit Chiliöl und Rotkohl”.

Letztere kann man auch ohne Rotkohl zubereiten und erhält dann eine gehaltvolle asiatisch Soße, die extrem schnell gemacht ist und dem Jeden-Tag-Klassiker “Nudeln mit Tomatensauce” Konkurrenz macht.

Dieses Buch ist übrigens in folgende Kapitel unterteilt:

Zu jedem Kapitel gibt es eine Übersicht der wichtigsten Produkte und der jeweiligen Zubereitungsarten. Das ist sehr praktisch, denn mit Reisnudeln & Co. kannte ich mich bisher nicht aus.

Hinten im Buch ist eine Auflistung mit wichtigen Zutaten. Lasst Euch nicht abschrecken. Die meisten dieser Zutaten braucht man nicht, oder nur für bestimmte Rezepte.
Schaut erstmal, was ihr im Schrank habt und bereitet vielleicht zunächst Gerichte zu, bei denen ihr nur eine spezielle Zutat (z.B. Sesamöl) dazu kaufen müsst.
Wie zum Beispiel das “Frühlingspilaw” – da braucht man nämlich gar nichts Besonderes. Das ist sehr praktisch.

Es gibt ein Kapitel, an das ich mich bisher noch nicht herangetraut habe: “Tofu”.
Ich versuche mich auch gerade zu erinnern, ob ich schon jemals Tofu gegessen habe….ganz ehrlich: Ich weiß es nicht.
Vielleicht ist es jetzt ja mal an der Zeit, das zu ändern, denn Meera Sodha schwärmt zum Beispiel sehr von “Geschmortem Tofu mit Honig, Ingwer & Sojasauce”.
Der Einleitungstext zum Rezept ist so charmant geschrieben, dass ich gerade denke: Ach komm, das probiere ich morgen aus.

Das ging mir bei Meera Sodhas letzten Büchern so und das ist bei “Asien vegetarisch” auch der Fall. Sie wickelt einen mit Worten um den Finger – und schon schreibt man den Einkaufszettel. Es ist, als ob eine gute Freundin einem etwas empfehlen würde.
Das ist toll, denn diese Weise habe ich schon viele Zutaten verwendet, von denen ich dachte, dass ich sie niemals ausprobieren würde.
Und dabei festgestellt, wie lecker sie sind.

Danke liebe Meera!

» Blick ins Buch*


ISBN: 978-3-8310-3884-8
Verlag: Dorling Kindersley
Übersetzung: Annette Ostlaender
Seiten: 304
Preis: 26,95 €


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