Monatsrückblick – August 2017

Monatsrückblick – August 2017

In diesem Monat ist die Longlist des Deutschen Buchpreises (mit der ich nach wie vor nicht wirklich viel anfangen kann) veröffentlicht worden.
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Des Weiteren wurde eine Ausgabe des Literarischen Quartetts ausgestrahlt, das mir wieder gut gefallen hat und außerdem ist ein neuer Literatur-Spiegel erschienen.
Natürlich habe ich auch gelesen und gleich der erste Roman des Monats, der auf Platz zwei der aktuellen Krimibestenliste steht, hat mich mit seiner düsteren Stimmung begeistert:

Ottessa Moshfegh: “Eileen”
Eileen lebt 1964 in einer amerikanischen Kleinstadt und hasst alles und jeden – besonders sich selbst.
Sie arbeitet im örtlichen Jugendgefängnis und lernt dort die eloquente und schöne Rebecca kennen, die ihr das schenkt, was sie so gerne möchte: Aufmerksamkeit.
Die Frage ist, was Rebecca damit bezweckt…
Düster, spannend und richtig gut!
Mit diesem Buch stand Ottessa Moshfegh auf der Shortlist des Man-Booker-Prize.
Vollkommen zu Recht, wie ich finde.  

Silke Schlichtmann: “Bluma und das Gummischlangengeheimnis”
Bluma hat gerade eine fünf in Mathe geschrieben und außerdem bekommt sie keinen Hund. Obwohl doch gerade so ein süßer Vertreter dieser Gattung zu haben wäre.
Sorgen über Sorgen und niemand ist da, der Bluma zuhört. Normalerweise würde ihr ihre Nachbarin jetzt eine Gummischlange geben, denn während des Essens kommt man auf die Lösung für das aktuelle Problem.
Aber die Nachbarin hat keine Zeit.
Daher beschließt Bluma eine Schlange zu klauen…und hat gleich danach eine Sorge mehr.

Ein humorvolles und sehr einfühlsames Buch über das schlechte Gewissen.
Ab 8 Jahren

Colson Whitehead: “Underground Railroad”
Durch die sogenannten “Underground Railroad”, gelang so manchem Sklaven die Flucht von den Baumwollplantagen der Südstaaten.
Colson Whitehead nimmt in diesem Roman den Begriff wörtlich und erschafft eine Untergrundbahn mittels derer die Sklavin Cora fliehen kann.
Ein sehr intensives Buch, das einem bewusst macht, dass die aktuellen Probleme der USA in der Geschichte verwurzelt sind.  Dieser Roman wurde mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichnet und stand auf Barack Obamas Reading List.

Anne Fine & Axel Scheffler: “Tagebuch einer Killerkatze”
Weshalb sich die Familie über die tote Maus aufregt versteht Kuschel nicht. Katzen jagen nunmal Mäuse und Vögel auch! Das sind doch tolle Geschenke!
Zugegeben, das mit dem Kaninchen der Nachbarn war vielleicht keine so gute Idee…
Ein witziges Buch für alle Leser ab 6 Jahren.

Pierre Lemaitre: “Drei Tage und ein Leben”
Im Dezember 1999 verschwindet ein sechsjähriger Junge in einem kleinen Ort in Frankreich.
Eine großangelegte Suchaktion wird gestartet, doch bringt leider keine Ergebnisse.
Antoine ist der Nachbar des Jungen und nur er weiß, was geschehen ist.
Hier zeigt der Prix-Goncourt-Träger Pierre Lemaitre, dessen Roman “Wir sehen uns dort oben” ich großartig fand, dass er tief in die Seele eines Kindes eindringen und dabei die Spannung hoch halten kann.
Richtig gut.

 


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