Der “Literatur-SPIEGEL” Nr. 3: Die anderen besten Bücher 2015 – Meine Highlights

Der “Literatur-SPIEGEL” Nr. 3: Die anderen besten Bücher 2015 – Meine Highlights

Die zweite Ausgabe des Literatur-Spiegels hatte mir bereits gut gefallen und genauso ging es mir nun mit Ausgabe Nr.3: Einige der vorgestellten Romane habe ich bereits mit Begeisterung gelesen und stimme mit den Autoren der Besprechungen überein. Auf andere Titel wurde ich durch die Lektüre des Literatur-Spiegels erst aufmerksam gemacht. Genau so soll es doch auch sein.
Des Weiteren ist ein sehr interessanter Artikel von Karl Ove Knausgard abgedruckt, der sich mit dem Roman „Unterwerfung“ von Michel Houllebecq befasst und in welchem er zugibt, bis zu diesem Zeitpunkt nie etwas von Houllebecq gelesen zu haben, da er immer Bedenken hatte, neben diesem großen französischen Autor ganz klein zu wirken. Allerdings hat Knausgard sich dann doch zur Lektüre entschlossen: Herausgekommen ist ein sehr lesenswerter Artikel.

Doch jetzt zu meinen Highlights der in dieser Ausgabe besprochenen Romane:
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Lily King: “Euphoria”

Lily King: “Euphoria”

Erst war ich mir gar nicht so sicher, ob ich mich der “Euphoria”-Euphorie anschließen und dieses Buch lesen wollte, doch dann machte mich eine Kollegin auf die ersten Sätze aufmerksam: “Einer von den Mumbanyo warf ihnen noch etwas nach, als sie ablegten. Etwas Bräunliches. Es dümpelte ein Stück hinter dem Einbaum im Wasser. “Nur wieder ein toter Säugling”, sagte Fen.”
Und dann war klar: Um diese Lektüre komme ich nicht drumherum.
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Auf diese Taschenbuch-Neuerscheinungen freue ich mich im Herbst 2015

Auf diese Taschenbuch-Neuerscheinungen freue ich mich im Herbst 2015

Inzwischen trudeln schon so langsam die Verlagsvorschauen für das Frühjahr 2016 ein. Doch bevor ich mich diesen widme, kommen hier erst einmal die Taschenbücher, auf die ich mich in diesem Herbst besonders freue:
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René Goscinny & Jean-Jacques Sempé: “Der kleine Nick”

René Goscinny & Jean-Jacques Sempé: “Der kleine Nick”

Ich denke immer, den kleinen Nick kennt jeder. Doch immer wieder stelle ich fest, dass dies, trotz diverser Verfilmungen, die ich zugegebenermaßen nicht gesehen habe, da ich mir diese vor Humor strotzende Geschichten einfach nicht verfilmt vorstellen kann, nicht der Fall ist.
Das muß geändert werden und jedes Mal, wenn ich in der Kinder- und Jugendbuchabteilung arbeite, werden für mich (an dieser Stelle, danke an die Kolleginnen) ein paar kleine Nick Bände bestellt, damit ich meine Liebe zu diesen Geschichten verbreiten kann.
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Nicola Yoon: “Du neben mir und zwischen uns die ganze Welt”

Nicola Yoon: “Du neben mir und zwischen uns die ganze Welt”

Madeline liest unglaublich viel. Zeit dazu hat sie genügend, denn Madeline geht nicht zur Schule und hat auch keine Freunde außerhalb der virtuellen Welt. Dies liegt allerdings nicht daran, dass Madeline eine absolute Außenseiterin ist, überall aneckt und sich freiwillig zurückzieht. Nein, es liegt daran, dass Madeline krank ist. Sie hat einen sehr seltenen Immundefekt und kann daher nur in einem Haus leben, das keimfrei ist. Würde sie nach draußen gehen, müßte sie sterben.
Ihre einzigen Bezugspersonen sind ihre Mutter und die die Krankenschwester Carla, die sich selbst stundenlangen “Entkeimungsprozessen” unterziehen müssen, wenn sie von draußen kommen, damit sie Madeline nicht anstecken.
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Evelyn Waugh: „Tod in Hollywood“

Evelyn Waugh: „Tod in Hollywood“

Evelyn Waugh widmet sich in diesem Buch einer ungewöhnlichen Berufsgruppe: Den Bestattern.

Entstanden ist “Tod in Hollywood” auf folgende Weise: Ein Produzent hatte Evelyn Waugh, nebst Gattin, nach dem Krieg nach Hollywood eingeladen, denn er beabsichtigte “Wiedersehen mit Brideshead” zu verfilmen, was Evelyn Waugh überhaupt nicht wollte – doch diese Einladung bot eine wunderbare Abwechslung zu all den Entbehrungen in England.
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Edyth Bulbring: “33 ist meine Glückszahl (oder auch nicht)”

Edyth Bulbring: “33 ist meine Glückszahl (oder auch nicht)”

Beatrice ist 14 und ein sehr organisierte Jugendliche. Das muß sie auch sein, denn ihre Mutter hat ihr Leben nicht im Griff. Sich zur Entziehungskur anzumelden, hat sie ja gerade noch selbst hin bekommen, aber ein Taxi zur Klinik und anschließend zum Flughafen zu organisieren, da war sie dann schon vollkommen überfordert.
Der Flughafen spielt aus dem Grund eine Rolle, da eigentlich geplant war, dass Beatrice, ihre Mutter und ihre Großmutter in den Urlaub (innerhalb Südafrikas, also ein Inlandflug, nichts vollkommen Aufregendes) fahren wollten.
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„Die Buchbloggerin“ wird heute ein Jahr alt – Ein Resümee

„Die Buchbloggerin“ wird heute ein Jahr alt – Ein Resümee

Vor genau einem Jahr habe ich meinen ersten Beitrag auf Twitter und Facebook gepostet Ist das wirklich erst ein Jahr her? Mir kommt es schon viel länger vor, denn inzwischen ist der Blog aus meinem Alltag nicht mehr weg zu denken.
Zu Beginn dachte ich: Je kürzer, desto besser! Mein erster Text über “Wovon wir träumten” (Julie Otsuka) umfasste ganze sechs kurze Sätze. Das hat sich inzwischen geändert, meine Texte sind umfangreicher geworden und ich habe gelernt, dass zum Beispiel das eine oder andere Foto vielleicht auch nicht so verkehrt ist.
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Katharina Hartwell: “Der Dieb in der Nacht”

Katharina Hartwell: “Der Dieb in der Nacht”

“Seit Donnerstagnachmittag wir der 19-jährige Felix Heller vermisst. Felix verließ am 22. August gegen 17 Uhr die Tankstelle am Ortseingang Dornheim. Felix hat blondes, gelocktes Haar, ist etwa 1,85 m groß und schlank. Als er zuletzt gesehen wurde, trug er khakifarbene Shorts, ein dunkelblaues Polohemd und weiße Turnschuhe der Marke Asics.
Hinweise nimmt der Kriminaldienst der Dornheimer Polizei unter der Nummer 03323 89231 entgegen.”
So beginnt der Roman “Der Dieb in der Nacht”, der der Frage nachgeht, wie die Hinterbliebenen ein Jahrzehnt später mit Felix Verschwinden zurechtkommen.
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Das Literarische Quartett – Warum ich mir die dritte Sendung nicht mehr anschauen werde

Das Literarische Quartett – Warum ich mir die dritte Sendung nicht mehr anschauen werde

Ehrlich gesagt, hatte ich gar keine wirklich Lust, mir diese zweite Sendung anzuschauen. Das lag daran, dass mir die erste Sendung nicht sonderlich gefallen hat, zumal es gar nicht um die Bücher ging, sondern darum, wer der intellektueller Kritiker ist. Dann habe ich mich doch überwunden und reingeschaut und fand: Die zweite Sendung war zwar besser, als die erste,aber gefallen hat sie mir leider dennoch nicht. (mehr …)