Monatsrückblick – Februar 2016

Monatsrückblick – Februar 2016

In diesem Monat bin ich viel gereist in meinen Büchern: Von Schottland nach Marokko über England und zum Schluß in die Türkei, genauer gesagt in die faszinierende Stadt Istanbul.
Bis auf einen Titel haben mir alle Bücher richtig gut gefallen. Hier ein kurzer Überblick:

Isabel Bogdan: “Der Pfau”
Eine Gruppe von Investmentbankern hat sich für ein Teambuilding-Seminar in den schottischen Highlands eingemietet. Kein Fernsehen, kein Handyempfang, nur Natur. Das stößt auf wenig Begeisterung. Ach ja, einen Pfau, der allergisch auf die Farbe Blau ist, spielt auch eine wichtige Rolle.
Eine köstliche britische Komödie.

Alexandra Burt: “Remember Mia”
Sie hat ein Schreibaby, das ihr den letzten Nerv raubt. Seit Monaten schon. Dann verschwindet das Baby plötzlich aus der Wohnung.
Die erste Hälfte ist gut gemacht, der zweite Teil allerdings sehr abstrus. Das ist das Problem, das ich immer wieder mit Krimis habe. Ich finde den Plot hochspannend und bin dann von der Auflösung oder dem zu vorhersehbaren Verlauf der Handlung einfach enttäuscht. Wie in diesem Fall.

Vendela Vida: “Des Tauchers leere Kleider”
Eine Frau reist auf der Flucht vor der Vergangenheit und der Suche nach der eigenen Identität nach Marokko. Dort wird ihr die Reisetasche geklaut. Pass, Kreditkarten, einfach alles ist weg. Was nun?
Ein ganz großes Buch! Als hätte Paul Auster seine Version von “Eat, Pray,Love” (Elizabeth Gilbert) geschrieben. Ich bin begeistert.

Jakob Arjouni: “Hausaufgaben”
Joachim Linde ist Lehrer, von sich überzeugt und ein Angeber. Kann man nicht anders sagen. Sein Familienleben hält er für perfekt. Weshalb dann seine Tochter ohne Schulabschluss von zu Hause ausgezogen ist – ja das ist hier die Frage…
Richtig gut – perfekt für alle Martin Suter Fans.

Henry James: “Eine Dame von Welt”
Nancy Headway ist von der amerikanischen Gesellschaft geschnitten worden und hofft nun in Europa akzeptiert zu werden.
Ein klassischer Henry James. Einfach gut, was auch sonst.

Jesper Wung-Sung: “Opfer” (Jugendbuch)
Ein schulfreier Nachmittag endet in einer Katastrophe. Eine Grippeepidemie geht um, die Schule wird abgeriegelt. Viele sterben.
Eine sehr harter Endzeitroman.

Orhan Pamuk: “Diese Fremdheit in mir”
Das Leben des Boza- und Joghurtverkäufers Mevlut.
Ein großartiger Istanbul-Roman des Literaturnobelpreisträgers.

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