Shioban Vivian: „Nur eine Liste“

nureinelisteJedes Jahr taucht sie an der Mount-Washington-Highschool auf: Die Liste.
Keiner weiß, wer sie schreibt, aber sie wird das Leben von acht Mädchen verändern, denn auf ihr steht, wer in welcher Jahrgangsstufe die Schönste und welches Mädchen das häßlichste ist.
Wer ist cool, wer ist uncool? Margo ist jedenfalls richtig „in“, denn sie wird es doch sicherlich zur „Homecoming-Queen“ schaffen – tja und Jennifer, Jennifer hält einen traurigen Rekord: Sie wurde viermal hintereinander zur häßlichsten Schülerin des Jahrgangs gewählt…

Ich habe dieses Buch runtergerappelt und hatte richtig viel Spaß. Ich liebe Highschoolromane und mit diesem Buch hat Shioban Vivian genau meinen Nerv getroffen. Viele Intrigen und die spannende Frage, wer hinter dieser Liste steckt…einfach richtig gut.

Ab 14 Jahren.


ISBN: 978-3-473-58482-6
Verlag: Ravensburger Buchverlag
Preis: 8,99 €


 

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Nun ist Lucile gestorben, beziehungsweise hat ihrem (nicht gerade einfachen) Leben ein Ende gesetzt und Delphine beginnt nun zu forschen: Wer war ihre Mutter wirklich, wie ist sie aufgewachsen und was haben ihre Geschwister (acht an der Zahl, von denen manche die Jugend nicht überlebt haben) für ein Bild von ihr? Sie trägt alles zusammen: Kassetten ihres Großvaters, Briefe, Zettel, die sich im Keller stapeln und beeindruckt uns mit einem subtilen Portrait einer Frau, die immer versucht hat, den Platz im Leben zu finden, eine Frau, die stets polarisiert hat, die Liebe brauchte, sie aber nicht immer geben konnte.

Dieses Buch hat mir eine Kollegin vor einem Jahr ausgeliehen und seit dem lag es bei mir herum. Nun ist das Taschenbuch erschienen und deshalb habe ich gedacht, wirfst Du mal einen Blick hinein…

Nach zehn Seiten war ich vollkommen gefesselt, denn vor meinen Augen ist ein so lebendiges und authentisches Bild einer Großfamilie in den 50er und 60er Jahren entstanden, dass ich wirklich traurig war, als dieses Buch endete.

Auf den letzten Seiten fiel mir dann ein, an welches Buch mich „Das Lächeln meiner Mutter“ erinnert hat: An Jeanette Walls: „Schloss aus Glas“. Dort ging es mir genauso: Mich hat die Intensität dieser Personen wirklich mitgerissen und wenn sie Trauer empfunden haben, ging es mir auch so.

Vielleicht liegt es auch daran, dass beide Lebensgeschichten („Schloss aus Glas“ und „Das Lächeln meiner Mutter“) wahre Geschichten sind. Vielleicht berühren sie mich aus diesem Grunde so sehr.


ISBN: 978-3-426-30412-9
Verlag: Droemer
Preis: 9,99 €


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Joachim Meyerhoff: „Wann wird es endlich wieder so, wie es nie war“

9783462046816_10Meine Mutter hat vor einigen Wochen gesagt: „Das musst Du lesen!“ und die Medien waren ja auch so begeistert – was dazu führte, dass ich dachte, naja, Deine Erwartungen sind ja eh schon so hoch…das wird bestimmt nichts…

Tja und dann bekam ich dieses Buch geschenkt und nach zehn Seiten wußte ich: Das ist wirklich super!

Es geht um Joachim, der mit seinen beiden Brüdern und dem Familienhund auf dem Anstaltsgelände einer Kinder- und Jugendpsychiatrie lebt, was daher kommt, dass sein Vater der Leiter dieser Anstalt ist. So wächst er also zwischen hunderten von körperlich und geistig Behinderten auf und fühlt sich eigentlich sehr wohl. Mit dem jungen Patienten Ferdinand zum Beispiel verbindet ihn eine wunderbare Freundschaft. Ferdinand ist immer sehr gut angezogen und ein sehr begabter Zeichner. Allerdings hat er die Eigenart immer nur ein einziges Motiv zu zeichnen: Katzen im Querschnitt. Und daher hängen in Joachims Kinderzimmer keine normalen Tierposter, sondern ca. zwanzig Bilder von Katzen im Querschnitt.
Auch mit dem Famileinhund verbindet Joachim eine tiefe Freundschaft. Als er im Fernsehen Winnetou und Old Shatterhand beim Blutsbrüderschaft schließen sieht, denkt er sich: Das machen der Hund und ich auch…!

Ob der Hund das auch so befürwortet, wie das Badezimmer danach aussieht und was der Vater dazu meint, das lest ihr am besten selbst, denn ich will hier keine weitere dieser genialen, komischen aber manchmal auch melancholisch-tragischen Anekdoten vorweg nehmen…dazu sind die einfach zu köstlich!


ISBN:  978-3-462-04681-6
Verlag: Kiepenheuer & Witsch
Preis: 9,99 €


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Robert Seethaler: „Die Biene und der Kurt“

Die_Biene_und_der_KurtRobert Seethaler kennen Sie vielleicht von seinem Erfolgsbuch „Der Trafikant“. Dies ist eines seiner frühen Werke und es ist ganz anders.

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Der Kurt ist ein abgehalfterter Elvis-Verschnitt, der schon bessere Tage gesehen hat und von Dorfkneipe zu Dorfkneipe tingelt. Mit eher mäßigem Erfolg. Zugegeben.
Da treffen die Biene und der Kurt aufeinander und tingeln eben zusammen. Das ist prima.

Für mich ist „Die Biene und der Kurt“ eines der besten Bücher des Jahres. Seethaler hat eine Sprache, die einfach genial ist. Ich habe geschlagene zwei Wochen an diesem schmalen Buch gelesen, denn ich wollte mir jeden einzelnen Satz auf der Zunge zergehen lassen und bloß keinen einziges Wort verpassen.

Zugegeben, es ist etwas anders und es empfiehlt sich mal reinzulesen, einfach, um mal einen Eindruck vom Schreibstil zu bekommen, den ich jedenfalls richtig klasse finde.

Schließlich an dieser Stelle noch ein Dankeschön an meine Kollegin, ohne deren Empfehlung ich niemals zu diesem Buch gegriffen hätte.
Was wäre mir da entgangen!


ISBN: 978-3-0369-5915-3
Verlag: Kein & Aber
Preis: 9,90 €


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